Wer seinen Frühjahrsputz umweltfreundlich anlegen möchte, greift am besten zum Mikrofasertuch - auch beim Fensterputzen. © Sandra Papes, DIE UMWELTBERATUNG

Umweltschutz beim Frühjahrsputz

Mit dem Einzug des Frühlings ist es in den Häusern und Wohnungen Wiens höchste Zeit für den Frühjahrsputz. Dabei müssen nicht Umwelt belastende Chemiebomben verwendet werden. CLUB WIEN hat umweltfreundliche Öko-Tipps parat.

Es wird wärmer, draußen erwacht die Natur zum Leben. Da sollen auch die eigenen vier Wände wieder in neuem Glanz erstrahlen: Zeit für den Frühjahrsputz. Auf Chemie muss dabei aber nicht unbedingt zurückgegriffen werden. Schließlich schont ökologisches Putzen nicht nur die Umwelt, sondern kommt auch der Gesundheit zugute. Denn obwohl auf vielen Reinigungsmitteln Bezeichnungen wie "desinfizierend", "bakterizid", "biozid" oder "antibakteriell" eine keimfreie und damit besonders gesunde Umgebung versprechen: Das Gegenteil ist der Fall.

Lebensnotwendige Bakterien

Denn Bakterien sind lebensnotwendig für Mensch und Haustier und müssen regelmäßig in geringen Dosen aufgenommen werden, um das Immunsystem fit zu halten. Keimfreiheit kann nämlich die Entwicklung von Allergien fördern. Ein unterfordertes Immunsystem beginnt dann, sich mit ansonsten völlig ungefährlichen Stoffen wie etwa Pollen zu beschäftigen.

Beim Frühjahrsputz sollte bei der Auswahl der Reinigungsmittel Acht gegeben werden. Antibakterielle Mittel sind der Gesundheit eher abträglich. © DIE UMWELTBERATUNG/Monika Kupka

"Wenn antibakterielle Reinigungsmittel auf die Haut gelangen, zerstören diese die natürliche Hautbarriere", erklärt Sandra Papes von DIE UMWELTBERATUNG. "Sie töten die Bakterien auf unserer Haut, die uns ja eigentlich nützen. Werden sie abgetötet, können Krankheitserreger leichter die Haut besiedeln. Im Endeffekt schaden wir uns selbst und unserer Gesundheit, wenn wir antibakterielle Putzmittel verwenden." Außerdem landen sie im Abwasser und in weiterer Folge in Kläranlagen. Dort werden erst recht Mikroorganismen eingesetzt, die die chemischen Stoffe zersetzen sollen.

Alleskönner Mikrofasertuch

Dabei gibt es Alternativen zu herkömmlichen Putzmitteln. Ganz wichtig in einem umweltfreundlichen Haushalt ist beim Putzen der Verzicht auf Wegwerftücher. Unerlässlich ist deshalb das Mikrofasertuch. "Das kann man trocken verwenden oder angefeuchtet. In diesem Fall braucht man keine Chemie, kein Reinigungsmittel. Man muss es nur mit Wasser anfeuchten", so Papes. "Man kann es auch sehr effizient einsetzen, indem man es faltet. Je nach Größe des Tuches ergeben sich dadurch mehrere Flächen, mit denen man putzen kann."

Dabei kommt uns beim Frühjahrsputz die Tatsache entgegen, dass wir in Wien sehr weiches, also kalkarmes, Wasser haben. Dieses hinterlässt weniger Kalkspuren als in Gegenden mit härterem Wasser. Armaturen lassen sich also einfach mit einem trockenen Mikrofasertuch polieren.

Eine Handvoll Reinigungsmittel

Gänzlich auf Reinigungsmittel kann natürlich kein Haushalt verzichten. Benötigt werden aber letztlich nur eine Handvoll. "Gegen starken Kalk verwendet man Sanitärreiniger wie WC- und Badreiniger. Umweltfreundliche Mittel enthalten entweder Essigsäure, Zitronensäure oder Milchsäure", erläutert Umweltexpertin Papes. "Handgeschirrspülmittel braucht man auch dann, wenn man einen Geschirrspüler besitzt. Dieses wirkt gegen Fettschmutz, der in der Küche auftritt. Damit lassen sich auch die Tische abwischen. Außerdem benötigt man noch einen Allzweckreiniger für Bodenflächen und Möbel."

Sind die Fenster nur leicht verschmutzt, so sind lediglich Mikrofasertuch und Wasser vonnöten. Ansonsten kann man einen Spritzer Geschirrspülmittel oder Essig in einen Eimer geben. Sandra Papes: "Dafür braucht man kein eigenes Mittel kaufen. Erwirbt man dennoch eines, dann am ehesten einen Alkoholreiniger. Denn der verdunstet."

Auch in der Küche kann das Mikrofasertuch eingesetzt werden. © iStockphoto

Wer sich unsicher ist, welches Reinigungsmittel er nun bedenkenlos einsetzen kann, sollte einen Blick auf die ÖkoRein-Datenbank der UMWELTBERATUNG werfen: Dort finden sich über 500 ökologisch verträgliche Produkte.

Saugglocke statt Abflussreiniger

Vorsicht geboten ist allerdings bei Abflussreinigern. Da diese sehr aggressiv sind, sollte darauf grundsätzlich verzichtet werden. "Bei der ökologischen Reinigung verwendet man mechanische Mittel, etwa die Rohrspirale oder die Saugglocke", sagt Papes. "Ist man handwerklich begabt, kann man auch den Siphon beim Waschbecken abschrauben und innen reinigen." Am besten ist natürlich vorzubeugen und die Verstopfung gar nicht erst entstehen zu lassen. Abflusssiebe in Dusche und Badewanne sammeln etwa Haare, die sonst sehr leicht zum Problem werden können. Ein Tipp für die Küche: "Wenn Sie merken, dass es in der Küche schlecht abläuft, nehmen Sie einfach heißes Wasser und spülen Sie nach." 

Gegründet 1988 feiert DIE UMWELTBERATUNG heuer übrigens ihr 30. Jubiläum. Sie bietet online, aber auch in Form von Broschüren, Postern, Foldern, Infoblättern, Workshops und Vorträgen individuelle Beratung für Privatpersonen und Unternehmen. Weitere Themengebiete neben ökologischem Reinigen sind unter anderem gesunde Ernährung, faire und ökologische Kleidung, schadstofffreies Wohnen und biologisches Gärtnern.

Es muss nicht immer Chemie sein! Auch einfache und umweltfreundliche Mittel können Kalk in Haushaltsgeräten entfernen. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

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