Frisch aus dem Ofen duften die ätherischen Öle der Pastinake immer noch herrlich. © Bohmann

 

Wiener Marktküche: Pastinakengratin

Die Pastinake ist ein oft unterschätztes Gemüse und viel zu schade dafür, nur in der Suppe zum Einsatz zu kommen. CLUB WIEN hat ein Rezept von DIE UMWELTBERATUNG, in dem das gesunde Gemüse gut zur Geltung kommt: Pastinakengratin.

Auch unter den Gemüsen gibt es welche, die nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Die Pastinake zählt für uns definitiv dazu. Gerade hierzulande kommt sie oft nicht über den Status eines Suppengemüses hinaus. Woran das liegt, ist schwer zu sagen. Vielleicht stiehlt ihr die sehr ähnliche Karotte die Show? Das ist nicht überall so. In Ländern wie Großbritannien, Frankreich oder den USA erfreut sich die Pastinake großer Beliebtheit.

Und das ist auch gut so. Die Pastinake enthält viele Vitamine wie Vitamin B, Vitamin C und Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor. Darum steht sie auch schon seit Jahrhunderten auf den Speiseplänen von Europa bis Asien. Nicht umsonst war die Pastinake in früheren Zeiten ein wichtiges Grundnahrungsmittel, denn das Wurzelgemüse enthält viele Kohlenhydrate wie Zucker und Stärke und sättigt somit sehr lange.

Das Chanel No. 5 unter den Gemüsen

Doch besonders toll finden wir, wie gut sie riecht. Ernsthaft: Wenn Sie mal wieder eine Pastinake in die Finger bekommen, schnuppern Sie daran! Es gibt kein besser duftendes Wurzelwerk. Verantwortlich dafür sind ätherische Öle, die der Pastinake auch den typischen Geschmack verleihen und obendrein noch antibakterielle Wirkung haben.

 

Sie haben jetzt Lust auf eine Pastinake? Dann ab zum Wiener Markt Ihrer Wahl. Dort bekommen Sie beste und frische Ware. Dafür sorgen auch die zuverlässigen Kontrollen des Marktamts. Pro Jahr zieht das Marktamt rund 500 Obst- und Gemüseproben und lässt diese in einem Labor auf Pestizidrückstände, Schwermetalle, Mykotoxine, Nitrat und Nitrit prüfen. Nicht nur Pastinaken, alle Lebensmittel, die auf den Tischen der Wienerinnen und Wiener landen, werden vom Team geprüft.

„Achten Sie beim Einkauf darauf, kleine Pastinaken auszuwählen, denn diese sind besonders zart, große Pastinaken werden hingegen beim Kochen schnell faserig und holzig. Außerdem ist wichtig, dass die Schale des Wurzelgemüses unversehrt ist, denn eine matte und runzlige Haut weist meist auf eine falsche Lagerung hin, die den Geschmack verändert. Wenn Sie eine grüne Pastinake sehen - dann greifen Sie zu, denn das ist ein wichtiges Frischemerkmal. Lagern Sie das Gemüse am besten im Gemüsefach des Kühlschranks, und zwar ungewaschen und ohne Verpackung“, sagt Marktamtsdirektor Andreas Kutheil.

Wir werden heute mit der Pastinake ein tolles Gratin zaubern. Das Rezept dazu stammt von DIE UMWELTBERATUNG.

Zutaten

  • 4 Pastinaken
  • 25 dag Karotten
  • 75 dag Erdäpfel
  • 1/4 l Sauerrahm
  • 10 dag Crème fraîche
  • etwas Milch
  • 4 EL süßer Senf
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Kräutersalz
  • Pfeffer
  • 1 TL Senfkörner
  • 1/ 8 l Gemüsebrühe
  • 10 dag geriebener Emmentaler

Zubereitung

Putzen, schälen, in dünne Scheiben schneiden. Keine Überraschung: Das sind die ersten drei Schritte dieses Rezepts. Konkret bereiten wir so Pastinaken, Karotten und Kartoffeln für die befettete Auflaufform vor. In der schichten wir diese ganz nach Lust und Laune.

Jetzt mischen wir unsere Sauce. Dazu kombinieren wir Sauerrahm, Crème fraîche, Milch, Senf, Muskatnuss, Kräutersalz, Pfeffer, Senfkörner und Gemüsebrühe. Wir verrühren das Gemisch ordentlich und gießen es anschließend gleichmäßig über unser Gratin in spe. Achtung: Es sollte nicht superflüssig werden, sonst schwimmt am Ende alles am Boden. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl mehr als den Zahlen.

Im vorgeheizten Backrohr, 200 Grad bitte sehr, backen wir das Gratin 30 Minuten lang. Dann holen wir es behutsam raus und verteilen unseren Emmentaler gleichmäßig darüber. Sie können natürlich jeden Käse nehmen, den Sie mögen. Wir backen das Ganze noch einmal rund zehn Minuten oder bis der Käse schön goldbraun und appetitlich ist. Jetzt kommt der schönste Teil: Aufessen!

Fazit: Ein bisschen schnippeln, ein bisschen backen und fertig ist ein ebenso herzhaftes wie gesundes Mahl, das unserem Körper all die Nährstoffe gibt, nach denen er sich gerade in den Wintermonaten sehnt. Das Gratin ist ein Gewinner und gelingt eigentlich immer, weshalb wir es Ihnen gerne weiterempfehlen.