Die Porree-Pfanne macht sich sehr gut mit knackigem Salat. © Bohmann

 

Wiener Marktküche: Porree-Pfanne

Der Winter ist nicht jedermanns Lieblingsjahreszeit. Allerdings kann man eines nicht leugnen: In Sachen Gemüse tut sich überraschend viel. Das zeigt dieses Porree-Rezept von DIE UMWELTBERATUNG.

Kälte, Schnee, wenig Sonne: Man kann dem Winter so einiges vorwerfen. Eines aber nicht: dass es kein gutes Gemüse gibt. Besonders auf den Wiener Märkten kann man einiges an herrlichem Wintergemüse bewundern. Neben Rüben, Grünkohl oder Pastinaken sticht uns vor allem eine Schönheit ins Auge: der Porree.

Wie Zwiebel und Knoblauch zählt auch der Porree zu den Lauchgewächsen. Die grün-weißen Stangen stehen schon seit Jahrhunderten auf den Speiseplänen. Man munkelt, sie hätten schon im alten Ägypten beim Bau der Pyramiden für Stärkung gesorgt. Gesundheitlich hat der Porree viel zu bieten. Neben Vitamin C, Vitamin K, Eisen, Kalzium und Magnesium ist er auch reich an schwefelhaltigen ätherischen Ölen. Die fördern vor allem die Verdauung. Die Antioxidantien im Porree schützen unsere Zellen und geben uns einen ordentlichen Schub gegen Erkältungen aller Art.

 

Den besten Porree finden Sie auf den Wiener Märkten. Für die hohe Qualität sorgen nicht zuletzt die Kontrollen des Marktamts. Pro Jahr zieht das Marktamt rund 500 Obst- und Gemüseproben und lässt diese in einem Labor auf Pestizidrückstände, Schwermetalle, Mykotoxine, Nitrate und Nitrite prüfen. Das Team prüft nicht nur Porree. Alle Lebensmittel, die auf dem Tisch der Konsumentinnen und Konsumenten landen, werden kontrolliert.

„Achten Sie beim Kauf von Porree auf den weißen Keil der Stange, denn dieser verrät den Frischegrad des Gemüses. Je länger dieser ist, desto besser ist die Qualität. Ein frischer Porree hat außerdem knackige und feste Blattspitzen sowie eine glänzende Oberfläche. Lagern Sie die frischen Stangen mit den Wurzeln im Kühlschrank. Für eine längere Haltbarkeit empfiehlt sich, den Porree in ein feuchtes Tuch zu wickeln“, sagt Marktamtsdirektor Andreas Kutheil. „Achten Sie darauf, dass Sie ihn nicht in der Nähe von Äpfeln und Birnen lagern, da Äpfel den Reifeprozess anregen und Birnen schnell intensive Fremdgerüche annehmen. Das Gemüse schmeckt sowohl gekocht, geschmort oder gebraten, die meisten Vitamine enthält er allerdings, wenn er nur kurz erhitzt wird.“

Mit einem Sackerl voller Porree machen wir uns auf den Weg in die heimische Küche. Heute gehen wir es mit dem Gemüse ganz entspannt an und kochen ein einfaches Rezept. Da wir auch noch altes Brot haben, das weg muss, kredenzen wir zu Mittag eine Porree-Pfanne. Das Rezept dazu haben wir von DIE UMWELTBERATUNG.

Zutaten

  • 30 dag Porree
  • 1 Zwiebel
  • 20 dag altes Brot
  • 4 dag Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 Eier
  • 200 ml Milch
  • Muskat
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Zuerst schneiden wir Porree, Zwiebel und Brot in feine Streifen. Jetzt sieht man richtig schön, wie gut der Porree vom Markt ist. Saftig, frisch, mit einer tollen Farbe: perfekt!

Wenn wir mit dem Schneiden fertig sind, teilen wir Gemüse und Brot auf zwei Pfannen auf. In der einen brutzeln Porree und Zwiebel in 1 dag Butter, in der anderen das Brot in 3 dag Butter. Das Brot sollte man zuerst zustellen, denn das kann ruhig ein bisschen länger braten. Der Porree soll nur ganz kurz dünsten, dann geben wir gleich den Knoblauch hinzu und eine Minute später ist das auch schon genug.

Jetzt geben wir das Brot zum Gemüse hinzu und mischen es kräftig unter. Dann quirlen wir die Eier und vermischen diese mit der Milch. Die Flüssigkeit wird mit den Gewürzen abgemischt, dann gießen wir auch diese in die Pfanne.

Unter ständigem Rühren lassen wir das Milch-Ei-Gemisch stocken. Wir achten darauf, es nicht zu lange zu kochen, da wir eine cremige und fluffige Pfanne wünschen. Dann wandert unser Gericht auch schon auf den Teller und wird mit frischem Salat serviert.

Fazit: Restlessen ist und bleibt ein Klassiker. Mit diesem Rezept retten wir nicht nur das alte Brot, wir sorgen mit dem Porree auch gleich für jede Menge Nährstoffe. Ein simples und schmackhaftes Essen, wie es unsere Omas einst gezaubert haben. Empfehlenswert!