Der neue X-Wagen FeliX. © Wiener Linien/Robert Peres

 

Wiener Linien stellen die Weichen für die Zukunft

Ab 2022 ist der erste Zug der neuen U-Bahn-Generation "X-Wagen" mit dem Namen "FeliX" auf den Linien U1 bis U4 unterwegs. Ende Mai startet das U2-Update als Basis für die neue U5.

Die Zukunft der Öffis ist noch komfortabler: Ab 2026 wird dort, wo heute die U2 fährt, die U5 als erste vollautomatische Linie unterwegs sein. Der Grundstein dafür ist bereits gelegt. Eingesetzt wird eine komplett neue Generation der U-Bahn: der X-Wagen. Die erste Garnitur wird derzeit auf Herz und Nieren getestet. Öffi-Stadtrat Peter Hanke stellt fest: "Der X-Wagen ist nicht nur komfortabel, sicher und barrierefrei, sondern er sichert als ‚echter Wiener‘ – produziert im Siemens-Werk in Simmering – auch mehr als 100 Arbeitsplätze in Wien." Mehrere Tausend Testkilometer an über 250 Tagen muss der Zug absolvieren, bevor er ab 2022 zunächst auf den Linien U1 und U4 fahren darf. Ende 2021 liefert Siemens bereits den nächsten U-Bahn-Zug, bis zum Jahr 2030 werden es insgesamt 34 Züge sein.

Start für U5-Teilstrecke

Ende Mai beginnen auch die Arbeiten an der neuen U5- Teilstrecke zwischen Karlsplatz und Frankhplatz. Diese soll 2026 in Betrieb gehen. Dafür wird die bestehende U2-Trasse zwischen Rathaus und Karlsplatz umfassend modernisiert und für den vollautomatischen Betrieb vorbereitet. Weiters werden in den vier Stationen Glaswände mit insgesamt 144 Bahnsteigtüren errichtet. Das macht den Betrieb verlässlicher. Aufzüge und taktile Leitsysteme werden erneuert. Für die Arbeiten ist eine Sperre der Strecke nötig. Die U2 fährt daher von Ende Mai bis Herbst 2023 nur zwischen Seestadt und Schottentor. Die Fahrgäste können auf andere Linien ausweichen. So wird die U1 zu den Hauptverkehrszeiten verstärkt und auch die U3 und U4 sorgen für schnelle Verbindungen. Außerdem fährt am Ring die zusätzliche Straßenbahnlinie U2Z. Die U2 bekommt ab Schottentor einen neuen Streckentunnel, die Station Rathaus wird Umstiegsknotenpunkt zur Linie U5.

28. bis 30. Mai: Teilsperre der U2

Von 28. bis 30. Mai stellen die Wiener Linien die U2 auf den Betrieb zwischen Seestadt und Schottentor um. Die Strecke Praterstern bis Schottentor muss dafür gesperrt werden. Ersatzweise fährt die Straßenbahnlinie U2Z zwischen Praterstern und Karlsplatz bzw. können die Linien U1, U3, U4, D, 1, 2 und 71 benützt werden.

"Mit dem Bau der U5 und der Verlängerung der U2 setzt Wien weitere Meilensteine im Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Dieses Infrastrukturprojekt ist Wiens größtes Klimaschutzprojekt. Mit dem möglichen Umstieg vom Auto auf die Öffis können 75.000 Tonnen CO2 vermieden werden. Die neuen Strecken ergänzen das dichte öffentliche Verkehrsnetz und bieten Platz für weitere 300 Millionen Fahrgäste. Der U-Bahn-Bau ist aber nur ein Projekt von vielen. Wir planen grenzüberschreitende Straßenbahnlinien, ein dichteres Autobusnetz und beteiligen uns an Park & Ride-Anlagen im Süden Wiens. Der Ausbau der Öffis stärkt den Wirtschaftsstandort Wien und sichert Arbeitsplätze. So werden etwa die neuen U-Bahn-Garnituren und die neuen Züge der Badner Bahn in Wien produziert", so Bürgermeister Michael Ludwig.

 

U1-Stationen in neuem Glanz

"Zug fährt ab", heißt es seit bald 40 Jahren in der Station Alte Donau. Um die Station zukunftsfit zu machen, starten die Wiener Linien mit Modernisierungsarbeiten: Bahnsteige und Decken werden erneuert, die Beleuchtung wird mit moderner Technik ausgestattet. Vier größere, gläserne und schnellere Aufzüge ersetzen die bisherigen Modelle.
Achtung: Zwischen 15. Mai und 29. August hält die U1 Richtung Leopoldau in der Station Alte Donau nicht. Von 30. August bis 12. Dezember wechseln die Arbeiten auf den anderen Bahnsteig. Dann fährt die U1 in Richtung Oberlaa durch. Fahrgäste können jeweils eine Station weiterfahren und dann zurück zur Station Alte Donau. Im Jahr 2022 wird die Station Kaisermühlen modernisiert.

Bequemer pendeln

Pendeln mit der Badner Bahn wird künftig noch attraktiver: Neben dichteren Takten und längeren Betriebszeiten sowie neuen Stationen sind ab Ende 2021 neue, bequemere Fahrzeuge im Einsatz. Die Züge sind klimatisiert und videoüberwacht. Sie bieten mehr Platz für Kinderwagen und RollstuhlfahrerInnen, die per Klapprampe barrierefrei zusteigen können. Insgesamt können 160 Fahrgäste befördert werden. Es gibt WLAN sowie Steckdosen an Bord. Alle Fahrzeuge sind mit energiesparender LED-Beleuchtung und einem modernen Fahrgastinformationssystem ausgestattet. Ein weiteres Plus: Neue Fahrzeugtechnik spart Energie. Doppelverglaste Fenster schützen vor Hitze und speichern im Winter die Wärme.