Wiens Studierendenheime sind Orte der Begegnung. © ÖJAB

Studierendenwohnheime in Wien

In Wien gibt es eine große Auswahl an Studierendenwohnheimen. Bei der Entscheidung für ein Wohnheim gibt es einiges zu bedenken.

Die Nachfrage nach Plätzen in Studierendenheimen ist groß. Um einen Platz zu bekommen ist eine rasche Anmeldung notwendig.

Wie und wann anmelden?

Bei den meisten Studierendenwohnheimen gibt es keine fixe Anmeldefrist. Stattdessen werden Zimmer vergeben, solange diese verfügbar sind. Wer sich für einen Platz interessiert, sollte sich rasch darum kümmern, da viele Wohnheime schon einige Wochen vor dem Semesterstart voll belegt sind. Die Anmeldung ist bei allen Wohnheimen via Onlineformular möglich und auch erwünscht.

Folgende Kriterien gelten als wesentlich für die Reihung der Aufnahmeansuchen:

  • Zeitpunkt der Bewerbung
  • Kein Wohnsitz in der Ortsgemeinde des Studierendenheimes
  • Studienerfolgsnachweis analog dem Studienfördergesetz
  • Bevorzugung behinderter Studentinnen und Studenten sowie von Studienanfängerinnen und -anfängern
  • Soziale Kriterien, etwa Einkommen der Eltern. Eine einheitliche Linie gibt es dabei nicht, es empfiehlt sich, individuell nachzufragen

In vielen Wohnheimen werden Einzelzimmer aufgrund fehlender Verfügbarkeit nicht an Neuankömmlinge vergeben. Ein entsprechender Vermerk ist auf den Webseiten und Formularen der Wohnheime zu finden.

Auch für ausländische Studierende bieten Wohnheime viele Vorteile. Das Serviceangebot reicht von der Abholung vom Flughafen bis hin zur Unterstützung bei allerlei Wegen wie zum Beispiel der Beschaffung einer Semesterkarte. Achtung: Für diese Zusatzleistungen können Kosten in der Höhe von bis zu 500 Euro anfallen.

Studierende und FachhochschülerInnen ab 18 Jahren können im Studierendenwohnheim wohnen. © ÖJAB

Top ausgestattet

Die Studierendenwohnheime aller Anbieterinnen und Anbieter haben generell alles, was es zum Studierendenleben braucht. Alle Zimmer sind möbliert. Es gibt Einzelzimmer, Einzelzimmer-Garçonnière, Doppelzimmer, Doppelzimmer-Garçonnière, Wohngemeinschaften sowie barrierefreie Zimmer. Es ist auch möglich, dass Paare oder beste Freundinnen und Freunde je nach Kapazität auch eine gemeinsame Unterkunft finden können.

Alle Zimmer haben in der Regel Dusche, WC, Telefon, Kabelfernseh- und Internetanschluss. Gemeinschaftsküchen bieten Platz zum Kochen und eine Chance mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Weiters gibt es Fitnessräume, Saunen, Musikübungsräume, manchmal auch einen Innenhof oder eine Terrasse zum Entspannen. Waschsalons, Veranstaltungs- und Partyräume, Meditationsraum, Seminarraum, Platz für Fahrräder sowie Tischtennistische finden sich in praktisch jedem Wohnheim. 

Neben Computer/Laptop und Büroutensilien ist es in Wohnheimen üblich, sein eigenes Kochgeschirr mitzubringen. Auch Gläser, Teller und Besteck sowie Utensilien für das Badezimmer sollte man selbst mitnehmen..

Grüne Häuser

Angepasst an die nachhaltige Lebensweise vieler Studentinnen und Studenten werden immer mehr Studierendenheime so gebaut, dass sie ein "grünes Wohnen" ermöglichen. In Wien ist eine nachhaltige Bauweise mittlerweile Grundvoraussetzung. Eine energieoptimierte Architektur und Solarzellen mit Energiespeichersystem gewährleisten einen niedrigen Energieverbrauch. So können Heime die benötigte Energie oder einen Teil davon selbst produzieren. 

Weitere verbreitete Maßnahmen sind wassersparende Armaturen und LED-Leuchten. Davon profitiert die Umwelt und die Energiekosten sinken. Studierende zahlen in Wohnheimen aber einen Pauschalpreis und sind daher von Energiekosten und Schwankungen auf dem Markt nicht betroffen.

Zimmerpreise und weitere Kosten

Die Einzelzimmerpreise in Wien schwanken je nach Wohnheim stark. Einbettzimmerpreise starten bei rund 300 Euro, bewegen sich oft bei rund 400 Euro und können bis über 600 Euro steigen. Einen Platz im Zweitbettzimmer kann man schon für unter 300 Euro mieten.

Neben den Zimmerpreisen fallen allerdings weitere Kosten an. Bearbeitungs- und Buchungsgebühren sind Usus, man sollte dafür rund 70 bis 100 Euro einplanen. Auch eine Kaution ist zu leisten. Die Höhe beträgt mindestens 400 Euro und kann bis auf 1.100 Euro steigen. Beim Auszug muss man mit einer Endreinigungsgebühr rechnen. Abgesehen davon können je nach Wohnheim Kosten für WLAN, Kellerabteile, Schadenspauschale und mehr anfallen.

Regeln einhalten

Damit das Zusammenleben von ein paar Hundert jungen Menschen pro Haus reibungslos ablaufen kann, hat jede Unterkunft eine Hausordnung.  Unerlässlich in allen Unterkünften ist der Nichtraucherinnen- und Nichtraucherschutz. Erlaubt ist das Rauchen nur in bestimmten Bereichen. Weiters ist der Besuch von Freundin oder Freund gern gesehen, jedoch verordnen einige Wohnheime, dass sie oder er nicht über Nacht bleiben darf. Haustiere sind in so gut wie allen Heimen verboten.

Soziale Wohnprojekte

In Wien gibt es verschiedene soziale Projekte, die Studierendenheime mit gesellschaftlichen Anliegen vereinen. Studierende und Obdachlose treffen einander in Häusern der VinziRast.

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