Ein Besuch in der Therme Wien ist nicht nur entspannend, das Thermalwasser hat auch heilende Wirkung. © Therme Wien

Ort der Entspannung

Eine Wellness-Erlebniswelt mit riesiger Pool- und Saunalandschaft sowie eigenem Gesundheitszentrum: Das ist die Therme Wien, ein Ort der Entspannung. Doch nicht nur das: Ihr schwefelhaltiges Quellwasser hat heilende Wirkung.

Sie ist eine der größten Wellnessoasen der Welt: die Therme Wien. 2010 wurde sie als "Jahrhundertprojekt für Lebensqualität in der Großstadt" gemeinsam von der Stadt Wien und VAMED eröffnet. Schon beim Betreten der großzügig angelegten Wasserlandschaft nehmen die Gäste eine angenehme Wärme wahr, nicht nur wegen der Wassertemperatur. Um alle 26 Becken zu füllen, werden 5,5 Millionen Liter Wasser aus der traditionsreichen Oberlaaer Thermalquelle benötigt. Mit dieser Menge könnte man rund 24.000 Badewannen füllen. Die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe des Wassers besitzen dabei eine heilende Wirkung.

Heilendes Thermalwasser

In der angenehmen Atmosphäre der Therme werden die Heilkräfte des Thermalwassers genutzt, um körperliche Beschwerden zu lindern und den Geist zu verwöhnen. Aber Obacht: Nicht jedes Quellwasser ist auch Thermalwasser und nicht jede Wellnessoase ist eine heilbringende Therme. Thermalwasser unterscheidet sich nämlich von herkömmlichem Quellwasser durch seine Inhaltsstoffe. Diese bestehen vorwiegend aus Schwefel, Kohlensäure und Radon. Je nach Herkunft können die Quellen unterschiedlich große Mengen der Inhaltsstoffe beinhalten. In der Therme Wien überwiegt der Schwefelgehalt. Behandlungen mit dem Heilwasser sollten oft wiederholt werden, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Deshalb kann ein Kuraufenthalt in einer Therme bis zu drei Wochen andauern.

Zurückzuführen ist dies auf den Arzt Johann von Crantz zur Zeit Maria Theresias. Er analysierte erstmals Wiens Thermalwasser. Mit seinem Werk "Gesundbrunnen der österreichischen Monarchie" wurde er der Begründer der österreichischen Balneologie, also der Lehre von der therapeutischen Anwendung natürlicher Heilquellen. Der Professor an der Wiener Medizinischen Fakultät empfahl das Thermalwasser zum Beispiel für rheumatische Zustände und Hautkrankheiten. 

Schwefeltherme statt Erdöl

Nicht weit von der Stelle entfernt, an der von Crantz seine Proben entnommen hatte, wurde später durch Zufall eine der heilkräftigsten Schwefelthermen Mitteleuropas entdeckt. Die "European Gas and Electric Company" suchte 1934 am Südhang des Laaer Bergs eigentlich nach Erdöl und Erdgas. Sie fand dabei in 346 Metern Tiefe auch eine heiße Schwefelquelle. Enttäuscht über den geringen Ertrag an schwarzem Gold wurde das Bohrloch allerdings schnell wieder geschlossen. Doch das Wissen blieb erhalten. Und 1965 wurde im Auftrag der Stadt Wien nach dieser Quelle gebohrt. Das sollte sich bezahlt machen.

Denn das 53,8 Grad Celsius warme Natrium-Calcium-Sulfat-Chlorid-Schwefel-Wasser sollte sich als Jackpot entpuppen. Der regelmäßige Kurbetrieb begann 1969 zunächst mit einer kleinen provisorischen Quellenstation. Erst 1974 nahm das Kurzentrum Oberlaa den Betrieb auf. Den Begriff Wellness gab es damals allerdings noch nicht. 1976 erfolgte der Spatenstich für die Erschließung einer zweiten Thermalquelle. Ihr Wasser kommt aus einer Tiefe von 418,5 Metern. Die Quelle hat eine Ergiebigkeit von 32,3 Litern pro Sekunde. Sie zählt zu den stärksten Schwefelquellen Österreichs. Und auch sie hat einen hohen Schwefelgehalt.

Einst Kulisse für Monumentalfilme

Als Motor für die Entwicklung des damaligen Kurzentrums Oberlaa diente schließlich die "Wiener Internationale Gartenschau 1974". Auf einem ehemaligen Ziegelei-Areal, das in den 1920er-Jahren als Kulisse für Monumentalfilme wie "Sodom und Gomorrha" gedient hatte, sowie einigen Weingärten entstand das perfekte Ambiente. Nach Abschluss der größten Gartenschau der Welt wurde das Areal von der Stadt in eine öffentliche Erholungsanlage umgewandelt. Damit war der Kurpark geboren. Er ist das Herzstück der Therme Wien. 1981 erfolgte die Anerkennung beziehungsweise Erhebung des Kurzentrums Wien-Oberlaa zur "Kurzone" durch Beschluss der Wiener Landesregierung.

Heilende Wirkung ab 20 Grad Celsius

Aber auch in Österreich gibt es viele heilende Quellen. Das Wasser zirkuliert bis in tiefe Bereiche der Erde und erwärmt sich dadurch entsprechend. Durch natürliche Austrittsorte oder durch künstliche Bohrungen kommt das wohltuende Wasser schließlich an die Oberfläche. Thermalwasserquellen werden dann als solche bezeichnet, wenn sie beim Austreten eine Wassertemperatur von über 20 Grad Celsius aufweisen. Die wärmste Quelle Europas ist in Bad Blumau in der Oststeiermark mit einer Wassertemperatur von 107 Grad Celsius. Das Wasser der Laaer Quelle kommt auf 54 Grad Celsius.

Neben den 26 mit Thermalwasser gefüllten Becken gibt es heute einen Bereich mit 24 verschiedenen Saunen und Dampfbädern, ein Fitnesscenter, Österreichs erste Thermenbibliothek, einen eigenen Gesundheitsbereich und sogar ein Kino. Im Vergleich zum ehemaligen Kurzentrum Oberlaa haben die Gäste doppelt so viel Wasserfläche und einen drei Mal so großen Saunabereich. Damit ist die Therme Wien die modernste Stadttherme Europas.

Zielgruppe null bis 100 Jahre

Der Grundriss der Therme Wien ist dabei einem Bachverlauf nachempfunden. Ihn schmücken Wasserfälle, Leuchtgräser und Wasserfontänen. Hinzu kommen ein Wasserspielpark für die Kleinsten, Sprungtürme sowie die modernste Erlebnisrutsche Österreichs. Schließlich sind in der Zielgruppe der Therme Wien Menschen von null bis 100 Jahren. Die Therme bietet rund 2.500 Besucherinnen und Besuchern Platz. Sie ist damit die größte in einer europäischen Stadt. Mit der U1 lässt sich die Therme Wien seit 2017 auch ganz bequem mit den Öffis erreichen. Für einen Aufenthalt mit Entspannung pur verlost CLUB WIEN drei Mal zwei Tageskarten.

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