Karpfen im Fish-&-Chips-Stil funktioniert zu Weihnachten bestens. © Bohmann

 

Ein Klassiker auf dem Weihnachtstisch

Der Karpfen ist einer der weihnachtlichen Klassiker in Wien. Egal ob gebraten, gekocht, geschmort, in Rotweinsauce oder als Suppe: Der Fisch sorgt für Festtagsstimmung. Haben Sie den Karpfen schon im Bierteig probiert?

In Sachen Weihnachtstraditionen ist Österreich bestens bestückt. Quer durch das Land gibt es eine schier unerschöpfliche Vielzahl an Bräuchen und Gepflogenheiten. Das Festmahl ist da keine Ausnahme. Vielerorts sind Würstel mit Sauerkraut ein Fixpunkt, in Salzburg gibt’s eine Würstelsuppe, andere Familien schwören auf die Gans. Die Nummer eins in Wien ist aber nach wie vor der Karpfen. Egal ob als Sülzchen oder aus dem Ofen: Der Fisch ist von vielen weihnachtlich gedeckten Tischen nicht wegzudenken.

Auch der Vorteilsclub der Stadt Wien baut zu Weihnachten auf den beliebten Speisefisch. Schmackhafte Rezepte gibt es viele, unser persönlicher Favorit ist aber der Karpfen im Bierteig. Das ist nicht die weitverbreitetste Zubereitungsmethode, aber definitiv eine simple und doch spezielle Alternative. Am Bierteig gefällt uns besonders gut, dass er im Gegensatz zur Schnitzelpanier weniger Aufwand mit sich bringt.

Egal, wie Sie Ihren Karpfen gerne essen, beim Kauf empfiehlt es sich, auf regionale Bioware zu bauen.

 

Zutaten (4 Personen)

  • circa 500 Gramm Karpfenfilet
  • 125 Gramm Mehl
  • Bier (Helles Lager ist gut)
  • Backpulver
  • Salz, Pfeffer
  • Zitrone

Bevor wir in der Küche loslegen, bitten wir unseren Fischhändler darum, den Karpfen gründlich zu entgräten. Denn, wie man weiß, kann der Fisch dank seiner vielen Gebeine eine Herausforderung sein. Und der wollen wir gerne aus dem Weg gehen.

Zubereitung

Zuerst zur Bierteig-Vorbereitung. Der Teig gelingt am besten mit eiskaltem Bier und ebenso kaltem Mehl. So soll die Panade dann besonders knusprig werden. Bevor wir also kochen, mischen wir Mehl mit Salz und einer halben Packung Backpulver. Dann stellen wir die Mixtur ein paar Stunden in den Kühlschrank, wo sie dem Bier Gesellschaft leisten kann.

Ist das geklärt, gibt’s eigentlich keine Hindernisse mehr. Wir schneiden das Filet in nicht zu dünne Streifen und trocknen den Fisch sehr gründlich. Dann würzen wir das Filet mit Salz und Pfeffer sowie mit einem Schuss Zitrone.

Die Zubereitung des Teigs kann man dann eigentlich nur als Kinderspiel beschreiben. Wir gießen langsam das Bier in das Mehl und rühren stetig um. Wie viel Bier wir brauchen, ist eigentlich Geschmackssache. Man kann den Teig eher flüssig, aber auch richtig dick lassen. Wir operieren meistens eher auf der dickeren Seite. Wenn der Teig in etwa die Konsistenz einer Palatschinkenmischung hat, wird das Ergebnis auf jeden Fall ein Erfolg.

Ist alles für den Paniervorgang bereit, gießen wir eine ordentliche Portion Öl in eine Pfanne und erhitzen selbiges. Wie viel Öl Sie nehmen, ist auch Geschmackssache, zwei, drei Zentimeter tief sollte es aber mindestens sein. Ist das Öl richtig heiß, drehen wir die Hitze ein bisschen zurück. Den Karpfen ziehen wir durch den Bierteig, bis er schön bedeckt ist, und dann lassen wir den Fisch langsam und vom Körper weg in die Pfanne gleiten. So fliegen eventuelle Spritzer hoffentlich nicht in unsere Richtung.

In der Pfanne sollte man den Fisch gut im Auge behalten. Mehr als vier Minuten pro Seite braucht das Filet nicht. Als Faustregel gilt: Ist der Teig schön goldbraun und auch knusprig, dann ist der Karpfen durch. Den Fisch lassen wir dann auf etwas Küchenpapier abtropfen, und das war es auch schon.

Wir servieren unseren Karpfen mit Pommes, ganz nach dem Vorbild der englischen Fish & Chips, denen das Rezept sehr ähnlich ist. Dazu kann man auch ein britisches Erbsenpüree reichen, wir haben aber Lust auf Blattspinat. Hauptsache grün!

Fazit: Super simpel und immer ein Volltreffer. Der Bierteig ist pflegeleicht, und man muss nicht annähernd so viel aufräumen wie bei der herkömmlichen Schnitzelpanier. Wenn man so wie wir auch noch darauf verzichtet, Pommes und Spinat selbst zu machen, ist das Weihnachtsdinner im Handumdrehen fertig. Ein bisserl faul sein darf man ja auch.

Der Vorteilsclub der Stadt Wien wünscht guten Appetit und ein frohes Weihnachtsfest!