Maria Perlinger, Direktorin der Volksschule Speising, ist stolz, einen Beitrag zum Umweltschutz leisten zu können. Auf dem Dach der Schule befindet sich die neue Photovoltaikanlage. © Bohmann

Volksschule Speising: Wir sparen Energie!

Auf dem Dach der Hietzinger Volksschule Speising wurde eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. An einem Display im Gebäude können nun Kinder die Energieproduktion für ihre Schule ablesen.

Die kindgerechte Solarstrom-Anzeige VisiKid ist gefüllt mit kleinen kirschroten Kügelchen, mittig lacht eine große gelbe Sonne, seitlich ziehen sich Glühlampen entlang. Was steckt dahinter?

Die aktuelle elektrische Leistung wird unter anderem mittels Glühlampen dargestellt. Je mehr Glühlampen leuchten, desto höher ist die Leistung der Photovoltaikanlage. Darüber hinaus wird die ins Netz eingespeiste Elektroenergie durch die roten Kugeln dargestellt, die sichtbar in einem großen Zahnrad von einem Vorratsbehälter in einen Auffangbehälter fallen. Je mehr Energie erzeugt wurde, desto mehr Kugeln befinden sich dann im Auffangbehälter. Monats- und Gesamtertrag können zusätzlich an Digitalanzeigen abgelesen werden.

Der Schaukasten VisiKid verdeutlicht den derzeit 233 Schulkindern aus zwölf Klassen sowie den 25 Lehrerinnen und Lehrern, wie viel Energie durch die Sonne erzeugt wird. Erwartet werden 15.100 Kilowattstunden pro Jahr, was einem Drittel des Schuljahresverbrauchs entspricht. © Bohmann

Energiesparen "greifbar" machen

Die neue Photovoltaikanlage wurde kürzlich nach der erfolgreichen Fertigstellung des neuen Schul-Zubaus der Volksschule Speising im Vorjahr auf dessen Dach in Betrieb genommen. Die Solarstromanzeige ist einfach, kindgerecht und spannend dargestellt und befindet sich ebenfalls im Gangbereich des Zubaus. Damit die Kinder einen einfachen Zugang zur Thematik "Energiesparen" bekommen, wird diese im Zuge des Sachunterrichts während des Jahres immer wieder aufgegriffen. "Beispielsweise führen wir unter anderem Workshops in Zusammenarbeit mit Wien Energie durch, oder die Klassen besuchen die Wien Energie Erlebniswelt in der Spittelau. Zudem werden die Kinder auch in unseren Sachunterrichtsbüchern immer wieder mit Umweltschutz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit konfrontiert", sagt Schuldirektorin Perlinger. "52 Module mit einer Gesamtfläche von 88,4 Quadratmetern liefern künftig mit einem prognostizierten Energieertrag von 15.100 Kilowattstunden pro Jahr ein Drittel des Jahresverbrauchs der Schule. An Tagen, an denen wir den kompletten Strom nicht selbst verbrauchen, wird der Rest ins allgemeine Energienetz eingespeist."

Damit die am Dach montierte Anlage für die Schulkinder "sichtbar" wird, wurde ein Display im Schulgebäude angebracht, das die Energieproduktion altersgerecht darstellt. © Bohmann

Bezirksvorstehung Hietzing

Die ursprüngliche Idee, die Schule mit einer Photovoltaikanlage auszustatten, geht auf eine Nachhaltigkeitsinitiative der Bezirksvorstehung Hietzing zurück. Diese sieht vor, dass möglichst alle Pflichtschulgebäude des Bezirks mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden. "So leisten auch wir einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Das macht uns stolz", sagt Perlinger.

Gemeinsam für den Umweltschutz

Die Direktorin versucht auch in ihrem Privatleben, Maßnahmen zu setzen, um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern. "Ich besitze ein Einfamilienhaus und habe beim Bau sehr auf die richtige Dämmung geachtet. Weiters ist eine Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung auf meinem Garagendach installiert."

Zudem sind Lehrpersonal und Kinder dazu angehalten, auf Ressourcenschonung zu achten. Es wird laufend vermittelt, dass man im Kleinen beginnen muss, um Großes zu erreichen. So wird auf richtiges Lüften geachtet, beim Verlassen der Klasse das Licht abgedreht und auf Müllvermeidung und -trennung Wert gelegt.

Direktorin Perlinger: "Die Volksschulzeit ist eine sehr sensible Zeit. Generell wird aus Neugier Interesse geweckt und dieses Interesse führt dann zur Erkenntnis, auch beim wichtigen Thema Energiesparen."

Mit 52 Modulen produziert die Anlage den jährlichen Energiebedarf von sechs durchschnittlichen Haushalten und kann so ein Drittel des Strombedarfs der Schule decken. Wir haben die Kinder gefragt, wie sie das denn finden. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

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