Sadina Smajic liebt die Musik. Ihr großes Ziel ist deshalb, Musikerzieherin zu werden. Der waff unterstützt sie dabei. © PID/David Bohmann

"Es ist nie zu spät, Träume zu verwirklichen"

Wer einen Abschluss hat, hat bessere Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft. Gut also, dass es nie zu spät ist, Versäumtes nachzuholen. Der waff unterstützt Menschen dabei. So auch Sadina Smajic, die ihren Traum, Musikerzieherin zu werden, wahrmacht.

Wenn Sadina das Akkordeon in der Hand hat, ist sie in ihrem Element. Schon seit der Kindheit spielt die gebürtige Bosnierin und steht auch seit der Schulzeit immer wieder auf der Bühne. "Die Musik steckt einfach in mir", sagt Sadina. Mit Unterstützung des waff könnte für Sadina ein großer Traum wahr werden: Als Musikerzieherin ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen.

Der waff, Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, begleitet Sadina schon seit einiger Zeit. "Meine erste Begegnung mit dem waff war vor rund zehn Jahren. Damals habe ich diverse Kurse gemacht, unter anderem Deutsch- und Computerkurse", sagt sie. Für Sadina war das eine große Hilfe, vor allem da sie so schnell als möglich ihre Deutschkenntnisse aufpolieren wollte.

Viele Jahre arbeitete Sadina im Einzelhandel. "Ich war aber nie wirklich glücklich, weil ich den Lehrabschluss nicht hatte." Letztes Jahr hat sie von einer Freundin erfahren, dass der waff dabei unterstützt, Lehrabschlüsse nachzuholen.

Beim waff wurde Sadina dann umfangreich beraten und über ihre Möglichkeiten aufgeklärt. "Meine Beraterin war einfach wunderbar. Sie hat mich total motiviert und ich war glücklich, dass ich auch mit 43 Jahren noch den Lehrabschluss nachholen konnte." Sadina hat immer gedacht, dass so etwas mit Familie und Kindern unmöglich ist. Der Besuch beim waff überzeugte sie vom Gegenteil.

"Als mir meine Beraterin sagte, ich brauche nicht drei Jahre eine Lehre machen, sondern meine Berufserfahrung wird mir angerechnet und nach ein paar Wochen Kurs kann ich zur Prüfung antreten, war ich hin und weg", sagt Sadina. Nachdem sie den Lehrabschluss in der Tasche hatte, war Sadina klar: Sie hat noch nicht genug.

"Ich möchte studieren, und zwar Musikerziehung." In diesem Job könnte sie ihre Musikleidenschaft mit ihrer Liebe zu Kindern verbinden. Der waff unterstützt sie auch bei diesem Vorhaben. "Meine Beraterin hat mir erklärt, dass ich entweder die Berufsreifeprüfung oder die Studienberechtigungsprüfung machen kann." Der Unterschied liegt darin, dass die Studienberechtigungsprüfung für ein spezifisches Studium abgelegt wird, die Berufsreifeprüfung ermöglicht den Zugang zu allen Studien.

Möglich sind Kurse und Weiterbildungen auch dank den Förderungen des waff. Finanziell hat der waff die Wienerinnen und Wiener bei ihren Weiterbildungen in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100.000 Mal unterstützt. Manchmal kann Sadina immer noch kaum glauben, dass ihr diese Unterstützung geboten wird. "Meine Beraterin bestärkt mich auch dabei, diesen Traum zu verwirklichen", sagt Sadina. "Ich glaube, so schnell wird sie mich nicht mehr los!"

Frau Smajic ist übrigens Inhaberin eines Qualifikationspasses. Er wurde von waff und AMS Wien entwickelt und begleitet Schritt für Schritt zum Lehrabschluss oder zu einem anderen Ausbildungsabschluss. In dem von einer Datenbank gestützten Dokument wird erfasst, welche Kompetenzen die betreffende Person bereits mitbringt, was das konkrete Ausbildungsziel ist, welche Qualifizierungsschritte in diese Richtung schon gesetzt wurden und welche noch offen sind. Diese wichtigen Infos sind dann für alle Institutionen, bei denen die betreffenden Personen andocken, abrufbar. So können sie punktgenau unterstützt werden.

waff-Geschäftsführer Fritz Meiszl: "Der waff will vor allem jene Wienerinnen und Wiener verstärkt ansprechen, die sich mit dem Gedanken spielen, einen Abschluss nachzuholen oder zu machen. Wer sich dazu entschließt, kann je nach Voraussetzungen mit einer Unterstützung für eine berufliche Weiterbildung von bis zu 3.000 Euro rechnen."