Im neuen Glanz ist die Stephaniewarte seit Mai wieder eröffnet. Kommen Sie vorbei und genießen den herrlichen Ausblick über Wien. © Bohmann/Linda Weidinger

Stephaniewarte in neuem Glanz

Man sagt, sie biete die schönste Aussicht über Wien: Die Stephaniewarte am Kahlenberg wurde saniert und ist nach über zwei Jahren Sperre wieder von Mai bis Oktober geöffnet.

In einem kleinen Wäldchen, hoch oben am Kahlenberg liegt die Stephaniewarte. Mit einer Höhe von 22 Metern und einer Aussichtsplattform von etwa 60 Quadratmetern bietet sie Besucherinnen und Besuchern eine herrliche Aussicht über ganz Wien. Sie weist die Form eines Wehrturms auf und besteht aus Ziegelmauerwerk. Die rechteckig ausgeführte Basisfläche beträgt rund 35 Quadratmeter. Die Stephaniewarte wurde 1887 von der Kahlenbergbahn-Gesellschaft im Zuge der Verlängerung der Endstation der Zahnradbahn errichtet. Gestiftet wurde der Aussichtsturm auf dem 484 Meter hohen Kahlenberg, dem Hausberg der Wienerinnen und Wiener, von Kronprinzessin Stephanie. Die aus dem belgischen Königshaus stammende Prinzessin war die Gemahlin des Kronprinzen Rudolf von Österreich-Ungarn. Erbaut wurde die Warte nach Entwürfen der Ringstraßen- und Theaterarchitekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer. Von ihnen wurden unter anderem auch das Revuetheater Ronacher und das Volkstheater entworfen. Seit 1953 wird hier regelmäßig Rundfunk übertragen. Von 1953 bis 1956 diente die Warte selbst als Träger von Sendeantennen des ORF und war der Standort des ersten UKW-Radiosenders. Seit 1956 befindet sich gleich neben der Warte der Mast des Senders Kahlenberg.

Die Stephaniewarte weist eine Höhe von 22 Meter auf. © Bohmann/Linda Weidinger

Nach der Eröffnung rechnete man mit einem großen Besucherinnen- und Besucherandrang, weshalb man zwei getrennte Stiegenhäuser mit jeweils 125 Stufen für den Aufstieg beziehungsweise den Abstieg einplante und umsetzte. Heute ist für die Öffentlichkeit nur mehr ein Stiegenhaus geöffnet. In den 1980er-Jahren wurde die Warte von der Stadt Wien erworben und von 1990 bis 1992 generalsaniert. Im Zuge der Umbauarbeiten wurde damals der Stiegenaustritt mit einer Glaskonstruktion überbaut. Anlässlich des 130-Jahre-Jubiläums im Jahr 2017 kam es zu einer weiteren Sanierung. Betreut wird die Warte von den Döblinger Naturfreunden, mit denen die MA 49 - Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien eine sehr gute Kooperation pflegt.

Die Stephaniewarte bietet die schönste Aussicht über ganz Wien. © Bohmann/Linda Weidinger
Die Stephaniewarte bietet die schönste Aussicht über ganz Wien. © Bohmann/Linda Weidinger
Die Stephaniewarte bietet die schönste Aussicht über ganz Wien. © Bohmann/Linda Weidinger
Die Stephaniewarte bietet die schönste Aussicht über ganz Wien. © Bohmann/Linda Weidinger
Die Stephaniewarte bietet die schönste Aussicht über ganz Wien. © Bohmann/Linda Weidinger

Ausblick über ganz Wien

Nicht ohne Grund heißt es, dass der Ausblick von der Stephaniewarte der schönste von ganz Wien sei. Denn fast 300 Meter über der Donau gelegen, hat man von der Warte aus eine herrliche Aussicht über das Wiener Becken, die Hügel des Wienerwalds und das Donautal. Wenn das Wetter es zulässt, kann man im Osten das Leithagebirge sehen und im Südwesten den rund 70 Kilometer entfernten Schneeberg, Wiens am nächsten gelegener Zweitausender.

Im Zuge der Umbauarbeiten wurde die Warte sowohl innen als auch außen renoviert. © Bohmann/Linda Weidinger

Nach Sanierung in neuem Glanz

Aufgrund von Witterungseinflüssen musste die Warte generalsaniert werden und war deshalb seit Mitte Mai 2015 geschlossen. Die Arbeiten begannen im Frühling 2017 und wurden von der MA 49 betreut.

"Aufgrund der Witterungseinflüsse war es im Inneren und rund um die Warte schon sehr gefährlich. Ziegel sind abgebröckelt und heruntergefallen, weshalb auch ein Baustellenzaun um die Warte errichtet werden musste", erzählt Petra Wagner von der MA 49. Im Zuge der Umbauarbeiten wurde der Aussichtsturm sowohl außen als auch innen saniert. "Wir mussten auch das Stiegenhaus sanieren. Die Fenster sind durchgehend geschlossen gewesen, weshalb es innen sehr feucht geworden ist. Deshalb sind jetzt Fenster mit Lüftungsschlitzen eingebaut worden. Das schützt vor Feuchtigkeit", erklärt Frau Wagner. Zudem wurde der Putz im Stiegenhaus erneuert. Die Terrasse am Aussichtsdeck bekam einen neuen Belag und auch das Geländer wurde saniert. Weiters wurden die Außenmauer mit neuen Ziegeln versehen sowie Schwachstellen an den Außenwänden repariert. "Wir haben auch die Kuppel am Dach erneuert, da es oft hineingeregnet hat", erzählt die Bereichsleiterin. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, weshalb die gesamten Umbauarbeiten vom Bundesdenkmalamt begleitet wurden.

Die Arbeiten haben sich gelohnt, denn die alte Stephaniewarte erstrahlt in neuem Glanz. Betreut wird die Warte von den Döblinger Naturfreunden, mit denen die MA 49 eine sehr gute Kooperation pflegt, und ist seit Frühjahr 2018 für Besucherinnen und Besucher von Mai bis Oktober an Samstagen von zwölf bis 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von zehn bis 18 Uhr geöffnet. Zu erreichen ist die Warte mit dem Autobus 38A. Einfach bis zur Endstation fahren und von dort aus gelangt man zu Fuß in fünf Minuten zur Stephaniewarte. Ein Ausflugstipp: Die Stephaniewarte ist in den Wiener Stadtwanderweg 1 - Kahlenberg integriert.

Vorteilspartner CLUB WIEN

City Pilates & Yoga Studio

Mit der CLUB WIEN-Vorteilskarte erhalten Sie 10 Prozent Ermäßigung auf Pilates- und Yoga- Gruppenstunden und Workshops.

Erfahren Sie mehr 29625

Restaurant Family and Friends

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten ein Glas Prosecco oder einen Kidscocktail zu jedem Abend- und Mittagessen

Erfahren Sie mehr 30842

Figurentheater Marijeli

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten 1 Euro (rund 15 Prozent) Ermäßigung im Figurentheater Marijeli.

Erfahren Sie mehr 34620

MFT Core Disc

Mit der MFT Core Disc werden Liegestütze nun anspruchsvoller. CLUB WIEN-Mitglieder erhalten die MFT Core Disc ermäßigt.

Alle Vorteilspartner