Andreas Vojta und Verena Eder haben mit StudienkollegInnen Aquaponix gegründet. Nahe dem Rochusmarkt betreiben sie eine Testanlage. © Bohmann/Ulrich Sperl

Ein nachhaltiger Kreislauf im Herzen der Stadt

Vom Uniprojekt zum Start-up: Aquaponic beschäftigt sich mit der nachhaltigen Lebensmittelversorgung. Ein Kreislaufsystem mit Pflanzen und Fischen soll Bestandteil der Stadt der Zukunft werden. Unterstützt wurde das Start-up von OekoBusiness Wien.

Angefangen hat alles bei einem Unikurs. "Wir haben uns zum ersten Mal im Rahmen einer Kooperation unserer Universitäten getroffen", sagt Andreas Vojta. In diesem Kurs gingen Studentinnen und Studenten der TU Wien, der WU Wien und der BOKU nachhaltigen Geschäftsideen nach. Dort entstand die Idee für Aquaponic. Vojta, damals WU-Student, und Verena Eder von der BOKU Wien, sind dankbar dafür, dass die Wiener Unis es jungen Menschen ermöglichen, Visionen zu entwickeln.

Nicht für die Fisch'

"Es ist sehr wichtig und schön, dass in Wien nachhaltige Projekte gefördert werden", sagt Verena Eder. Das Prinzip hinter Aquaponic ist so simpel wie zukunftstauglich. "Aquaponic-Anlagen sind eine Kreislaufwirtschaft zwischen Pflanzen- und Fischzucht", sagt Eder. "Die Abwässer der Fische werden zu den Pflanzen geleitet, die nehmen sich daraus alle Nährstoffe, die sie brauchen, und reinigen das Wasser. Danach kommt das saubere Wasser zurück zu den Fischen." Die Anlagen können Betreiberinnen und Betreiber also mit frischen Fischen und Gemüse und Kräutern versorgen.

Das Team forscht aktuell in einer Testanlage nahe dem Rochusmarkt an den idealen Kombinationen. "Momentan gilt es herauszufinden, was funktioniert und was nicht", so Vojta. "Manche Pflanzen sind für so eine Anlage gut geeignet, andere weniger." Kräuter machen eine sehr gute Figur, auch Tomaten blühen in der Anlage auf. Aquaponic hat auch mit Hanf gearbeitet, da dieser eine der widerstandsfähigsten Pflanzen überhaupt ist. Bei den Fischen arbeitet man mit Welsen, sehr gut geeignet wäre zum Beispiel auch der Tilapia, ein Fisch aus der Familie der Buntbarsche.

Das Aquaponic-Prinzip als Grafik. Abwässer der Fische nähren die Pflanzen, die das Wasser auch reinigen. © Aquaponix

Smart und nachhaltig

Der Vorteil der Anlagen ist, dass man nicht viel dafür braucht. Strom, Licht, etwas Platz und Wasser sind die Grundvoraussetzungen. Die Pflanzen können direkt im Wasser oder in Granulat wachsen. "Süßwasser natürlich, im Salzwasser wachsen die Pflanzen ja nicht sehr gut", sagt Eder. Eine Aquaponic-Anlage kann auf einem Dach, in einer Lagerhalle oder einem Schiffscontainer funktionieren. Für die Stadt der Zukunft ist das Prinzip aus mehreren Gründen ideal. Transportwege entfallen, die Nahrungsmittel sind nachhaltig, und da sie überall entstehen können, muss kein neuer Grund bebaut werden. Das hilft vor allem, die Bodenversiegelung zu vermindern. "Bodenversiegelung heißt, dass Land verloren geht und dadurch unter anderem Wasser schlechter abfließen kann. Gerade bei den immer wieder auftretenden Hochwassern ist das ein wichtiges Thema", so Vojta.

Unterstützung für das Projekt fand das Team bei OekoBusiness Wien. "Wir haben an diversen Kursen teilgenommen und wurden mit Know-how und vielen guten Kontakten unterstützt. Es ist für uns ein großer Vorteil zu wissen, an wen wir uns mit Anliegen wie Förderungsansuchen wenden können. Außerdem sind wir als OekoBusiness-Unternehmen zertifiziert. Das gibt uns nicht nur Glaubwürdigkeit, sondern auch eine Bühne, auf der wir unsere Vision vorstellen können. Da war OekoBusiness Wien schon eine große Unterstützung für uns."

Widerstandsfähige Pflanzen wie Kräuter oder Salate eignen sich sehr gut für eine Aquaponic-Anlage. © Bohmann/Ulrich Sperl

Aquaponic in großem Stil

Das nächste Ziel ist die Errichtung einer größeren Anlage. "Uns schwebt da eine Art Schiffscontainer vor, in dem unten die Fische leben und die Pflanzen in einem Glashaus darüber wachsen", sagt Vojta. Er ist überzeugt davon, dass Aquaponic den Puls der Zeit trifft. "Nachhaltigkeit ist stark im Trend, und auch 'urban farming', also Gemüseanbau in der Stadt, boomt. Wir denken, dass Aquaponic für Wohngemeinschaften, Supermärkte oder Firmen definitiv interessant ist." Eine Anlage kann sich prinzipiell jeder aufstellen.

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