Flacher Teller und Kompott, nicht die ideale Kombination. Geschmacklich ist unser Stachelbeergericht aber ein Volltreffer. © Bohmann

 

Wiener Marktküche: Grießnockerln mit Stachelbeerkompott

Der August ist der perfekte Monat, um frische und heimische Stachelbeeren zu genießen. Mit frischem Obst von den Wiener Märkten zaubern wir ein feines Stachelbeerkompott nach einem Rezept von DIE UMWELTBERATUNG.

Auf unserer Liste der schmackhaftesten Beeren steht die Stachelbeere ganz oben. Die erfrischende und saure Note passt einfach perfekt in die Sommermonate und sorgt für gute Stimmung, sauer macht ja immer noch lustig. Den sauren Geschmack haben die Beeren den enthaltenen Apfel- und Zitronensäuren zu verdanken. Süß sind die Stachelbeeren natürlich trotzdem auch, dafür sorgt ihr hoher Zuckergehalt.

Stachelbeeren gibt es schon seit dem 14. Jahrhundert in Europa, ihre ursprüngliche Heimat ist Asien. Sie gehören zur Familie der Stachelbeergewächse und wachsen einzeln oder paarweise an Sträuchern. Je nach Sorte können die Früchte rot, grün oder gelb mit einer festen Schale sein. Als Teil einer gesunden Ernährung machen sie eine gute Figur. Sie besitzen auch andere Nährstoffe wie Vitamin C, Vitamin E, Calcium, Magnesium und Kalium. Mit einer guten Portion Stachelbeeren am Tag kann man bis zu 50 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C decken.

Glänzend und unversehrt

Die besten Stachelbeeren bekommt man auf den Wiener Märkten. Frisch und regional, so schmeckt es am besten. Auch dank der Kontrollen des Marktamts kann man bedenkenlos zugreifen. Pro Jahr zieht das Marktamt rund 500 Obst- und Gemüseproben und lässt diese in einem Labor auf Pestizidrückstände, Schwermetalle, Mykotoxine, Nitrat und Nitrit prüfen. Das Team prüft aber nicht nur Stachelbeeren. Alle Lebensmittel, die auf dem Tisch der Konsumentinnen und Konsumenten landen, werden kontrolliert.

Doch was zeichnet eine gute Beere aus? Marktamtsdirektor Andreas Kutheil klärt auf: "Achten Sie beim Kauf von Stachelbeeren darauf, dass diese unversehrt und glänzend sind. Sollten sie dunkle Stellen aufweisen, ist vom Kauf abzuraten, es handelt sich hierbei um die ersten Anzeichen für Fäulnis. Für eine optimale Lagerung legen Sie die Beeren für nicht mehr als eine Woche in das Gemüsefach des Kühlschranks. Es ist jedoch empfehlenswert, die Früchte noch am selben Tag des Einkaufs zu verzehren, damit ihr guter Geschmack erhalten bleibt."

Wir zaubern aus den Stachelbeeren vom Markt ein feines Kompott, das wir mit Grießnockerln genießen. Das Rezept stammt von DIE UMWELTBERATUNG.

Zutaten

Nockerln

  • 1/4 l Milch
  • 1 Vanilleschote
  • 4 EL gemahlener Mohn
  • 80 g Weizengrieß
  • 1 Ei

Kompott

  • 300 g Stachelbeeren
  • 1 Apfel
  • 4 EL Blütenhonig
  • 4 EL trockener Weißwein
  • einige Tropfen Biozitronensaft
  • 1 TL Stärkemehl
  • dünne Apfelspalten und Zitronenmelisse für die Garnitur

Zubereitung

Los geht’s mit den Nockerln. Wir kochen die Milch und die aufgeschlitzte Vanilleschote auf, nehmen das Ganze von der Kochplatte und lassen es rund fünf Minuten abkühlen. Jetzt streifen wir das Vanillemark ab und geben es zur Milch, die Schale kommt weg.

Die Milch wird dann noch ein Mal erhitzt und wir rühren den Mohn und den Grieß unter. Im Anschluss nehmen wir den Topf erneut von der Hitze und lassen unsere Nockerlmasse 30 Minuten lang zugedeckt quellen. Sobald sie kühl ist, rühren wir ein Ei unter.

Für das Kompott halbieren wir die Stachelbeeren und schneiden den Apfel in kleine Würfel. Welche Apfelsorte Sie nehmen, ist Geschmackssache, alle sind okay. In einer beschichteten Pfanne erhitzen wir Weißwein, Honig und Zitronensaft. Ist das Gemisch heiß, geben wir das Obst dazu und köcheln alles ein paar Minuten auf mittlerer Hitze.

Für eine schöne Konsistenz verrühren wir Stärkemehl mit einem kräftigen Schuss Wasser und geben das zu unserem Kompott, als Binder.

Während das Kompott vor sich hin köchelt, erhitzen wir leicht gesalzenes Wasser und formen mit einem Esslöffel Nockerln aus dem Grieß. Bei schwacher Hitze lassen wir diese vier Minuten ziehen. Unsere Nockerln sind leider teilweise beim Kochen zerfallen, vermutlich weil wir einen Schnellkochgrieß verwendet haben. Blöde Sache!

Zum Anrichten verteilen wir das Kompott auf den Tellern und legen die Nockerln drauf. Wenn Sie nicht vergessen, es zu besorgen, so wie wir, garnieren Sie das Gericht mit Zitronenmelisseblättern. Hübscher wäre es vielleicht in einer Schüssel, das Kompott verläuft auf dem flachen Teller doch ordentlich. Das ist das Schöne am Kochen: Man lernt nie aus!

Fazit: Das Kompott ist wirklich super gelungen und schmeckt hervorragend. Die Nockerln ebenso, leider haben sie die Form nicht so gut gehalten, aber das hatte dankenswerterweise nur optische Auswirkungen. Kompottliebhaberinnen und -liebhaber sollten dieses Rezept auf jeden Fall ausprobieren.