© Christian Fürthner

 

Wohngebiete entlasten

Planungsdirektor Thomas Madreiter zur Stadtstraße Aspern.

Warum brauchen wir aus Sicht der Stadtplanung die Stadtstraße?
Wiens Bevölkerung wächst sehr stark. Urbane Siedlungsformen sind nicht zuletzt im Sinne eines umfassenden Umweltschutzes daher unabdingbar. Allein im 22. Bezirk entstehen in nächster Zeit benötigter Wohnraum für rund 60.000 Menschen und ortsnahe Arbeitsplätze. Neben dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs bedarf es zukunftsfähiger Lösungen, um die Stadtentwicklungsgebiete an das bestehende Verkehrsnetz anzubinden.

Wo wird die Stadtstraße entlangführen?
Sie ist eine Verbindungsstraße – sie verbindet die Seestadt Aspern mit der Südosttangente (A23). Zwei Tunnel – im Bereich Emichgasse und Hausfeldstraße – sowie die Tieferlegung der restlichen Strecke um zwei bis drei Meter sorgen für bestmöglichen Lärmschutz.

Heißt eine neue Straße nicht auch mehr Verkehr?
Die Stadtstraße verfolgt das Ziel, Autoverkehr zu bündeln, um in den umliegenden Wohngebieten der Donaustadt eine Entlastung zu erreichen und die neuen Siedlungsgebiete zu erschließen. Ihr Bau ist in einen umfassenden Prozess mit weiteren Maßnahmen wie Öffi-Ausbau, flächendeckendes Parkpickerl, neue Radwege etc. eingebettet, die dazu beitragen, zusätzlichen Verkehr zu vermeiden.

Welche Auswirkungen hat die Straße auf die Anrainerinnen und Anrainer bzw. die Bezirke und Wien generell?
Die Stadtstraße trägt zur Lebensqualität in Wien und in der Donaustadt bei. Sie bündelt den Verkehr und entlastet damit die umliegenden Ortskerne. Andererseits nimmt die Stadtstraße als Voraussetzung weiterer flächenschonender Quartiersentwicklung den Entwicklungsdruck von weniger gut erschlossenen Bereichen der Stadt und des Umlands.

 

Zahlen, Daten, Fakten

Wichtige Infos zur Stadtstraße:

.) Gesamtlänge: 3,2 Kilometer

.) Tunnel 1: Emichgasse: 795 m

.) Tunnel 2: Hausfeldstraße: 550 m

.) Erlaubte Geschwindigkeit: Beschränkung auf 50 km/h (keine Autobahn)

.) Weniger Lärm: Pro Tag rund 6.000 Autos weniger in Hirschstetten und 8.000 weniger in Aspern

.) Betriebsstart: 2025