Gemeindebau-Mieterin Petra Ulbin und wohnpartner-Konfliktbearbeiter Waqas Saeed sind froh über den positiven Ausgang des Nachbarschaftsstreits. © Bohmann/Rene Wallentin

Stark ist, wer Hilfe sucht: "Dank wohnpartner wurde aus Gegeneinander ein Miteinander im Gemeindebau"

Lärm aus der Nachbarwohnung brachte Mieterin Petra Ulbin regelmäßig zur Weißglut. Erst als die "wohnpartner", eine Serviceeinrichtung der Stadt Wien, zwischen den Hausparteien vermittelte, kam Harmonie in die Nachbarschafts-Beziehung.

"Ich war mit meinen Nerven schon völlig am Ende. Ohne die Unterstützung von wohnpartner hätte sich die Situation nicht entspannt", sagt Petra Ulbin. Sie wohnt in der Siedlung Jedlesee und schätzte die Ruhe in ihrer Anlage. Ihre Nachbarin hingegen fand nichts dabei oft bis spät in die Nacht Staub zu saugen. Das Problem direkt mit der Nachbarin anzusprechen, war für Petra Ulbin vorerst aber keine Option.

Gespräch als Lösung

Erst ein Anruf der entnervten Mieterin bei Wiener Wohnen gab den Anstoß, eine Lösung für das Problem zu finden. Wiener Wohnen leitete das Anliegen an wohnpartner, eine Serviceeinrichtung der Stadt Wien für Mieterinnen und Mieter, weiter. Nach dem ersten Kontakt mit Konfliktberater Waqas Saeed wurde ein Termin mit Frau Ulbin und ihrer Nachbarin, die zum Glück ebenfalls zu einem Gespräch bereit war, vereinbart.

"Wo Menschen einander begegnen, treffen oftmals unterschiedliche Interessen aufeinander", weiß Waqas Saeed. Der Konfliktberater arbeitet seit 2010 bei wohnpartner und hat schon in ähnlichen Nachbarschafts-Konflikten erfolgreich vermittelt. Das Anliegen von Petra Ulbin ist kein Einzelfall. "Cirka 80 Prozent der Beschwerden, die bei uns einlangen, drehen sich um Lärmbelästigung", weiß Waqas Saeed. "Bei den restlichen 20 Prozent geht es unter anderem um persönliche Konflikte, Verschmutzung von Allgemeinflächen oder Konflikte in Bezug auf Tierhaltung."

Eine Mediation, also ein Gespräch der Streitparteien im Beisein und unter der Anleitung von ausgebildeten Mediatorinnen oder Mediatoren, ist ein wesentlicher Teil der wohnpartner-Tätigkeit. "Eine Mediation beruht auf Freiwilligkeit. Das Gespräch sollte respektvoll geführt werden, alle sollten ausreden können und im Gespräch sollte über das Gegenüber nicht abwertend gesprochen werden", erklärt wohnpartner-Konfliktbearbeiter Waqas Saeed.

"Wir sind uns gegenübergesessen und haben gemeinsam mit zwei wohnpartner-Mediatorinnen endlich über das Problem gesprochen", schildert Petra Ulbin das Mediations-Gespräch. Insgesamt 20 wohnpartner-Standorte mit 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gibt es verteilt auf die ganze Stadt. "Während der Aussprache gab es natürlich auch einige hitzige Momente. Meine Nachbarin hat anfangs abgestritten, dass sie für den Lärm verantwortlich ist. Da sind die Emotionen hochgekommen", erzählt Petra Ulbin. Dank des Eingreifens und Lenkens der Mediatorinnen konnte die Diskussion aber schnell sachlich geklärt werden.

Waqas Saeed ist für die Anliegen der Mieterinnen und Mieter am Standort Brünner Straße im 21. Bezirk da. © Bohmann/Rene Wallentin

Bedürfnisse vereinen

In den 220.000 Wiener Gemeindewohnungen leben rund eine halbe Million Menschen. "Da ist es gar nicht so einfach, die verschiedenen Bedürfnisse zu vereinen", weiß Waqas Saeed. "Es ist im Sinne von wohnpartner den Gemeindebaubewohnerinnen und -bewohnern zu helfen, damit Konflikte in Zukunft gar nicht erst aufkommen. Quasi eine Hilfe zur Selbsthilfe." Kommen Bewohnerinnen und Bewohner im Gemeindebau gut miteinander aus, steigert das auch die Lebensqualität – das ist das Credo der wohnpartner.

Heute hat Petra Ulbin ein gutes Verhältnis zu ihrer Nachbarin. Ohne die Hilfe von Waqas Saeed und dem wohnpartner-Team wären die Fronten zwischen den zwei Frauen immer noch verhärtet. Beim Erzählen ihrer Geschichte betont Petra Ulbin eines immer wieder: "Es war die richtige Entscheidung, das Service der wohnpartner in Anspruch zu nehmen. Denn: Ärgern hilft wenig, besser ist es, das Gespräch zu suchen. Meine Nachbarin und ich haben nun ein Miteinander und kein Gegeneinander mehr. Das ist sehr wertvoll", sagt Petra Ulbin.

Dank der Unterstützung von wohnpartner hat Petra Ulbin nun ein gutes Verhältnis zu ihrer Nachbarin. © Bohmann/Rene Wallentin

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