Auch im Anästhesiebereich - von Pflegekräften bis FachärztInnen - wurde das Klinikpersonal aufgestockt. © Bohmann/Andrew Rinkhy

 

Wien setzt auf Gesundheit

Die Stadt und der Wiener Gesundheitsverbund stellen 120 weitere ÄrztInnen in den Kliniken Wiens an. Zudem wird das Angebot der Coronavirus-Teststraßen ausgeweitet. Lesen Sie hier mehr dazu.

Mehr Kinderärztinnen und -ärzte, Psychiaterinnen und Psychiater, Anästhesistinnen und Anästhesisten sowie Internistinnen und Internisten: "Ganz wichtig ist, dass wir ausreichend und gut ausgebildetes medizinisches Personal in den Kliniken haben. Damit können wir die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung der Wiener Bevölkerungsicherstellen", unterstreichen Gesundheitsstadtrat Peter Hacker sowie Bürgermeister Michael Ludwig.

Zusätzliche Fachkräfte

Die Stadt erreicht das mit mehreren Maßnahmen: So werden ab sofort 120 Ärztinnen und Ärzte zusätzlich in den städtischen Krankenhäusern angestellt. Darüber hinaus sollen weitere 130 Ärztinnen- und Ärzteposten in den nächsten Monaten schrittweise besetzt werden. Hinzu kommen 260 Stellen in vielen weiteren medizinischen Bereichen - unter anderem in der Pflege.

Weitere Ausbildungsplätze

Zudem investiert die Stadt Wien in die Ausbildung - insbesondere im Bereich der Pflege. 2020 finanziert der Wiener Gesundheitsverbund beispielsweise 122 Studienplätze an der Fachhochschule Campus Wien. In den kommenden beiden Jahren werden es 150 sein. An den Studienstandorten Campus Donaustadt, Campus Favoriten und Campus Floridotower stehen 1.080 Plätze für künftige Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger zur Verfügung. Möglich macht das der Schulterschluss von Gemeinde, dem Wiener Gesundheitsverbund und der Ärztekammer. Gemeinsam wurde im ersten halben Jahr analysiert, in welchen medizinischen Fächern und Bereichen das zusätzliche Personal besonders dringend benötigt wird.

 

Corona gemeinsam meistern

Vor allem die ältere Gene- ration hatte als Hochrisikogruppe mit den Einschränkungen aufgrund von COVID-19 die letzten Monate schwer zu kämpfen. Besuche etwa in den Häusern des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) waren anfangs nicht und ab Mai eingeschränkt möglich. Die KWP-PensionistInnenklubs waren geschlossen. "Alle Maßnahmen haben sich ausgezahlt", sagt KWP-Geschäftsführerin Gabriele Graumann. "Wir haben uns an alle Vorgaben des Bunds gehalten und nur wenige Infektionen verzeichnet." Im Sommer wurde versucht, der älteren Generation eine schöne Zeit zu bereiten. Sie konnte sich in den Häusern zum Leben etwa an Gartenkonzerten, Sommerkino sowie Lesungen im Grünen erfreuen. "Kultur konsumieren bedeutet Lebensqualität. Das ist gerade jetzt besonders wichtig", sagt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.

Gratis-Testungen ausgeweitet

Die Coronavirus-Teststraße beim Ernst-Happel-Stadion ermöglicht, unkompliziert zu einem gratis Virus-Check zu kommen. Ursprünglich zeitbegrenzt für Reiserückkehrerinnen und -kehrer aus Kroatien und den Balearen eingerichtet, wurde das Angebot verlängert. Es gilt nun auch für Urlauberinnen und Urlauber aus Nicht-Risikoländern und jene, die zumindest eine viertägige Österreichreise machten, sowie Kontaktpersonen von positiv Getesteten. Es werden nur Personen ohne Symptome getestet. Jene mit Symptomen sollen bitte unbedingt zu Hause bleiben und bei 1450 anrufen.

Schneller zum Test

Symptomfreie Kontaktpersonen kommen rascher zu ihrem Testergebnis, wenn sie einen Pkw besitzen und zur Teststraße fahren. Ohne eigenen Pkw wird wie bisher ein Mobile Home Sampling durch das Rote Kreuz, den Arbeiter-Samariterbund oder die Johanniter zu Hause durchgeführt.

Teststraße geöffnet: täglich 6 bis 21 Uhr