Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner
Begleiten Sie stadtUNbekannt auf einer Entdeckungsreise durch den Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner

stadtUNbekannt im Wiental Kanal: 35 Meter unter der Sonne

Tief unter den Straßen und Parks der Stadt liegt ein gigantischer Tunnel verborgen. Für das Wiener Wasser und den Umweltschutz ist der unterirdische Bau jedoch himmlisch. Entdecken Sie mit unserer Serie stadtUNbekannt den Wiental Kanal.



Im Wiental Kanal regiert die Dunkelheit. Unterbrochen wird sie nur von blinkenden Pfeilen, die im Abstand von einigen Metern Richtung Ausgang weisen. Für die Arbeiter von Wien Kanal ist das überhaupt kein Problem. Bei unserem Besuch zeigen sie uns mit Taschenlampen und Scheinwerfern die beeindruckende Röhre, die sich mit einem Durchmesser von siebeneinhalb Metern durch den Wiener Untergrund bahnt. Doch um genau zu sein, regiert hier eigentlich die meiste Zeit über das Wasser. Denn der Wiental Kanal ist nur wenige Wochen im Jahr trocken und somit begehbar. Das Wasser wird jeden Frühling abgelassen, um die Installation gründlich zu reinigen. Nur einmal im Jahr, am Ende des Winters in der regenarmen Zeit, wird der Tunnel gereinigt und inspiziert.

Weit unter den Straßen Wiens befindet sich der Wiental Kanal. Nur gut gesicherte und erfahrene Kanalarbeiter haben Zutritt. © PID/Christian Fürthner

Das nasse "Königreich Wiental Kanal" kann sich sehen lassen: 3.500 Meter ist er lang und hat dabei ein Speichervolumen von 110.000 Kubikmetern. Wir befinden uns im Abschnitt zwei und drei zwischen dem Stadtpark und dem Ernst-Arnold-Park. Dieser ist 2.600 Meter lang. Vom bunten Treiben auf der Straße ist man hier weit weg. Rund 35 Meter sind es bis nach oben, dazwischen keine Menschenseele. Ohne Bestand ist der Bereich aber nicht. Der Wienfluss befindet sich über dem Kanal.



Die MitarbeiterInnen von Wien Kanal sorgen für saubere Rohre und schützen mit ihrer Arbeit die Umwelt. © PID/Christian Fürthner

Moderner Umweltschutz in Wiener Perfektion


Das Besondere am Wiental Kanal ist seine Vielseitigkeit. Er dient als Entlastungskanal und sorgt dafür, dass kein Mischwasser, also durch Regen verdünntes Kanalwasser, in den Wienfluss gelangt. Ein Szenarium, das vor der Errichtung des Wiental Kanals durchaus möglich war. Heute schafft es das Röhrensystem, Abwasser, das einer Menge von 1,5 Millionen prall gefüllten Badewannen entspricht, aufzunehmen. Mithilfe des Stauraums wird der Wienfluss nicht mehr belastet und das Abwasser kontrolliert zur Hauptkläranlage in Simmering gebracht. In Sachen Umweltschutz ist der Kanal ein absolutes Vorzeigeprojekt.

Im Girardipark befindet sich einer der Einstiege zum Wiental Kanal. © PID/Christian Fürthner

Oben Park, unten Kanal


Wenn man gegenüber dem Café Museum im Girardipark steht, vermutet man keine Sekunde, dass sich unter den Füßen eine gigantische Unterwelt befindet. Doch genau hier führt unser Weg hinab. Ein unscheinbarer Deckel, wie tausend andere in Wien, ist eine der Pforten in den Wiental Kanal. Unter dem Deckel befindet sich eine Stiege, die über 200 Stufen direkt hinab zum Kanal führt. Das Einzige, das hier auffällig ist, ist eine kleine Nische, die sich nach wenigen Stufen linker Hand auftut. Hier befindet sich nichts außer einem Sessel. Die Mitarbeiter von Wien Kanal erklären, dass dieser für jenen Mitarbeiter oder jene Mitarbeiterin bestimmt ist, die während der Arbeit die Aufgabe hat, den Eingang zu hüten. Damit soll verhindert werden, dass sich jemand im Trakt verirrt oder gar bis in die Röhre runterkommt. Dort alleine rumzuirren ist, wie eingangs erwähnt, nicht empfehlenswert.



Sicherheit steht auf der Tagesordnung ganz oben. Die Spitzhacke dient hauptsächlich der Kanalreinigung. © PID/Christian Fürthner

Nur ein Mal im Jahr zugänglich


Die Stiegen führen acht Stockwerke nach unten, einen Aufzug gibt es auch. Direkt neben dem Liftausgang finden wir einen Erste-Hilfe-Kasten, an dem kokett eine Spitzhacke lehnt. Ob die wohl zur Abwehr von riesigen Nagetieren da steht? Blödsinn, kontern die Kanalprofis. Ratten gibt es hier unten nicht. Die Spitzhacke kommt zu den Reinigungszeiten zum Einsatz und ist dazu da, Ablagerungen von den Wänden zu kratzen. Davor kommen Hochdruckreiniger und anderes schweres Gerät zum Einsatz. Sauberkeit steht hier, wie in allen Wiener Kanälen, an allererster Stelle. Der Erste-Hilfe-Kasten ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Trotzdem irgendwie beruhigend.



Bei siebeneinhalb Metern Durchmesser sehen sogar die stattlichen Kanalarbeiter klein aus. © PID/Christian Fürthner

Eine imposante Installation


Das Innere des Kanals ist simpel und dennoch mächtig. Es ist eine gigantische Röhre, die sich totenstill Richtung Stadtpark schlängelt. Die Wände sind grau, der Boden leicht bedeckt mit schlammigem Material. Dennoch sieht man sofort, dass hier kräftig geputzt wurde. Bedenkt man, dass hier fast das ganze Jahr über Abwasser und Regenwasser unterwegs sind, ist der Sauberkeitsgrad geradezu herausragend. Mit einem Radlader bahnen wir uns den Weg durch die Röhre. Ringsherum das ewig gleiche Gemäuer. Änderungen in der Szenerie gibt es keine. Nur gelegentlich eine Einbuchtung in der Wand. An Ende des Wassertunnels ragt ein Schacht bis ganz nach oben.



Wie dieser Schacht uns deutlich zeigt, ist es bis zur Sonne weit. © PID/Christian Fürthner

35 Meter nichts


Oben durch das Gitter sehen wir das Tageslicht und es scheint sehr, sehr weit entfernt zu sein. Wie man von da oben nach hier unten kommt, können die Kanalarbeiter schnell beantworten: "Im freien Fall!" Schwarzer Humor kommt in der Unterwelt gut an. Vom Straßenlärm bekommt man hier trotz Sichtkontakt zur Straße nichts mehr mit. Und überhaupt ist die Stille des Ortes erdrückend. Von den Gesprächen der Arbeiter und dem Surren des Baggers abgesehen, gibt es kein Geräusch. Und auch kein Licht. Außerhalb der Reichweite der Taschenlampen sieht man nur schwarz. Abgesehen vom gelegentlichen Blinken der Pfeile. Welch gigantische Maschine diesen Tunnel hier gebohrt hat, kann man sich kaum vorstellen.


Der Bohrwurm befindet sich nicht mehr in Wien. Das Fahrzeug der Wahl im Kanal ist der Bobcat Radadler. © PID/Christian Fürthner

Der prominente Bohrwurm


Zum Einsatz kam eine Maschine, die eine Erddruck-Schildmaschinen-Technologie verwendet. Sie ist 126 Meter lang und wird liebevoll "Bohrwurm" genannt. Kommt Ihnen bekannt vor? Im Film "Ocean's 13" mit George Clooney wird eine solche Maschine benutzt, um unter einem Hotel ein kleines Erdbeben zu verursachen. Das kann der echte 1.090 Tonnen schwere Bohrwurm natürlich nicht, die Maschine ist aber die gleiche. 36 Meter am Tag drillte man sich durch den Untergrund, insgesamt sieben Monate lang dauerte die Bohrung. Dabei "fraß" der Bohrwurm 150.000 Kubikmeter Erde. Der Abraum wurde zu Brei verarbeitet, an die Oberfläche transportiert und schließlich andernorts abgelagert.



Nach dem Ausstieg aus dem Kanal unter dem Stadtpark kommt man vor dem Erreichen der Oberfläche in die Steuerzentrale. © PID/Christian Fürthner

Endstation Stadtpark


Unter dem Stadtpark verlassen wir die Spur des Bohrwurms wieder und betreten die Steuerzentrale, deren Zugang ein unscheinbares Gitter nahe dem Museum für angewandte Kunst ist. Auch hier dominiert graues Gemäuer, das abgesehen von ein paar Tanks und Lüftungen leer erscheint. In einem Raum steht der Computer, mit dem man die aufwendige Elektrik des Kanals steuern kann. Im Normalfall muss man nicht eingreifen, denn das System erkennt von alleine, wann es abzupumpen oder sonst etwas zu tun hat. Nach dem Besuch im Steuerraum heißt es noch einmal ducken. Durch eine enges Loch in der Betonwand, eine Leiter nach oben klettern und man ist zurück an der Oberfläche.


Im Stadtpark angekommen hat uns die Sonne wieder. © PID/Christian Fürthner

Im Stadtpark erwarten einen wieder Sonnenlicht, Menschen mit Hunden, spielende Kinder. Kaum zu fassen, dass direkt unter unseren Füßen der Tunnel nur darauf wartet, wieder das Abwasser Wiens aufzunehmen. Der Wiental Kanal ist wie eine Institution im Dunkeln, die uns hier oben in der Sonne ein schönes Leben ermöglicht. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Wien Kanal tragen dazu bei, dass wir hier oben eine saubere Umwelt und gutes Wasser genießen können.

Tag und Nacht betreuen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wien Kanal das rund 2.400 Kilometer lange Kanalsystem. Gemeinsam schaffen die Kanalarbeiter täglich 15 Tonnen Material aus den Röhren. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

Vorteilspartner CLUB WIEN

Haus der Musik

Mit der CLUB WIEN-Vorteilskarte erhalten CLUB WIEN-Mitglieder 3 Euro Ermäßigung auf den Kartenpreis.

Erfahren Sie mehr 30910

Schauspielhaus

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten 10 Prozent Ermäßigung im Schauspielhaus.

Erfahren Sie mehr 31155

Tina Polisoidis Schmuckatelier

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten 10 Prozent Ermäßigung auf alle Schmuckstücke bei Tina Polisoidis!

Erfahren Sie mehr 37294

CEWE FOTOBUCH

Ihre schönsten Erinnerungen in einem CEWE FOTOBUCH für immer festhalten! CLUB WIEN-Mitglieder erhalten einen Gutschein im Wert von 10 Euro für ein CEWE FOTOBUCH ab einem Warenwert von 40 Euro sowie ein Fotoprodukt Ihrer Wahl portofrei.

Alle Vorteilspartner