Es grünt und blüht schön langsam. Zeit, auch das eigene Heim auf Balkon, Fensterbrett und Co. floral zu verschönern. Die Gebietsbetreuung zeigt wie's geht. © Bohmann/Bubu Dujmic

Kreatives Garteln

Mit dem Frühling startet die Gartensaison: Stadtteilmanagerin Corona David-Gsteu erklärt, wie man ein Gefäß bepflanzt und worauf man achten sollte.

Um seinen grünen Daumen zu beweisen, braucht es nicht viel. Auch auf der Fensterbank oder dem Minibalkon kann sich jede und jeder eine kleine Grünoase anlegen. Statt teurer Pflanzgefäße verwendet man ganz einfach Gefäße, die man nicht mehr braucht, wie Reissäcke, Steigen und Körbe von Marktständen, Blechdosen aus dem Haushalt, aufgeschnittene PET-Flaschen, Rucksäcke oder Taschen. Corona Davit-Gsteu, Stadtteilmanagerin von Gebietsbetreuung GB* mitte Stadtteilbüro für die Bezirke 1, 2, 7, 8, 9 und 20, zeigt gemeinsam mit Praktikanten Zainullah Ataee, wie die Bepflanzung funktioniert.

Als Blumentopf eignen sich dekorativ auch alte Kreamikkrüge oder Ölkanister. © Bohmann/Bubu Dujmic

Jedes Pflanzgefäß braucht ein Abflussloch. Wenn ein dichtes Gefäß wie eine PET-Flasche oder eine Keramikkrug verwendet wird, muss ein Loch gebohrt werden, denn Pflanzen mögen keine nassen Füße. Sie könnten dadurch zu faulen beginnen.

Das Vlies schützt vor Verunreinigungen durch Erde. © Bohmann/Bubu Dujmic

Im nächsten Schritt wird das Gefäß, hier ein Korb, mit Pflanzenvlies ausgelegt und dieses rundum abgeschnitten. Das Vlies verhindert bei durchlässigen Materialien, dass Erde ausgeschwemmt wird und den Boden verschmutzt. Nassen Flecken auf dem Boden können mit Untersetzern verhindert werden. 

Genügend Blumenerde darf natürlich nicht fehlen. © Bohmann/Bubu Dujmic

Als Nächstes wird das Gefäß zu etwa zwei Dritteln mit Erde gefüllt. Die Erde kann mit zerkleinertem Blähton gemischt werden, damit sie nicht zu schnell verdichtet und Wasser besser speichern kann. In hohe Pflanzgefäße passt meist mehr Erde als die Pflanzen brauchen. Hier empfiehlt sich, das Gefäß ein bis zwei Handbreit mit (Kiesel-)Steinen zu füllen, was dem Gefäß mehr Standfestigkeit verleiht. Darauf kommt, je nach Gefäßgröße, eine mehr oder weniger dicke Schicht Blähton und zuletzt Erde.

Welche Pflanzen man einsetzt bleibt natürlich dem persönlichen Geschmack überlassen. © Bohmann/Bubu Dujmic

Nun werden die gewünschten Pflanzen, hier Ranunkel, Vergissmeinnicht und Primel, eingesetzt und das Gefäß mit Erde aufgefüllt. Anschließend werden die Frühlingsblüher gleich noch angegossen.

Zum Einkaufen eignet er sich nicht mehr aber als Blumentopf gibt er immer noch eine gute Figur ab - der Korb. © Bohmann/Bubu Dujmic

Zwischendurch düngen ist nicht nötig, da die meisten Pflanzen einjährig sind und die Pflanzerde aus Gärtnereien, Gartencenter oder Baumärkten bereits vorgedüngt ist.

Für sonnige Standorte eignen sich klassische Frühlingsblüher wie Primel, Narzisse, Hyazinthe und Stiefmütterchen sowie im Sommer Hauswurz, Fetthenne, Kleine Nelke oder unkomplizierte Blüher wie Storchschnabel und Polsterglockenblumen. Sommerflieder duftet nicht nur gut, sondern ist auch schön anzusehen. Ein Klassiker ist die Kombination aus Sonnenhut, Lavendel und Rosen. Auch Erdbeeren eignen sich gut. Sie sind pflegeleicht, Blüten und Früchte sind sehr dekorativ und es ist schön, wenn man ernten kann. Wer Platz für größere Töpfe hat, kann es auch mit Tomaten, Kürbis oder Himbeeren probieren.

Auch Kräuter können in alte Gefäße gepflanzt werden. Besonders Rosmarin verströmt einen himmlischen Duft. © Bohmann/Bubu Dujmic

Ein guter Tipp sind auch mediterrane Kräuter wie zum Beispiel Rosmarin, Salbei, Thymian und Lavendel. Sie kann man auch gleich zum Kochen verwenden. Im Halbschatten gedeihen zum Beispiel Glockenblume und Melisse. Buschbohnen, Feldsalat, Schnittlauch, Petersilie und Radieschen kommen mit weniger Licht ebenfalls zurecht. "Ungewöhnlicher und toll anzusehen sind Farne", meint Gartenexpertin David-Gsteu, "am besten kombinieren Sie hohe und niedrige Arten." An Schattenplätzen kommen hingegen Pflanzen wie Rotblättriges Purpurglöckchen und Buntnesseln gut zurecht.

Um lange Freude an den Pflanzen zu haben, sollte auf das regelmäßige Gießen nicht vergessen werden. Im Frühling reicht es alle zwei Tage, im Hochsommer muss täglich gegossen werden. Eine Faustregel lautet: Je kleiner der Topf, umso weniger Wasser kann gespeichert werden und umso häufiger muss gegossen werden. 

Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung bietet regelmäßig Veranstaltungen zu Gartenthemen. Hier kann man bei der Initiative "Gärtnern ums Eck" mitmachen und etwa eine Baumscheibe bepflanzen, sich für einen Nachbarschaftsgarten bewerben oder sich an einem anderen Gartenprojekt beteiligen. Bei den Pflanzentauschbörsen in vielen Wiener Bezirken können nicht mehr benötigte Pflanzen gegen andere eingetauscht werden.

Pflanz mich im Stuwerviertel

  • Wann: 27. April, 15 bis 18 Uhr,
  • Wo: Nachbarschaftsgarten der GB*, 2., Max-Winter-Platz 23

Das GB*-Stadtteilbüro lädt zur Pflanzentauschbörse. Es gibt Infos zur Initiative "Garteln ums Eck" und andere Möglichkeiten, sich in der Stadt gärtnerisch zu engagieren. Tauschen Sie Ihre Pflanzen gegen andere Setzlinge und holen Sie sich Gratis-Erde vor Ort.

Pflanzaktion Rotundengarten extended I

  • Wann: 8. Mai 2018, 9.30 bis 10.30 Uhr
  • Wo: 2., vor Sebastian-Kneipp-Gasse 1
    Die OVS Wolfgang-Schmälzl-Gasse 13 pflanzt gemeinsam mit der GB*mitte Baumscheiben beim Rotundengarten im 2. Bezirk mit Arzneipflanzen. Vom Apotheker erfahren die Schülerinnen und Schüler, wofür die Pflanzen geeignet sind und welche heilende Wirkung sie haben.

Stadtspaziergang "Urbanes Garteln" 
Wann: 8. Juni, 16 bis 18 Uhr
Wo: Treffpunkt: 16 Uhr im GB*-Grätzelzentrum, 2., Max-Winter-Platz 23

Zahlreiche weitere Termine rund ums Garteln: www.gbstern.at

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Gewinnspiel
Bild zum Gewinnspiel

04. April 2018 - 21. Mai 2018

Wir verlosen: 5 x 2 Plätze für einen Upcycling Workshop am 1. Juni in der Gebietsbetreuung Stadterneuerung im 2. Bezrik.

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sirene entstand 1998 aus der Zusammenarbeit von Kristine Tornquist und Jury Everhartz als Podium für neues Musiktheater und produziert seit 2002 unter diesem Namen.

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