Hinein ins Vergnügen! Der Sommer in Wien bietet allen was - nicht nur kleinen und großen Wasserratten. © MA 44/Votava

 

Volle Kraft voraus in den Sommer

Wien hat alles zu bieten, was ein Urlaub zu Hause so braucht: Bademöglichkeiten noch und nöcher, Wander- und Radwege, Sport und Nervenkitzel, Kultur und Entspannung. CLUB WIEN weiß, wie Sie den Sommer in der Stadt am besten verbringen.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Diese Frage stellte sich schon Johann Wolfgang von Goethe. Zu Hause ist es jedenfalls oft am besten, Wien hat natürlich für jeden Geschmack etwas zu bieten. Fest steht: Wenn steigende Temperaturen das Quecksilber im Thermometer beharrlich in die Höhe treiben, schreit es nach Abkühlung. Die sucht man im Idealfall im kühlen Nass. An Bademöglichkeiten mangelt es jedenfalls nicht.

 

Die Freibäder der Stadt Wien haben bereits seit Anfang Mai geöffnet. Auch an der Alten Donau gibt es neben Naturbadestränden einige. Der Badelust lässt sich im Bundesbad Alte Donau, im Strandbad Alte Donau, im Strandbad Angelibad oder im Strandbad Gänsehäufel frönen. Alle jene, die es lieber naturbelassen haben, können einen der beliebten kostenlosen Badeplätze nutzen. Dazu gehören etwa die Lagerwiese Romaplatz, die Lagerwiese Rehlacke, das Kaiserwasser, der ArbeiterInnenstrand oder die Strombucht. Auch die gratis Badestege an der Alten Donau laden zu einem entspannenden Sonnenbad ein. Davon gibt es entlang der Alten Donau insgesamt elf.

Sommerlicher Dauerbrenner Donauinsel

Wer Donau sagt, muss freilich auch Donauinsel sagen. Im Sommer herrscht auf den 42 Kilometern Sand-, Kies- und Wiesenstränden mitten im Naturschutzgebiet ausgelassene Urlaubsstimmung. Da fällt es zwischen sonnenbadenden Menschen, fußballspielenden Kindern, Rollerbladerinnen und Rollerbladern sowie Unmengen an Grillpartys nicht schwer, den Alltag zu vergessen. Schwimmen kann man selbstverständlich auch.

Dabei wird von Eltern und Kindern der Familienbadestrand am linken Ufer der Neuen Donau bevorzugt. Der Schwimmbereich ist dort nämlich durch mehrere vorgelagerte Inseln besonders geschützt. Aber nicht nur Menschen, auch ihre vierbeinigen Begleiter sehnen sich im Hochsommer nach Erfrischung in kühlem Wasser. Als hundefreundliche Stadt hat Wien sechs Zonen mit Wasserzugang ausgewiesen. Unter anderem gibt es auch auf der Donauinsel einen Hundebadeplatz. Im Norden der Insel, ab Kilometer 17,7, befindet sich der FKK-Bereich. Wer dort hingeht, sollte aber keine Angst vor nackten Tatsachen haben.

Chillzone und Nervenkitzel

Auch alle, die ihre Freizeit vorwiegend sportlich verbringen, kommen hier auf ihre Kosten. Die Auswahl an gratis Sportangeboten sucht ihresgleichen. Neben dem riesigen Rad- und Fußwegenetz für Radlerinnen und Radler, Joggerinnen und Jogger sowie Skaterinnen und Skater kann auch Beachvolleyball gespielt werden. Open-Air-Muskeltraining ist beim "Street Workout" nahe der U1-Station "Donauinsel" möglich. Wer lieber entspannt unterwegs ist, sollte sich zum CopaBeach begeben. Dieser wurde einem umfassenden Facelift unterzogen und erwartet seine Gäste in einer mediterranen Chillzone mit coolen Cocktails und hippem kulinarischen Angebot. Doch auch dort kann man seinem Bewegungsdrang nachgeben: Stand-up Paddeling, E-Scooter und Segways werden angeboten.

Wer im Urlaub zu Hause etwas Nervenkitzel braucht, kann sich seinen Kick beim Flying Fox holen. Der befindet sich bei der Donaumarina, direkt bei der Praterbücke beim sogenannten Spider Rock. Ein Flying Fox ist im Prinzip eine Seilrutsche, allerdings im XXL-Format. Jener in Wien ist 380 Meter lang und man fliegt sicher festgezurrt über der Donau. Reicht noch nicht? Direkt nebenan ist der Power Fan. Dort springt man von einem Turm und erlebt 36 Meter kontrollierten freien Fall. Der Power Fan wurde ursprünglich für das Training britischer Fallschirmspringerinnen und -springer entworfen. Jetzt sorgt er bei der Donaumarina für explodierende Adrenalinspiegel. Kleiner Tipp am Rande: Mit ihrer Vorteilskarte erhalten CLUB WIEN-Mitglieder 20 Prozent Ermäßigung.

Ja, mir san mitm Radl da

Doch nicht nur Wasserratten und Adrenalinjunkies werden beim Urlaub in Wien zufriedengestellt. Auch Wanderinnen und Wanderer sowie Radfahrerinnen und Radfahrer finden ein tolles Angebot vor. Die MA 49 - Forst- & Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien bietet neun Wanderwege in und um Wien an. Diese sogenannten Stadtwanderwege spiegeln alle Facetten der Natur Wiens wider. Die Bandbreite reicht von stundenlangem Erkunden im Wiener Prater bis zum bergigen Aufstieg auf den Bisamberg und richtiges Almgefühl auf der Sophienalpe. Gut verbinden lassen sich in Wien aber auch Wandern und Schwimmen. So kann man auf dem Stadtwanderweg 1 den Kahlenberg erklimmen und anschließend die müden Füße im Krapfenwaldlbad entspannen. Malerischer Ausblick über Wien inklusive, versteht sich.

Auch Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern gehen die Ideen nicht so schnell aus. Die Themenradwege durch die Stadt decken nahezu das gesamte Stadtgebiet ab. Selbst eingefleischte Wienerinnen und Wiener entdecken bei diesen Fahrten immer wieder neue Aspekte ihrer Stadt. Der Liesingbachradweg etwa führt durch die schönsten Ecken des 23. Bezirks bis hin zum Lainzer Tiergarten. Der Weinviertel-Radweg geht durch den wunderbaren Marchfeldkanal und führt an der Spittelauer Lände vorbei, wo Architektur-Fans etwa das einzigartige Zaha-Hadid-Haus bestaunen können.

Musik und Kulinarik auf dem Rathausplatz

Wenn der Radsattel weniger Ihr Metier ist als die Loge in der Oper, führt Ihr Weg seit 1991 jeden Sommer auf den Rathausplatz. Denn Wien wäre nicht Wien, wenn es dort nicht ein sommerliches Kulturangebot gäbe. Die Rede ist natürlich vom Film Festival auf dem Rathausplatz. Hier werden tagtäglich Konzerte und andere Highlights der klassischen und populären Musik auf einer riesigen Leinwand gezeigt. Zu sehen gibt es klassisches Ballett wie "Der Nussknacker", Musicals wie "Kiss Me, Kate" oder auch Popkonzerte von George Ezra oder Nena.

Neben den Musikfilmen ist die schicke Gastronomie ein weiteres Argument, das Festival zu besuchen. An mehreren Ständen gibt es internationale Spezialitäten vor der einmaligen Kulisse des Rathauses. Als Hotspot für coole After-Work-Drinks oder als Ausgangspunkt für längere Nächte in den Clubs der Stadt hat sich das Festival längst etabliert. Der Sommer in Wien ist auf jeden Fall heiß und bietet allen etwas.