Andreas (links) und seine Kollegen Christian Berger und Patrick Bauer wechseln sich im Innen- und Außendienst des Wiener Netze-Störfalldienstes ab. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

Stark ist, wer Hilfe sucht: Sicherheit durch sofortige Hilfe der Wiener Netze

Aus einem Gas-Gebrechen wurde ein Notfall der anderen Art. Wiener Netze-Mitarbeiter Andreas war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Er und sein Team sind zur Stelle, wenn buchstäblich dicke Luft herrscht.

"Diesen Tag werde ich mein Leben lang nicht vergessen!" Andreas erinnert sich an einen Einsatz der ganz besonderen Art zurück. Er ist Installateur und seit 2012 abwechselnd im Außen- und Innendienst des Wiener Netze-Störfalldienstes tätig. Pro Tag gehen ungefähr 560 Anrufe beim Gas-Notruf der Wiener Netze ein. Das sind etwas mehr als 23 pro Stunde. Dabei geht es nicht immer um akute Notfälle sondern auch um Fragen, wenn beispielsweise eine Therme nicht mehr funktionstüchtig ist. "Die meisten Vorfälle ereignen sich vormittags oder nachmittags zwischen 16 und 19 Uhr. Das ist die Zeit, in der viele Leute zu Hause sind und Störfälle von den Mieterinnen und Mietern selbst bemerkt werden", erklärt Andreas.

Der Gas-Notruf ist 24 Stunden durchgehend erreichbar. Die Monteurinnen und Monteure wechseln zwischen Telefondienst und Außendienst. "Ich nehme alle zwei Wochen die Anrufe entgegen und schicke dann jemanden von meinen Kolleginnen und Kollegen zu der Adresse, wo ein Gasgeruch oder eine Störung gemeldet wurde", sagt Andreas.

Immer bei Einsätzen dabei: das Gasmessgerät. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

Vorsicht ist immer geboten

Die Installateurinnen und Installateure der Wiener Netze betreten Gebäude, in denen ein Gasgeruch bemerkt wurde, grundsätzlich nur mit persönlicher Schutzausrüstung und einem laufenden Gasmessgerät in der Hand. "So können wir gleich feststellen, ob Gefahr in Verzug ist und wie viel Kohlenmonoxid oder Erdgas sich in der Luft befinden", sagt Andreas. Diese Vorgehensweise hatte der Installateur auch bei dem Einsatz angewandt, der ihm bis heute im Gedächtnis geblieben ist.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Netze-Gebrechenstelle nehmen die Anrufe rund um die Uhr unter der Telefonnummer 128 entgegen. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

Damals noch relativ frisch als Außendienstmitarbeiter für die Wiener Netze unterwegs, wurde Andreas von seinem Kollegen, der an diesem Tag für den Telefondienst eingeteilt war, in den 20. Bezirk geschickt. Der Pensionist Helmut S. hatte den Gas-Notruf gewählt und einen leichten Gasgeruch in seiner Wohnung gemeldet. "Wir müssen allen Meldungen bezüglich eines wahrnehmbaren Gasgeruchs nachgehen und die Situation überprüfen", sagt Andreas. Während sich der Monteur auf den Weg machte, gab sein Kollege Helmut S. einige Sicherheitsanweisungen durch. "Ganz wichtig bei Gasgeruch ist es, die Fenster und Türen zu öffnen, alle Zündquellen zu löschen und keine elektrischen Schalter zu betätigen", erklärt der Wiener Netze-Mitarbeiter.

Ursachensuche

In der Wohnung des Pensionisten angekommen, suchte Andreas zunächst nach der Quelle des Gasgeruchs. Schnell stellte er eine Undichtheit beim Gasheizofen im Wohnzimmer fest. "Als Sofortmaßnahme habe ich die Gasleitung abgedreht und den Gerätezwischenhahn gesperrt", erzählt der gelernte Installateur. Für die Reparatur beziehungsweise den Austausch des Gasofens setzen sich die Mieterinnen und Mieter dann am besten mit der Hausverwaltung in Verbindung. Andreas und seine Kolleginnen und Kollegen führen immer zuallererst Sicherungsmaßnahmen durch. "Schließlich ist unser Job nicht ungefährlich", betont Andreas. Er leistet Soforthilfe auf allen Ebenen, und das in jeder Hinsicht.

Notfallhelfer zur Stelle

Andreas ist froh, dass er zur richtigen Zeit zur Stelle war. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

"Als sich der rüstige ältere Herr für die schnelle Hilfe bei mir bedanken und mir die Hand schütteln wollte, verdrehte er plötzlich die Augen und fiel in Ohnmacht – genau in meine Arme", erzählt Andreas. Geistesgegenwärtig fing er den Mann auf und legte ihn in die stabile Seitenlage. Andreas rief die Rettung und kontrollierte die Atmung des Pensionisten. "Das waren die längsten acht Minuten meines Lebens!"

Nachdem Helmut S. von den Sanitätern ins Spital gebracht worden war, erfuhr Andreas von der Ehefrau des Mannes per Anruf am nächsten Tag, dass es ein epileptischer Anfall gewesen war. Ohne Andreas Hilfe hätte das schlimm enden können. "Ich habe mich gefreut, dass es dem sympathischen Herrn wieder gut ging. Und bin sehr dankbar, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Netze sind eben in jeder Situation für die Kundinnen und Kunden da", sagt Andreas.

Alarmsignal Gasgeruch

Die Wiener Netze sind für alle Wienerinnen und Wiener da. © Bohmann/Stefan Fürtbauer

Auch wenn das durch den defekten Ofen ausgetretene Gas nicht die Ursache für den Anfall war, so ist bei jeglichem wahrnehmbaren Gasgeruch höchste Vorsicht geboten. Wer nicht genau weiß, wie Gas riecht, dem helfen die Gasgeruchs-Karten der Wiener Netze weiter. "Diese Karten gibt es in zwei Versionen: eine für Kinder und eine für Erwachsene. Darauf befinden sich Rubbelfelder, die mit einem Erdgas-Duftlack bedruckt sind, sowie Erklärungen, was bei Gasgeruch zu tun ist", erklärt Andreas. Aufgrund von alternativen Heiz- und Kochmöglichkeiten heutzutage sind Gasöfen oft nicht mehr in Betrieb. Deshalb wissen viele Menschen auch nicht so genau, wie Gas riecht. Die Karten sind direkt bei den Wiener Netzen im 11. Bezirk erhältlich.

Im Sommer gibt es durch die witterungsbedingten Abgas-Staus mehr Gas-Gebrechen beziehungsweise CO-Unfälle als im Winter. Neben den Gasgeruchs-Meldungen drehen sich viele der Anrufe beim Gas-Notruf um Gaszähler-Lärm. "Das fällt besonders in der kalten Jahreszeit auf, wenn in der Nacht die Heizung läuft und der Gaszähler ständig in Betrieb ist. Die alten Geräte werden dann von uns gegen neue ausgetauscht", so der Wiener Netze-Monteur.

"Das Schöne an meiner Arbeit ist, wenn ich jemandem helfen kann. Auch wenn ich beispielsweise einmal den Gashahn für ein Haus mit 40 Parteien abdrehen muss. Die Mieterinnen und Mieter sind froh, dass da einer ist, der sich darum kümmert damit sie sich im Haus sicher fühlen und wissen, dass nichts passieren kann", schließt Andreas.

Die Wiener Netze-Servicenummern:

Gas-Notruf: 128 (bei Gasstörungen und Gasgebrechen) - 24/7 jeden Tag im Jahr
Stromstörung: 0800 500 600 - 24/7 jeden Tag im Jahr
Fernwärmestörungen: 0800 500 751 - 24/7 jeden Tag im Jahr
Kundendienst: +43 (0)50 128-10100 (werktags 8 bis 17 Uhr)

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