Die Broschüre "Wien in Zahlen 2020" präsentiert faszinierende Daten und Fakten rund um die Bundeshauptstadt. © Stadt Wien/Christian Fürthner

 

Eine Stadt in spannenden Zahlen

Wie hoch ist die Bevölkerungsdichte in Wien? Wie viele Hunde gibt es in der Stadt? Und am wichtigsten: Ist Wien immer noch Österreichs Gurkenhauptstadt? Die neue Broschüre „Wien in Zahlen 2020“ beantwortet diese und viele weitere Fragen.

Das Wichtigste zuerst: Ja, Wien ist nach wie vor die Gurkenhauptstadt Österreichs und produziert 62 Prozent der heimischen Gurken. Ein sehr gute Zeugnis für die hervorragende landwirtschaftliche Arbeit in der Bundeshauptstadt. Doch es kommt noch besser: Mit 62 Prozent der Ernte ist Wien auch die Melanzani-Hauptstadt und führt des Weiteren bei der Ernte von Paradeisern, Petersilie und Salaten. Mahlzeit!

„Wien in Zahlen 2020“ ist ein spannender Einblick in die Zahlen, die das Leben in der Stadt einfangen. Die jährlich erscheinende Broschüre können Sie kostenfrei auf der Homepage der Stadt Wien herunterladen.

Eine Stadt, viele Zahlen

Zum 1. Jänner 2020 lebten in Wien 1.911.191 Menschen. Das sind um 221.196 mehr als noch 2010. Das durchschnittliche jährliche Wachstum beträgt 1,1 Prozent. Kein Wunder, schließlich ist Wien nach wie vor die lebenswerteste Stadt der Welt. Das bestätigten 2019 die Mercer-Studie, der Smart-City-Index und das Ranking der Wirtschaftsbibel Economist.

Wie sieht eigentlich der Durchschnittsmensch in Wien aus? Statistisch gesehen besteht eine 51,2-prozentige Chance, dass es sich dabei um eine Frau handelt. Das Durchschnittsalter beträgt 41 Jahre. Bei der Hochzeit sind Frauen in Wien im Schnitt 30 Jahre alt, im selben Alter bekommen sie ihr erstes Kind. Die Kinder heißen am ehesten Sara, Sophia, Anna, Alexander, David oder Maximilian. Das waren 2019 die beliebtesten Vornamen. 35 Quadratmeter Wohnfläche hat der Durchschnittsmensch für sich alleine, pro Wohnung leben im Schnitt zwei Menschen.

Apropos leben: Die Bevölkerungsdichte Wiens beträgt 4.607 Personen pro Quadratkilometer. Die geringste Dichte gibt’s mit 1.433 in Hietzing, die höchste mit 27.402 in Margareten. 24 Prozent der Wienerinnen und Wiener wohnen in einem öffentlichen Wohnbau, 28 Prozent in Privatmiete, 21 Prozent in Eigentum und 14 Prozent in einer Genossenschaftswohnung. Die meisten Gebäude wurden zwischen 1945 und 1980 gebaut, nämlich 55.798. Das höchste Bauwerk ist mit 252 Metern der Donauturm, das höchste Gebäude mit 250 Metern der DC Tower.

Viel wuff, wenig muh

Gebellt wird oft. 55.604 Hunde leben in Wien. Da für Katzen keine Steuer erhoben wird, ist die Gesamtzahl der Samtpfoten unbekannt. Wissen Sie aber, wo die meisten Katzen wohnen? In einem Miezhaus! Schon zu Ende gelacht? Dann geht’s tierisch weiter. Während Hunde im Kommen sind, sinkt die Zahl der Landwirtschaftstiere stetig. Gab es etwa 1960 noch 2.962 Rinder in Wien, sind es heute nur noch 78. Am häufigsten vertreten sind noch die Schafe mit 200 Tieren. In freier Wildbahn ist die Diversität für eine Großstadt sehr gut. 456 Wildbienenarten leben neben 22 Fledermausarten und 17 Amphibienarten. Die Stars der Wiener Wildnis sind die Ziesel. 9.500 der süßen Tierchen leben in Wien.

Die Broschüre beantwortet auch die uralte Frage, ob es denn mehr Straßen oder Gassen gibt. Ganz klar: Gassen! Den 3.976 Gassen stehen „nur“ 978 Straßen gegenüber. Die echte Minderheit sind aber die Alleen, von denen es lediglich 31 gibt. Autos haben durchschnittlich 37 von 100 Menschen in Wien. Das ist der niedrigste Wert in ganz Österreich. Kein Wunder, denn die Nummer eins in Wien sind und bleiben die Öffis. 2019 verzeichnete man 961 Millionen Fahrgäste. Die meisten davon, nämlich 460 Millionen, düsten mit der U-Bahn umher.

Lust auf mehr spannende Zahlen? Dann empfehlen wir die Lektüre der Broschüre. Heuer haben es Freunde der gepflegten Statistik übrigens noch besser. Die Landesstatistik Wien widmet jedem einzelnen Bezirk einen eigenen Folder. Auch die gibt’s auf der Homepage der Stadt Wien gratis zu haben. Viel Spaß beim Schmökern!