Mit der Krautsuppe kommen wir gestärkt durch die Wintermonate. © Bohmann

 

Wiener Marktküche: Krautsuppe

Es gibt nicht viele Lebensmittel, die gesünder sind als Kraut. Gut also, dass die Wintermonate Krautzeit sind, denn das Gemüse hilft uns dabei, gesund zu bleiben. Ganz nebenbei schmeckt es auch noch ganz wunderbar, etwa in dieser einfachen Krautsuppe.

Schon im Mittelalter war Kraut ein absolutes Grundnahrungsmittel in den Wintermonaten. Damals wie heute unterstützt es als absolute Vitaminbombe unser Immunsystem. Kraut zählt zur Familie der Kreuzblütler und wird im deutschsprachigen Raum auch Kohl genannt. Unterschieden wird dabei zwischen Rot- und Weißkraut, wobei auch Sauerkraut äußerst beliebt ist.

Kraut hat so gut wie keine Kalorien, sättigt aber sehr lange und nachhaltig. Verantwortlich dafür sind die Ballaststoffe. Ein Krautkopf ist also auch für Diäten perfekt geeignet. Er ist außerdem reich an Vitamin C, Vitamin E, Folsäure und Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium. Doch auch die im Kraut enthaltenen Glukosinolate können wahre Wunder bewirken, denn sie können etwa das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen senken, unser Immunsystem positiv beeinflussen und gegen Bakterien wirken.

Die Vitaminbombe auf den Märkten

Wir holen unser Kraut immer von einem der Wiener Märkte. Dort gibt’s frische regionale Ware, bei der man einfach schon beim Einkaufen ein gutes Gefühl hat. Egal ob Vorgartenmarkt, Brunnenmarkt oder Viktor-Adler-Markt: Hochwertiges und nachhaltig angebautes Kraut können Sie auf allen Wiener Märkten finden. Mitverantwortlich für die stets hohe Qualität sind die Kontrollen des Marktamts. Pro Jahr zieht das Marktamt rund 500 Obst- und Gemüseproben und lässt diese in einem Labor auf Pestizidrückstände, Schwermetalle, Mykotoxine, Nitrat und Nitrit prüfen. Die Profis prüfen natürlich nicht nur Kraut. Alle Lebensmittel, die auf den Tischen der Wienerinnen und Wiener landen, werden kontrolliert.

 

"Kraut eignet sich für die unterschiedlichsten Speisen wie etwa Suppen, Rouladen, Salate oder auch als Rohkost. Beim Verarbeiten der Krautköpfe achten Sie darauf, sie außen gründlich zu waschen und die äußeren Blätter zu entfernen. Die inneren Blätter liegen so nah beieinander, dass sich eigentlich kein Schmutz ablagern kann. Für eine längere Haltbarkeit empfiehlt es sich, das Gemüse in einem kühlen und dunklen Keller zu lagern. Aber auch im Gemüsefach im Kühlschrank kann es bis zu drei Wochen problemlos gelagert werden", sagt Marktamtsdirektor Andreas Kutheil.

Mit unserem Weißkraut machen wir heute eines unserer liebsten Rezepte: Krautsuppe. Es stammt übrigens von DIE UMWELTBERATUNG.

Zutaten

  • Weißkraut
  • Pflanzenöl
  • Gemüse- oder Rindsuppe
  • Kümmel
  • Salz
  • Lorbeerblatt
  • Wacholderbeeren
  • 4 Erdäpfel
  • 2 bis 3 Paradeiser
  • etwas Sauerrahm oder Schlagobers
  • 1 EL gehackte Kräuter

Zubereitung

Und so einfach geht’s: Zuerst zücken wir ein scharfes Messer und schneiden damit unseren Krautkopf schön fein auf. Dicke Stücke wollen wir vermeiden, denn die erhöhen nicht nur die Kochzeit, sie stören auch beim Verzehr.

Das Kraut wird gnadenlos in Öl angeröstet, bis es eine schöne Farbe hat und in sich zusammenfällt. Jetzt gießen wir das Ganze mit der vorbereiteten Suppe auf, ein Suppenwürfel tut es unserer Meinung nach auch, und geben Kümmel, Salz, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren dazu.

Das darf jetzt gerne ein bisschen vor sich hin köcheln. Wir nutzen die Zeit und schälen die Erdäpfel. Dann schneiden wir sie klein, reiben wäre auch eine Option, und geben sie zur Suppe. Geschälte, entkernte und gewürfelte Paradeiser dazugeben und mitköcheln lassen.

Die Suppe kocht jetzt, bis die Erdäpfelstücke schön weich sind und das Kraut durch ist. Bei sparsamer Flamme und je nach Erdäpfelgröße dauert das eine halbe bis eine dreiviertel Stunde. Zum Schluss noch etwas Sauerrahm oder Schlagobers und frische gehackte Kräuter dazugeben und servieren.

Fazit: Also wir fühlen uns nach dem Genuss schon viel gesünder. Dass man Geschmack, Vitamine und einen Schub für das Immunsystem in einem simplen und schnellen Rezept vereinen kann, beweist diese Suppe anstandslos. So können die restlichen Wintermonate gerne kommen!