Zahlreiche Mistkübel in Wien freuen sich über richtig entsorgten Mist der Passantinnnen und Passanten. © MA 48/Christian Houdek

Mythen rund um die Müllentsorgung

Was kommt wohin, was ist verboten, und wann gibt's eine Anzeige? Wir räumen auf mit den Müllmythen und Irrtümern, damit der Dreck an der richtigen Stelle landet.

Wie würden Sie einen Teebeutel entsorgen? Sie kennen vielleicht die Situation, wenn Sie grübelnd vor mehreren Mülltonnen stehen, und nicht wissen wohin mit Papier, Plastik, Glas, Metall und dem berühmt berüchtigten Teebeutel. Zu Ihrer Erleichterung haben wir einige Müllmythen unter die Lupe genommen.

Mistfest

Das Mistfest findet heuer am 23. und 24. September statt. Informieren Sie sich über das Thema Umweltschutz und das Serviceangebot der MA 48. Für Unterhaltung sorgen ein buntes Programm mit Musik sowie ein Kinderflohmarkt und eine Sonderausstellung zum Thema "Ihr Müllraum - was dahinter steckt". Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.

Wann: 23. und 24. September 2017
Wo: 17., Garage Hernals, Lidlgasse 5
Infos: Der Eintritt ist frei.

Mythos 1: Müll trennen zahlt sich nicht aus

Falsch. Wir alle sparen bares Geld durch Müllsammeln. Das macht sich auf der Betriebskostenabrechnung bemerkbar. In Wien landen durch Altstoffsammlung etwa 40 Prozent weniger Abfälle im Restmüll. Dafür stehen rund 210.000 Altstoffbehälter, 16 Mistplätze und über 100 Problemstoffsammelstellen zur Verfügung. 350.000 Tonnen Altstoffe wie Glas, Metall, Plastikflaschen und biogener Abfall werden jährlich von den Wienerinnen und Wienern gesammelt.

Finden Sie Ihren nächsten Standort auf dem interaktiven Stadtplan der Stadt Wien. Oder benutzen Sie die 48er-App, wo Sie außerdem hilfreiche Tipps rund um die Müllentsorgung bekommen.

In diese Tonnen gehören NUR Plastikflaschen. © MA 48

Mythos 2: Am Ende wird eh alles verbrannt

Falsch. Nur ein kleiner Teil des Restmülls, der keine wiederverwertbaren Stoffe mehr enthält, wird verbrannt und zur Gewinnung von Fernwärme und sauberem Strom genutzt. Das geschieht zum Beispiel in den Müllverbrennungsanlagen Spittelau oder Pfaffenau. Gesammelte Plastikflaschen werden zum Beispiel nicht verbrannt, sondern als Rohmaterial für neue Flaschen oder andere Kunststoffgebinde verwendet. Allein damit werden in Wien jährlich rund 12.700 Tonnen Erdöl eingespart.

Achtung, in die Plastiksammeltonnen oder den Gelben Sack kommen:

  • Plastikflaschen: JA
  • jeder Müll aus Plastik: NEIN
Ein Streifzug durch die Müllverbrennungsanlage Spittelau. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

Mythos 3: Papier ist Holz und kann ruhig verrotten

Falsch. Papier ist zwar teilweise natürlichen Ursprungs, durch Zusätze oder Druckfarbe ist es aber weit entfernt von biogenem Abfall. Recyceltes Altpapier kommt bei der Produktion von Faltschachtelkartons, Wellpappe, Pack- oder Zeitungspapier zum Einsatz. Rund 120.000 Tonnen Altpapier werden in Wien jährlich gesammelt. Bei der Produktion von Recyclingpapier werden 95 Prozent weniger Wasser und 60 Prozent weniger Energie verbraucht als für neues weißes Papier. Außerdem wird das Abholzen von Tausenden Bäumen jährlich vermieden.

Achtung: Milch- und Getränkeverpackungen gehören nicht zum Altpapier, sondern in die Öko-Box oder in den Restmüll. Genauso gehören alle beschichteten Kartonverpackungen, aber auch Taschentücher, Küchenrolle und verschmutztes Papier in den Restmüll.

Die genaue Trennung von Weißglas und Buntglas ist wichtig. Die Dame entsorgt ihre Flasche korrekt. © MA 48

Mythos 4: Weiß- und Buntglas werden im LKW zusammengeschmissen

Stimmt teilweise. In über 6.700 Altglasbehältern werden in Wien jährlich rund 28.000 Tonnen Altglas gesammelt. Die Glassammelfahrzeuge haben zwei Kammern, Weiß- und Buntglas werden getrennt transportiert. Aber wussten Sie, dass selbst leicht eingefärbtes Weißglas als Buntglas zählt? Werden vom Sammelpersonal Anteile von Buntglas in einem Weißglascontainer entdeckt, muss der gesamte Inhalt zum Buntglas gekippt werden. Grund dafür sind strenge Vorgaben der Glasverwertungsindustrie bei der Herstellung von Weißglas.

Mythos 5: Altmetall wird aus dem Restmüll sowieso magnetisch herausgezogen

Stimmt teilweise. Nicht alle Metalle sind magnetisch und manche Metalle, besonders Aluminium, verursachen Schäden in den Restmüll-Verbrennungsanlagen. Darüber hinaus sind Metalle ein wichtiger Rohstoff und sollten unbedingt gesammelt werden. Mit den rund 15.000 Tonnen Metallen, die in Wien jährlich gesammelt werden, könnte man 65 Riesenräder bauen oder 1,6 Millionen Fahrräder produzieren. Bei der Herstellung von Dosen entstehen unverhältnismäßig hohe Energiekosten. Zum Wiederaufschmelzen von Aluminium verbraucht man nur einen Bruchteil, etwa fünf Prozent, der Energie.

Achtung: Problemstoffe wie Lack-, Spray- oder Öldosen gehören nicht in die Altmetallsammlung, sondern müssen zur Problemstoffsammelstelle gebracht werden. Sperrige Metallteile von Haushaltsgeräten oder Fahrzeugen sind am Mistplatz zu entsorgen.

Viele Haushaltsabfälle sind für die in Wien seit 1991 flächendeckend aufgestellten Biotonnen geeignet. © PID/Christian Fürthner

Mythos 6: Im Zweifelsfall in die Biotonne: Falsch!

Beim Mittagessen übrig gebliebene Reste sind nicht automatisch Biomüll. Aber viele Haushaltsabfälle sind für die in Wien seit 1991 flächendeckend aufgestellten Biotonnen geeignet. Dazu zählen Gartenabfälle wie Rasenschnitt, Fallobst, Stauden und Laub. Die biogenen Abfälle werden nach Aufbereitung im Kompostwerk Lobau weiterverarbeitet. Das innerstädtische Biotonnenmaterial wird aufgrund des hohen Wassergehaltes in der Biogas Wien-Anlage vergärt, wobei Biogas gewonnen wird. Die mehr als 45.000 Tonnen Kompost kommen vorwiegend in der Landwirtschaft zum Einsatz. Die daraus gewonnene torffreie Erde "Guter Grund" kann auch von Privatpersonen auf den Mistplätzen für zu Hause erworben werden.

Achtung: Größere Mengen Erde oder Wurzelstöcke gehören auf den Mistplatz. Aus der Küche sind ungewürzte und ungekochte Obst- und Gemüseabfälle geeignet, Brotreste, Tee- und Kaffeesud. Hingegen kein Fleisch, Fisch oder übrig gebliebene Essensreste.

Spezielle Abfälle

Altspeiseöle, Batterien, Elektrogeräte, Energiesparlampen und Sperrmüll werden auf dem Mistplatz und bei den Problemstoffsammelstellen gesammelt. Die vorsätzliche Missachtung der sachgerechten Abfallbeseitigung kann teuer werden: Theoretisch sind Strafen bis zu 2.500 Euro fällig.

Wollen Sie mehr erfahren oder haben Sie noch Fragen zum Thema? Wenden Sie sich an:

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