Von der Paulinenwarte im 18. Bezirk genießt man einen schönen Blick über Wien. © Christian Houdek/PID

 

Was für eine Aussicht!

Wien und seine Umgebung haben viel zu bieten. Den besten Überblick bekommt man von Wiens Aussichtswarten. CLUB WIEN verrät Ihnen, wo die gut versteckten Warten mit atemberaubendem Ausblick zu finden sind.

Kaum eine Großstadt hat so viel Natur zu bieten wie Wien. Knapp die Hälfte der Stadt ist Grünraum. Neben unzähligen Grünflächen gibt es viele Wälder, Weinberge und Naturschutzgebiete, die sich hervorragend zum Wandern eignen. Diese Pracht zeigt sich auch anhand eines dichten Netzes von Wanderwegen, das auch über die Stadtgrenze hinaus von der Abteilung Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) gehegt und gepflegt wird. Die gut beschilderten Wanderwege sind problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Für eine Verschnaufpause der besonderen Art sorgen die Wiener Aussichtswarten. Neben idyllischer Naturkulisse wird man von weit oben mit einem traumhaften Ausblick auf das herbstliche Wien belohnt. Wo Sie die schönsten Warten finden, zeigt CLUB WIEN Ihnen hier.

Paulinenwarte

In Wien gibt es viele bekannte Aussichtspunkte, die Paulinenwarte im 18. Bezirk gilt eher als Geheimtipp. Von einer Aussichtshöhe von knapp 14 Metern bietet sich bei klarem Wetter ein erstaunlicher Rundblick über Wien. Und romantisch ist dieser Ziegelbau im Cottage-Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts allemal. Die Dachkonstruktion, mit der sich eine Gesamthöhe von fast 25 Metern ergibt, erinnert ein wenig an ein kleines Schlösschen. Ein schöner Ort für alle, die eine Aussicht von oben erleben möchten. Ursprünglich hatte der Turm eine Doppelfunktion. Er diente auch als Wasserspeicher. Über ein Leitungssystem wurden so sämtliche Brunnen und Wasserstellen im Park versorgt. Den Blechtank im unteren Teil des Turms gibt es noch immer. Geöffnet ist der Aussichtsturm von April bis September an jeweils einem Wochenende im Monat, Samstag von 12 bis 18 Uhr und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Zu erreichen ist die Warte mit den Buslinien 10A und 40A bis Dänenstraße und weiter zu Fuß durch den Türkenschanzpark.

Jubiläumswarte

Mit ihren 31 Metern Höhe gehört die Jubiläumswarte zu den höchsten Aussichtswarten Wiens. Sie befindet sich auf dem Gallitzinberg im 16. Bezirk am westlichen Stadtrand von Wien und liegt auf einer Seehöhe von 449 Metern. Auf der Aussichtsterrasse hat man einen guten Rundumblick nach Westen über den angrenzenden Wienerwald und nach Osten über das Wiener Stadtgebiet. Die Stiege auf die Aussichtsterrasse ist 90 Zentimeter breit und verfügt über 183 Stufen. Die Warte besteht aus einer Stahlbetonkonstruktion und hebt sich dadurch deutlich von den anderen Warten ab.

Zu erreichen ist die Warte mit der Buslinie 52B von der Haltestelle "Jubiläumswarte" oder "Siedlung Kordon" aus oder mit den Linien 46A und 46B. Nach 20 Minuten Fußweg erreichen Sie die Warte. Mit dem Rad oder zu Fuß kann die Warte auf Fahr- und Wanderwegen vom Schottenhof und vom Heuberg erreicht werden. Mit dem Pkw erreicht man die Warte über die Johann-Staud-Straße und den Pelzer Rennweg.

 

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Stephaniewarte

Nicht ohne Grund heißt es, dass der Ausblick von der Stephaniewarte der schönste von ganz Wien sei. Denn fast 300 Meter über der Donau gelegen, hat man von der Warte aus eine herrliche Aussicht über das Wiener Becken, die Hügel des Wienerwalds und das Donautal. Wenn das Wetter es zulässt, kann man im Osten das Leithagebirge sehen und im Südwesten den rund 70 Kilometer entfernten Schneeberg, Wiens am nächsten gelegener Zweitausender. Mit einer Höhe von 22 Metern und einer Aussichtsplattform von etwa 60 Quadratmetern bietet die Warte Besucherinnen und Besuchern eine herrliche Aussicht über ganz Wien.

Zu erreichen ist die Warte im 19. Bezirk mit der Buslinie 38A. Einfach bis zur Endstation fahren und von dort aus gelangt man zu Fuß in fünf Minuten zur Stephaniewarte. Ein Ausflugstipp: Die Stephaniewarte ist im Wiener Stadtwanderweg 1 - Kahlenberg integriert.

Habsburgwarte

Die Habsburgwarte im 19. Bezirk wurde anlässlich des 40-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. 1888 vom Österreichischen Touristenklub gestiftet und ein Jahr später, 1889, eröffnet. Sie ist 27 Meter hoch und hat die Form eines mittelalterlichen Wehrturms. Für das äußere Erscheinungsbild ist der österreichische Architekt Franz von Neumann verantwortlich. Zu finden ist sie auf dem 542 Meter hohen Hermannskogel in Wien. Der Hermannskogel mit der Warte ist der höchste Punkt von Wien und ein beliebtes Freizeitziel für Familien, Wanderlustige und Mountainbikerinnen und -biker. Die Warte ermöglicht bei schönem Wetter beste Fernsicht bis zum Schneeberg.

Zu erreichen ist die Warte mit der Buslinie 39A. Von deren Endstation in Sievering geht man zu Fuß weiter zur Warte. Wer mit dem Auto kommt, kann auf der Höhenstraße beim Parkplatz vom "Grüaß di a Gott-Wirt" parken und über den Hermannskogelweg in ungefähr 30 Minuten zu Fuß zur Warte gehen.

Hubertuswarte

Die Hubertuswarte im 13. Bezirk befindet sich auf 508 Metern Seehöhe am Kaltbründlberg im Lainzer Tiergarten. Sie wurde nach dem heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jagd, benannt. Die Aussichtsplattform auf 20 Metern Höhe erreicht man über eine innenliegende halbrunde Betonstiege mit 122 Stufen. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick über den Tiergarten. Dass die Warte mehr einem Turm als einer herkömmlichen Aussichtswarte ähnelt, geht auf ihren Entstehungsnutzen zurück. Während des Ersten Weltkrieges wurde auf dem Kaltbründlberg, dem höchsten Berg von Hietzing, ein militärischer Beobachtungsturm errichtet. Nach dem Verfall des Turms wurde von den Besucherinnen und Besuchern des Lainzer Tiergartens, der nach dem Krieg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, ein neuer Aussichtsturm gefordert. 1937 wurde die heutige Hubertuswarte in alter Optik errichtet.

Zu erreichen ist die Warte durch eine Wanderung durch den Lainzer Tiergarten. Dieser ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto leicht zu erreichen.