Die Wiener Bäder, hier das Kongressbad, warten auf Ihren Besuch. © Bohmann/Radim Vrska

 

Wiener Bäder öffnen wieder

Mit leichter Verspätung beginnt am 29. Mai die Badesaison. Die Wiener Bäder bieten Spaß und kühles Nass in gewohnter Qualität und auch Naturbadeplätze locken. Ein paar Dinge gibt es aufgrund der Corona-Krise allerdings zu beachten.

Es hat ein wenig länger gedauert als normal, doch jetzt ist es so weit: Wir können die Schwimmflügerl endlich aus dem Schrank holen. Die Wiener Bäder öffnen am 29. Mai ihre Pforten und läuten damit offiziell den Countdown zum Wiener Sommer ein. Viel Bewegung und frische Luft sind für unser Immunsystem wichtig und die Wiener Bäder sind der perfekte Ort, um Sonne zu tanken.

Neue Regeln für mehr Sicherheit

Damit der Badespaß auch sicher ist, wird es eine maximale Anzahl an Badegästen und eine maximale Anzahl an gleichzeitig badenden Personen geben. Auch ist der Mindestabstand einzuhalten. Sowohl in der Schlange an der Kassa als auch zwischen den Liegestühlen und natürlich auch im Becken sowie am Beckenrand ist ein Meter Mindestabstand Pflicht. Bei der Einhaltung sind wir alle in der Eigenverantwortung, da es nicht für jede Besucherin und jeden Besucher eine Aufsichtsperson geben kann.

Weitere wichtige Regelungen:

  • Kinder unter zehn Jahren werden dieses Jahr die Wiener Bäder nur in Begleitung Erwachsener besuchen können.
  • Bäderpersonal wird auf die Sicherheit und den nötigen Abstand achten, die Gäste werden entsprechend informiert.
  • Gäste können Sportarten, die von der Bundesregierung zugelassen sind, wie zum Beispiel Volleyball, Tennis oder Minigolf, vor Ort ausüben.
  • In sämtlichen Innenräumen gilt die Maskenpflicht.

Auch bei den Eintrittspreisen gibt es Neuerungen. Kleinkinder bis zu sechs Jahren kommen gratis rein, Kinder zwischen sieben und 14 Jahren zahlen einen Euro, Jugendliche, Saisongäste, Menschen mit Bäderlegitimationskarte und Seniorinnen und Senioren zwei Euro und Erwachsene drei Euro. Die runden Beträge sollen dazu beitragen, dass weniger Wechselgeld benötigt wird.

Auch die Hallenbäder mit Freibereich, Hütteldorf und Brigittenau, öffnen am 29. Mai. Am 16. Juni folgt das Hallenbad Floridsdorf.

Saunen und alle übrigen Hallenbäder bleiben vorerst geschlossen, Erlebnisangebote und Rutschen werden noch geprüft. Das Team der Wiener Bäder evaluiert die Situation laufend.

 

Auch Naturbadeplätze warten

Sonne und frische Luft gibt es nicht nur in den Wiener Bädern. Auch die Naturbadeplätze locken Erfrischungswillige. In Wien laden besonders die Alte und Neue Donau sowie die Gewässer in der Lobau wie Mühlwasser, Dechant- und Panozzalacke zu einem naturverbundenen Badeerlebnis ein. Das Abstandhalten fällt hier wahrscheinlich sogar etwas leichter, allerdings ist die Eigenverantwortung auch größer, da es keinen Badewart gibt.

Bei Naturgewässern sollte man sich zuerst damit vertraut machen, ob Baden überhaupt erlaubt ist. Dann sollte man über die Beschaffenheit des Gewässers Bescheid wissen. Im Schwimmbad sieht man, wie tief das Becken ist. Das ist bei einem Naturgewässer nicht so. Ganz wichtig ist, sich nicht zu überschätzen. Zu weite Schwimmstrecken, Alkohol und Sprünge ins Wasser sind die häufigsten Problem- und Verletzungsquellen. Außerdem muss man Seglerinnen und Segler, Surferinnen und Surfer sowie Boote ständig im Auge haben.

Rücksicht auf Natur

Keine Sorge bereitet das Wasserschlucken, da die Wasserqualität in den Wiener Gewässern durch die Bank hervorragend ist. Auch die Pflanzen im Wasser sind harmlos und sorgen sogar durch ihren natürlichen Filtermechanismus für die gute Wasserqualität. Damit die Naturbadeplätze ihre Attraktivität behalten, ist Rücksicht auf die Natur Pflicht. Sie wird am besten geschützt und geschont, wenn man den Mist, den man macht, fachgerecht entsorgt und nicht einfach auf der Wiese liegen lässt. Diese Regel gilt überall und nicht nur in Badebereichen. Offenes Feuer ist ebenso tabu wie das Abbrechen von Vegetation und das Stören der Tierwelt.

Generell werden die Naturbadebereiche in Wien direkt von der Stadt Wien betreut. Es kommt aber darauf an, wer wo Grundstückseigentümerin beziehungsweise -eigentümer ist. MA 42, MA 45 und MA 49 pflegen Gewässer und Gewässeruferbereiche in Wien.

Weitere Informationen zu den Regeln in Naturbadebereichen sowie zu den Gewässern und Flüssen in Wien findet man auf www.gewaesser.wien.at.