Tut gut und schmeckt gut: Ein wenig Curry gibt dem Karfiol das gewisse Etwas. © Bohmann

 

Wiener Marktküche: Karfiol-Curry

Karfiol ist ein absolutes Superfood und sollte im Mai reichlich konsumiert werden. Nach einem Rezept von DIE UMWELTBERATUNG geben wir dem Gemüse einen indischen Touch.

Gesünder wird’s nimmer: Der Karfiol zählt zu den gesündesten Gemüsesorten schlechthin. Das sprossenartige Gewächs zeichnet sich durch seinen hohen Anteil an Vitamin C sowie Kalium aus und besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Natürlich enthält es auch andere Vitamine und Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Phosphor. Seinen würzigen Geschmack hat der Karfiol dem enthaltenen Senföl zu verdanken. Dank seines hohen Anteils an Chrom eignet sich Blumenkohl perfekt für Diätpläne.

Kein Wunder also, dass man im Mai auf den Wiener Märkten viel Karfiol in den Einkaufssackerln sehen kann. Gelegentlich werden diese begleitet von eher unglücklich aussehenden Kindern, die den Karfiol noch nicht so zu schätzen wissen. Aber das wird schon noch. Auch wir konnten dem weißen Gemüse in der Kindheit nicht viel abgewinnen, heute sind wir aber riesige Fans. Wie ganz Europa. Der Karfiol, in Vorarlberg und Deutschland nennt man ihn Blumenkohl, kommt ursprünglich aus Kleinasien. Bei uns hat er sich aber schnell durchgesetzt und ist seit dem 16. Jahrhundert fixer Teil des Speiseplans.

Den besten Karfiol Wiens findet man natürlich auf den Wiener Märkten. Auch wir haben dort ein Prachtexemplar gefunden. Die Kontrollen durch das Marktamt sorgen dafür, dass man bedenkenlos zugreifen kann. Pro Jahr zieht das Marktamt rund 500 Obst- und Gemüseproben und lässt diese in einem Labor auf Pestizidrückstände, Schwermetalle, Mykotoxine, Nitrat und Nitrit prüfen. Das Team prüft nicht nur Karfiol. Alle Lebensmittel, die auf den Tischen der Konsumentinnen und Konsumenten landen, werden kontrolliert.

 

Doch worauf kommt es an beim Karfiol? "Achten Sie beim Kauf von Karfiol darauf, dass er dichte Blätter aufweist und die Röschen voll und prall aussehen. Frischer Karfiol verströmt außerdem einen frischen Duft. Ein weiteres Indiz für seine Frische ist, dass die Röschen dicht beieinander sind und sich kaum auseinanderbiegen lassen. Sollten Sie schwarze Punkte oder einen dumpfen Geruch bemerken, ist vom Kauf abzuraten. Für eine optimale Lagerung entfernen Sie die Blätter und legen das Gemüse in den Kühlschrank. Dort kann er bis zu vier Tage gelagert werden. Karfiol kann man natürlich auch einfrieren, jedoch ist wichtig, ihn davor in Röschen zu teilen", erklärt Marktamtsdirektor Andreas Kutheil.

Wir haben für unseren Karfiol ein einfaches und leckeres Rezept bei DIE UMWELTBERATUNG gefunden. Damit geben wir dem Gemüse ein indisches Aroma. Curry ist angesagt!

Zutaten

  • 1 kleiner Karfiol

  • 1 Zwiebel

  • 1 Knoblauchzehe

  • 2 TL Currypulver

  • 1/2 TL Paprikapulver

  • Salz

  • 6 Paradeiser

  • 200 ml Gemüsesuppe

  • 125 g Joghurt

  • 1 TL Speisestärke

  • 2 EL Rosinen

  • 2 EL Olivenöl

Zubereitung

Wir beginnen damit, den Karfiol zu waschen und in kleine Röschen zu zerteilen. Das ist ein bisschen schade, weil er so fesch ausschaut, aber leider unvermeidbar.

In einem Topf erhitzen wir Olivenöl und braten darin die klein gehackte Zwiebel sowie den Knoblauch an. Schön durchsichtig soll der Zwiebel werden. Jetzt kommen die Gewürze ins Spiel: Salz, Paprika- und Currypulver wandern in den Topf, dann geben wir auch gleich den Karfiol dazu.

Den schwitzen wir nur ganz kurz an und löschen das Gemüse dann mit der Suppe ab. Wir geben die klein geschnittenen Paradeiser sowie die Rosinen dazu und dünsten alles zusammen, bis der Karfiol schön weich ist. Wenn er sich leicht mit einer Gabel aufspießen lässt, dann passt das.

Während unser Curry köchelt, mischen wir Joghurt und Speisestärke. Ist der Karfiol weich, heben wir das unter und köcheln das Curry noch kurz weiter. So geben wir dem Gericht eine schön cremige Konsistenz. Zum Abschluss schmecken wir mit Salz ab und servieren mit Reis.

Fazit: Ein schnelles und vor allem sehr gesundes Gericht, das noch dazu gut schmeckt. Das Currypulver gibt dem Karfiol aber auf jeden Fall einen ordentlichen Pfiff. So schmeckt das Superfood gleich noch besser. Empfehlenswert!