Der Samariterbund liefert Essen auf E-Lastenrädern aus. © Michael Mazohl

Mobil, elektrisch, ausgezeichnet

Auch heuer ist der VCÖ-Mobilitätspreis verliehen worden, ganz im Sinne von Wien als "Smart City". Essen auf Elektro-Lastenrädern, ein E-Logistik-Konzept für den städtischen Lieferverkehr und elektrisch betriebene Fuhrparks.

Alljährlich vergibt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB den Mobilitätspreis. Gerade in einer Großstadt wie Wien gehen Verkehr und Klimaschutz Hand in Hand. Sie sind Kernstück einer "Smart City". So stand die Verleihung heuer auch unter dem Motto "Klimafreundlicher urbaner Gütertransport". 

Durchsetzen konnten sich schließlich innovative Projekte des Samariterbunds Wien, des Wiener Unternehmens Voltia und des Austrian Institute of Technology (AIT). Eines haben die drei Gewinnerprojekte gemeinsam: Sie alle setzen auf E-Mobilität.

"Der Einsatz des E-Lastenrads ist ein voller Erfolg", so Samariterbund-Projektleiter Sabahudin Budnjo. © Samariterbund

Über 1.000 Mahlzeiten in drei Stunden

Mit dem dichten Verkehr in der Stadt sieht sich der Samariterbund Wien bei der Lieferung von Essen auf Rädern konfrontiert. Tagtäglich gilt es, in einem Zeitfenster von drei bis dreieinhalb Stunden 1.200 bis 1.300 Mahlzeiten zuzustellen. "In der Regel werden dafür kleinere Pkws verwendet. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der Parkplatzproblematik stellt insbesondere die Zustellung in den innerstädtischen Bezirken eine große Herausforderung dar", so Projektleiter Sabahudin Budnjo vom Samariterbund Wien.

"Auf der Suche nach Lösungen für dieses Problem haben wir uns entschieden, für die Zustellung im ersten Bezirk ein Lastenrad anzuschaffen", so Budnjo weiter. "Nach kurzer Zeit hat sich herausgestellt, dass der Einsatz des Lastenrads ein voller Erfolg ist. Seit März 2017 sind täglich acht E-Lastenräder im Einsatz. Fünf weitere Elektrolastenräder werden demnächst unsere Flotte erweitern."

Und das aus gutem Grund, wie Budnjo in Anbetracht der Verleihung des VCÖ-Mobilitätspreises erläutert: "Der Samariterbund übernimmt nicht nur Verantwortung für Menschen in Notlagen, sondern auch für die Umwelt. Es ist schön, dafür Anerkennung zu erhalten."

Der Samariterbund stellt "Essen auf Rädern" mit Lastenrädern zu. Für die umweltfreundliche Idee hat die Organisation 2017 den österreichischen Mobilitätspreis erhalten. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

Von Diesel zu Elektro bei Fuhrparks

Voltia wiederum widmet sich der Umstellung gewerblicher Fuhrparks von Diesel auf Elektroantrieb. Das gemeinsam mit Partnern wie der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur gesetzte Ziel: "500.000 bisher mit Dieselfahrzeugen abgespulte Kilometer durch elektrische zu ersetzen", so Geschäftsführer Oswald Brandstetter. "Darüber hinaus wollen wir die Folgen und Möglichkeiten in Zusammenhang mit der Elektrifizierung von Firmenflotten in Stadtnähe beziehungsweise in der Stadt untersuchen."

In diesem Konzept spielt auch die Errichtung einer Batteriewechselstation eine wesentliche Rolle. Die Reichweite wird so auf etwa 200 Kilometer erhöht. Und der Austausch der Batterie benötigt weniger als zehn Minuten. Lange Akkuladezeiten fallen somit weg. Angesichts des VCÖ-Mobilitätspreises zeigt sich Voltia-Geschäftsführer Brandstetter stolz: "Wie können der E-Mobilität in Österreich, auch in Wien, zum Durchbruch verhelfen."

Die beim Projekt EMILIA eingesetzten Lastenräder verfügen über elektrischen Antrieb. © Austrian Mobile Power

Die optimale Route per App

Unter der Federführung des AIT wiederum arbeiteten 14 heimische Unternehmen an dem nun ausgezeichneten Projekt EMILIA (Electric Mobility for Innovative Freight Logistics in Austria). Projektleiter Boschidar Ganev erklärt: "Mit EMILIA sollen bis Ende 2017 neuartige Güterlogistikkonzepte für urbane Gebiete entwickelt sowie kleine Elektrofahrzeuge hinsichtlich ihrer Reichweite und Produktionskosten optimiert werden. Es geht also darum aufzuzeigen, wie städtische Güterlogistik auf der Basis von Elektromobilität funktionieren könnte." 

Berücksichtigt werden bei dem seit 2014 laufenden Projekt laut Ganev zwei Dinge: "Die Besonderheiten der Elektromobilität wie Reichweite und Ladevolumen sowie Anforderungen der Logistikpartner." Unterstützt werden die Prozesse mit eigens entwickelten Algorithmen. "Den Fahrerinnen und Fahrern soll auf einer App am Smartphone die optimale Route für die anstehenden Lieferungen angezeigt und bei Änderungen in Echtzeit aktualisiert werden", so Ganev. 

Dass dank des VCÖ-Mobilitätspreises das Thema urbane Güterlogistik ins Bewusstsein der Menschen rückt, gefällt Ganev. Der EMILIA-Projektleiter wagt einen Blick in die Zukunft: "Vielleicht kommt die nächste Bestellung ja schon mit dem elektrischen Lastenrad."

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