Wirtschaftsinformatik, Open Data und Leopoldstadt: Eva über ihre Liebe zu Wien

Wien im Studi-Check: Eva 26, Wirtschaftsinformatik-Studentin.

CLUB WIEN lässt die Wiener Studentinnen und Studenten zu Wort kommen. Wie studiert, lebt und feiert es sich in der größten deutschsprachigen Uni-Stadt? Für die Serie "Studieren in Wien" gibt Eva Einblick in ihr Studentenleben. Die 26-Jährige spricht über ihre Entscheidung für Wirtschaftsinformatik, ihre Arbeit als Tutorin und Werkstudentin sowie über Sport- und Freizeitangebote in ihrem Lieblingsbezirk.

Schon während der Schulzeit hat sich Eva auf Bildungsmessen nach einer für sie spannenden Studienrichtung umgeschaut, geworden ist es Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität (WU). Inzwischen hat sie das Bachelor- und Master-Studium abgeschlossen und nebenbei Projektmanagement und IT an der FH des BFI Wien studiert. "Ich habe mich schnell an der Wirtschaftsuni eingelebt", sagt Eva. Im Masterstudiengang starten pro Semester an die 40 Studienanfängerinnen und -anfänger. "Die Atmosphäre am Institut ist daher sehr familiär, die Studentinnen und Studenten kennen sich untereinander, die Lehrenden sind auch für jeden bei Fragen oder für Projekte leicht zu erreichen." Während des Masterstudiums war Eva auch als Tutorin engagiert und half ihren Kolleginnen und Kollegen beim Studieneinstieg und mit Lernbegleitung bei Vorlesungen. Aktuell ist Eva im ersten Semester des Doktoratsstudiums und bereitet sich zudem auf ihren Einstieg in das Berufsleben vor. Schon jetzt arbeitet die 26-Jährige als Werkstudentin bei Siemens, außerdem als Researcher bei SBA-Research, die sich besonders für Frauen in der Technik einsetzen.

Beste Job-Chancen für Technikerinnen

Auch nach dem Abschluss will Eva unbedingt in Wien bleiben, was aber nicht schwierig sein sollte: Jobchancen für Frauen in der Technik gibt es in der angehenden Digi-Hauptstadt Europas genug, sagt Eva. "Gerade die IT-Branche boomt, das kommt mir entgegen. Aber als Wirtschaftsinformatikerin kann man auch in fast allen anderen Branchen eine spannende Aufgabe finden."

Aber nicht nur die Job-Chancen halten Eva in Wien: "Die Lebensqualität ist einfach super. Wien ist toll und leistbar. Es gibt viel Grün und die Öffis sind günstig, aber Gold wert!". Auch ohne Semesterticket für Studierende, das bis zum 26. Lebensjahr gilt, sind die Öffis dank 365-Euro-Jahreskarte so günstig wie in keiner anderen Großstadt.  

Action im Freien, Kultur und Genuss

Evas Lieblingsbezirk ist die Leopoldstadt. Hier ist nicht nur der neue WU-Campus angesiedelt, die Studentin wohnt mit ihrem Freund auch im Bezirk. In ihrer Freizeit macht sie Sport. "Ich bin ein großer Fan der USI-Kurse und probiere gerne neues aus". Tischtennis, Yoga, Pilates und Volleyball sind ein guter Ausgleich zum Studium, sagt Eva. Im Sommer spielt sie im Rudolf-Bednar-Park Volleyball. "Gratis Sportanlagen in den Parks sind ein super Angebot: Die Platzmiete fällt weg, wer ein Match spielen will, braucht nur seinen Ball und Freunde mitbringen."

Im Sommer ist Eva außerdem Stammgast beim Filmfestival am Rathausplatz. Auch der Donaukanal ist das zweite Wohnzimmer der Wienerin, die auch mal das Flussufer tauscht und vom zweiten Bezirk zur Urania oder zur Strandbar Herrmann wechselt.

Digi-Haupstadt Wien ist leiwander als Silicon Valley

Lob von der IT-Expertin gibt es neben den Öffis auch für die Daten der Stadt. "Wien stellt sehr viele Daten frei zur Verfügung. Die Daten-Fülle reicht von den Standorten öffentlicher WLAN-Hotspots über den Standort von WCs oder Kurzparkzonen bis hin zu einem Kataster mit allen Bäumen im öffentlichen Raum. Aus dem Open-Data-Angebot der Stadt hat Eva bereits für Lehrveranstaltungen Apps gecoded. Gepaart mit der hohen Lebensqualität ist Wien deshalb locker 'leiwander' als Silicon Valley", so Eva.