Wärmespeicher im Kraftwerk Simmering
Der Wärmespeicher Simmering ist weltweit ein Vorzeigemodel. Alle Fotos © PID/Christian Fürthner
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Der Wärmespeicher Simmering ist weltweit ein Vorzeigemodel. Alle Fotos © PID/Christian Fürthner
Der Wärmespeicher Simmering ist weltweit ein Vorzeigemodel. Alle Fotos © PID/Christian Fürthner

Wiens größte Thermoskanne

Entdecken Sie mit unserer Serie stadtUNbekannt den Wärmespeicher im Kraftwerk Simmering. Der punktet mit einem ausgefeilten Konzept und ist weltweit die erste Anlage dieser Art.

Die komplexen Abläufe der Technik im Hochdruck-Wärmespeicher im Kraftwerk Simmering als Thermoskanne zu beschreiben, ähnelt dem Vergleich eines Space Shuttles mit der Puch Maxi. Doch um die Anlage zu verstehen, ist der Vergleich dann doch ganz gut geeignet. Denn simpel ausgedrückt wird hier Wasser gelagert, heiß gehalten und bei Bedarf von Wien Energie zurück in das Fernwärmenetz Wiens gepumpt. Oder wie es die Expertinnen und Experten formulieren: Es kommt zu einer zeitlichen Entkopplung zwischen Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch. Sprich: Wenn Sie heißes Wasser brauchen, ist es parat, so wie der heiße Tee in der Thermoskanne.

Metallteil im Wärmespeicher
Freundinnen und Freunde der Technik sind im Wärmespeicher im Schlaraffenland. © PID/Christian Fürthner

Heiß und weniger heiß

Das ganze Geheimnis ruht in zwei riesigen Stahltürmen auf dem Gelände des Kraftwerks Simmering. Ihr Fundament besteht aus stattlichen 2.000 Kubikmetern Beton. Das silbrig-glänzende Exterieur lässt sofort futuristische Fantasien aufkommen. In der Tat ist hier die Technik der Zukunft im Einsatz. Wie genau das funktioniert, ist schwer zu sehen, auch innen sind die vielen Röhren, das konstante Brummen und die Apparaturen recht verwirrend. Der Hochdruckspeicher operiert mit Wasser: Jeder der beiden Behälter ist immer zur Gänze mit heißem und kaltem Wasser gefüllt. Das heiße Wasser beträgt dabei 150 Grad und das kalte Wasser verdient seine Bezeichnung bei 70 Grad nur im direkten Vergleich.

Den hohen Druck braucht man, damit das Wasser bei über 100 Grad nicht verdampft. Außerdem sorgen der Hochdruck und weitere physikalische Kräfte dafür, dass eine Trennschicht zwischen den beiden Wassern entsteht. Sie vermischen sich also nie. Soll Energie eingespeichert werden, wird kaltes Wasser abgelassen und mit heißem nachgefüllt. Braucht man die Wärme im Netz, wird heißes Wasser abgezapft und mit Nachschub aus dem Fernwärmesystem ersetzt. Ein kleiner Teil dieses Nachschubs, jedoch weniger als zehn Prozent, kommt aus dem internen Pufferspeicher. Ein komplexes Netz an Röhren, Ventilen und Pumpen macht das möglich. Das System hat auch einen Ausgleichsbehälter, eine Druckvorlage und ist nach allen Regeln der Kunst abgesichert, meist sogar mehrfach. Der Druck ist wichtig, da Wien ein Fernwärmenetz mit Höhenunterschieden von bis zu 150 Metern hat und man nur so höher gelegene Stadtteile optimal versorgen kann. Im Behälter herrscht ein Druck von sechs bis zehn Bar. Das lässt sich mit einem Aufenthalt 60 Meter unter der Meeresoberfläche und tiefer vergleichen.

Rohre im Wärmespeicher
Täglich fließen über eine Million Liter Wasser durch die zahlreichen Röhren. © PID/Christian Fürthner

Danke für die warmen Duschen

Diese weltweit einzigartige Anlage ist für alle Wienerinnen und Wiener ein Gewinn. Denn sie sichert unsere Versorgung mit Wärme ab. Der Wärmespeicher Simmering deckt den jährlichen Verbrauch von 20.000 Haushalten ab. Dazu braucht man hohen Druck und Wasser. Sehr viel Wasser. Pro Behälter sind es 5,5 Millionen Liter. Zum Vergleich: Das sind rund 40.000 Badewannen. Bei all diesen Zahlen und technischen Meisterleistungen überrascht uns beim Besuch eines: Es ist niemand da. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei unserem Besuch nicht in Sicht. Das hat einen guten Grund: Obwohl natürlich einige Leute hier arbeiten und alles in Ordnung halten, ist die Anlage so gut konzipiert, dass die Wartung und Erhaltung auf ein Minimum reduziert werden konnte. Sprich: Es muss nicht rund um die Uhr jemand da sein. Damit werden wiederum Kosten gespart.

Kopfschutz aus Styropor
Ein Styropor-Smiley sorgt dafür, dass sich niemand an hervorstehenden Metallteilen den Kopf anschlägt. © PID/Christian Fürthner

Auch ohne permanente Anwesenheit sorgen die Leute von Wien Energie gewissenhaft und liebevoll für unsere Wärmeversorgung und auch für die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen, wie der rosarote Styroporkopfschützer an einem hervorstehenden Metallteil illustriert. Auch wir fühlen uns da gleich in guten Händen.

Technische Fakten zum Wärmespeicher:

  • Speichermenge Wasser: 11.000 m3
  • Höhe der beiden Druckspeicher: 45 m
  • Druck: 10 bar am Speicherboden, 6 bar an der Speicherdecke
  • Speichervermögen: 850 MWh
  • Verbaute Betonmenge für Fundamente: 2.000 m3
  • Bauzeit: von Mai 2012 bis Juni 2013
  • Inbetriebsetzung und Probebetrieb: von Juli 2013 bis Mitte November 2013
  • Wärme für 20.000 Haushalte pro Jahr
  • CO2-Einsparung pro Jahr: circa 11.000 t
  • Investition: 20 Millionen Euro
  • circa 80 bis 100 Beschäftigte; gesamt, im Baufeld und auf den Vormontageplätzen

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