Apps wie der WienBot sind mobil verfügbar und nützliche Begleiter im Alltag. © iStockphoto

 

Wien punktet mit Apps

Neue Technologien bestmöglich nutzen: Das hat sich die Stadt Wien auf die Fahnen geschrieben, wenn es um den Kontakt mit den WienerInnen geht.

Eine langfristige Digitalisierungsstrategie und umgesetzte Projekte mit Vorbildcharakter: Das sind die Voraussetzungen zur Teilnahme am Bewerb ­„Digitalste Stadt“ der deutschen Stiftung „Lebendige Stadt“. Wien überzeugte die Jury mit ­ihren digitalen Services und ­sicherte sich gemeinsam mit Dortmund den 1. Platz.

Schnelle Auskunft

Das Angebot reicht von kostenlosen Apps bis zum Virtuellen Amt. Der „WienBot“ etwa ist eine praktische App für das Smartphone – ideal für alle, die schnell Infor­mationen – etwa zu Kurzpark­zonen – brauchen oder wissen wollen, welcher Mist in welche Tonne gehört. Einfach Frage eintippen oder sprechen, die Antwort kommt prompt auf den Bildschirm.

Störungen melden

Störungen oder Gefahrenquellen melden ist ebenfalls via Smartphone möglich. Einfach die „Sag’s Wien“-App herunterladen und direkt mit der Stadtverwaltung in Kontakt treten. Damit es nicht zu Doppelmeldungen kommt, prüft ein sogenannter „Smart Check“ vor dem Absenden, ob das Problem bei der Stadt ­bereits bekannt ist. 

Wer die gesamte Stadt in der Tasche haben möchte – also unterwegs ­Zugriff auf Stadtplan, WLAN-Hotspots oder Wartezeiten auf den Bezirksämtern braucht –, liegt mit der „Stadt Wien live“-App richtig. Sie versorgt BürgerInnen zudem mit Echtzeit-Informationen, unter anderem zu Wiener ­Linien, Wetter, Veranstaltungen, Zivilschutz und Straßennamen. Von den neuen Tech­nologien profi­tieren auch jene, die sich Amtswege ersparen möchten. Das Virtuelle Amt der Stadt Wien ­ermöglicht, zahlreiche Behördengänge online zu erledigen. Rund 250 elektronische Services stehen derzeit zur Auswahl, darunter die Beantragung eines Parkpickerls. Viele Behörden stellen mittlerweile auch elektronisch zu. Damit erübrigt sich der Weg zum Postamt. Amt­liche Sendungen (RSa oder RSb) können rund um die Uhr online empfangen und nachweislich abgerufen werden. 

Sicherheit hat Vorrang

Bei allem Komfort, den digitale Serviceangebote bieten, stehen der Schutz und die ­Sicherheit der Daten an erster Stelle. Die Stadt Wien hat dazu alle wichtigen IT-Abteilungen in der Magistratsabteilung 01 (AKH, KAV und Verwaltung) zusammengelegt. 1.100 MitarbeiterInnen schützen und sichern Wiens Daten. Neue, inno­vative Serviceangebote, vor allem für die Spitäler und die Verwaltung, werden ebenfalls dort geplant und entwickelt. 

Vorteile für Alle

Auf dem Weg in ein neues Zeitalter will Wien alle mitnehmen. Deshalb wird der Umgang mit neuen Technologien bereits in den Schulen trainiert. Digitale Schulbücher, Tablets und interaktive Tafeln gehören vielerorts zur Standardausrüstung. Online-Kurse ermöglichen eine unkomplizierte Weiterbildung für Erwachsene und sinnvoll eingesetzte Hightech wie im Projekt WAALTeR gibt SeniorInnen mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden. 

So bewertet die Jury Wien.

Neuer Preis

Die Stadt Wien hat erstmals den „Hedy-Lamarr-Preis für innovative Frauen in der IT“ vergeben. Ausgezeichnet wurde Verena Fuchsberger-Staufer von der Universität Salzburg. Die Computerwissenschafterin beschäftigt sich mit der Verschmelzung von Mensch und Technologie und den damit verbundenen Vorteilen und Risiken. Der Preis, benannt nach der Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr, ist mit 10.000 Euro dotiert und soll künftig jährlich an Österreicherinnen gehen, die die digitale Welt entscheidend prägen.