Dachgärten können durch die Verdunstungskälte der Pflanzen die Temperatur in Gebäuden reduzieren. Dieser Garten bei der BOKU ist ein schönes Beispiel dafür. © PID/Christian Houdek
Ausgefallen muss die Dachbegrünung gar nicht sein. Ein Rasen erfüllt den Zweck schon prächtig. © Wiener Umweltschutzabteilung
Wasserstellen, Ziersträuche, liebevolle Arrangements: Manche Dachgärten sind echte Kunstwerke. © MA 22
Ein kleiner Garten auf den Dächern der Stadt ist nicht nur umweltfreundlich, sondern sieht auch richtig gut aus. © Pendl/MA 22

Grüne Oasen gegen die Hitze der Stadt

Begrünte Dächer sehen nicht nur gut aus, sie helfen auch, die Stadt kühl zu halten und Energie zu sparen. Die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) zeigt mit dem Gründachpotenzialkataster, ob auch Ihr Gebäude für eine Grünflache geeignet ist.

Städte sind heiß. Wer mit dem Auto von Seibersdorf bis zum Stephansplatz fährt, der könnte merken, dass die Temperatur auf der kurzen Strecke um bis zu sechs Grad steigt. Verantwortlich dafür ist ein Phänomen, das man als den urbanen Hitzeeffekt oder im Fachjargon "Urban Heat Islands" bezeichnet. Der Hauptgrund für diesen Temperaturanstieg ist schnell erklärt: ein Mangel an Grünflächen.

Grüne Dächer helfen

Bäume und Pflanzen können einen gewichtigen Beitrag leisten. Die Begrünung von Innenhöfen, Dächern und Fassaden ist das beste Mittel gegen Hitze in der Stadt. Das hat zwei Gründe: Erstens sorgt die Beschattung dafür, dass nicht alles in der prallen Sonne liegt. Zweitens verdunsten Pflanzen bei der Photosynthese über ihre Blätter Wasser. Das nennt man Verdunstungskälte und sie ist ein Motor des Klimas. Durch gute Planung und reichlich Grün in den Anlagen kann man die Temperatur in den Wohnungen um bis zu sechs Grad senken, bestätigen auch die Expertinnen und Experten der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22).

"Grüne Dächer reduzieren lokale Hitze-Hotspots in der Stadt", bestätigt Jürgen Preiss. Der Mitarbeiter der MA 22 ist Experte für Dachbegrünungen und hat auch den Urban-Heat-Islands-Strategieplan der Abteilung koordiniert sowie Projekte zum Regenwassermanagement initiiert. Er weiß, dass neben der Hitze auch weitere Punkte für eine Dachbegrünung sprechen.

Viele gute Gründe

"In dicht bebauten Gebieten mit hoher Versiegelung und wenig Grünflächen gibt es viele gute Gründe für grüne Dächer: Sie helfen beim Regenwasserrückhalt und reduzieren die Abflussspitzen bei Niederschlägen. Gleichzeitig werden Energiekosten gesenkt, da Gründächer den Wärme- und Kälteschutz verbessern", sagt Preiss. "Und nicht zuletzt bieten Gründächer einen wertvollen Lebensraum für Wildtiere, insbesondere für Vögel und Insekten."

Nicht jedes Dach ist für eine Begrünung geeignet. Welche es sind, zeigt der Gründachpotenzialkataster. Er ist in der Stadtplan-Applikation Wiener Umweltgut eingebettet. Er zeigt auf der Homepage der Stadt Wien für jeden beliebig wählbaren Stadtplanausschnitt die für Dachbegrünung besonders geeigneten Dächer. Die Informationen stehen allen Bürgerinnen und Bürgern jederzeit frei zur Verfügung. Die grünen Stellen auf dem Plan zeigen, wo eine Dachbegrünung möglich ist.

Vor der Begrünung gut informieren

"Grundsätzlich gilt: Flachdächer bis fünf Grad Neigung sind für intensive und extensive Gründachnutzung sehr gut geeignet. Flach geneigte Dächer bis 20 Grad sind für extensive Gründachnutzung geeignet. Außerdem sollten Dächer mindestens fünf Quadratmeter groß sein, kleinere wurden im Kataster nicht berücksichtigt", sagt Preiss.

Bei der Nutzung der Applikation gilt zu beachten, dass bautechnische Faktoren darin nicht berücksichtigt sind. Kriterien wie der Zustand und die Statik eines Daches bedürfen einer gesonderten Fachprüfung vor Ort. Und: Wer eine Fläche begrünen will, sollte sichergehen, dass er die Bestimmungen des Denkmalschutzes und des Stadtbildschutzes nicht verletzt.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, steht einer Dachbegrünung nichts im Weg. Auf diesem Gebiet gilt das Vorurteil, dass die oder der Einzelne nicht viel ausrichten kann, überhaupt nicht. Jedes begrünte Dach macht die Stadt ein kleines bisschen kühler und umweltfreundlicher.

 

 

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