Tauchen Sie ein in die Welt des Kinos und klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie. © PID/Christian Fürthner
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stadtUNbekannt Gartenbaukino: Ein Saal, viele Geschichten

Ein fixer Bestandteil urbaner Kinokultur: Das Gartenbaukino am Ring. In seiner langen Geschichte erlebte es viele glanzvolle Premieren mit prominenten Gästen. Für "stadtUNbekannt" wurde ein exklusiver Blick hinter die Kulissen ermöglicht. Film ab!

Die Programmkinos in Wien werden gehegt und gepflegt. Passend zum Beginn der Viennale im Herbst geht es in ein ganz besonderes dieser Arthouse-Kinos zum Lokalaugenschein, ins Gartenbaukino.

Die blauen Lettern an der Hauswand sieht man schon von weitem am Ring. Auf der retro-stylishen Fischerleuchte über dem Eingang wird der Madsen-Dokumentarfilm "The Visit" angekündigt. Wie passend. Teilweise zumindest. Im Film geht es um das Szenario eines Besuchs von Außerirdischen. Dieser Besuch hier ist jedenfalls mit einer Menge Ehrfurcht verbunden.

Darling, ich bin im (echten) Kino!

Der erleuchtete, verglaste Eingang hat Glamour. Beim Betreten des riesigen Foyers fühlen wir uns sofort wie in eine andere Welt versetzt. Das Flair der 1960er-Jahre ist spürbar. Der Stil des Interieurs ist elegant. Man sieht eine Mosaikwand auf dem Weg zu den Toiletten, das großformatige hinterleuchtete Glasbild über dem Zugang zum Zuschauerraum stammt vom Künstler Johannes Peter Perz.

Nach Popcorn riecht es zwar nicht, aber das wäre wohl zu viel des Guten. Wir werden von Norman Shetler empfangen, der seit einigen Jahren Geschäftsführer des Kinos ist. Der erste Weg führt in den Projektorraum, eigentlich das Herzstück eines jeden Lichtspieltheaters.

Hier stehen sie, zwei echte Originale. Das unter Filmliebhaberinnen und Filmliebhabern oft kurz "Gartenbau" genannte Kino war von Anfang an als das modernste Wiens konzipiert. Es verfügte als erstes Kino in Österreich über die Möglichkeit, 70-mm-Filme zu spielen. Dafür brauchte es die zwei analogen Projektoren aus der Philips DP70-Serie, die heute noch hier im Projektorraum stehen und auch bei speziellen Retro-Vorführungen in Verwendung sind. "Sie funktionieren einwandfrei", erklärt uns Norman Shetler. Flankiert werden die beiden Urgesteine von einem digitalen, jüngeren "Bruder", der die Hauptarbeit an den 365 Tagen im Jahr übernimmt.

Durch ein Guckloch blicken wir hinunter in den leeren Saal. Ein imposanter Anblick von 736 Sesseln, die, mache kürzlich neu überzogen, manche schon leicht abgenutzt, nebeneinander mit Blickrichtung zur weißen Leinwand stehen.

Im Saal selbst herrscht eine heimelige Atmosphäre. So leer sieht man das "Gartenbau" selten. 32 Reihen sind es von vorne bis nach hinten. Die Sessel sind bequem. 1982 wurde die Bestuhlung komplett ausgetauscht, früher wurde der Saal über Löcher in den Sesselfüßen belüftet. In der letzten Reihe kommt Romantik auf, es gibt Zweiersitze. Die hintere Türe wird seit jeher "Nachzüglereingang" genannt. Daneben ein Holzstuhl, auf dem der Billeteur seinen Platz einnahm und das Technikkasterl bediente.

Apropos Technik: Wir lassen uns den Kinovorhang zeigen, den angeblich Kirk Douglas einmal sogar bei der Eröffnung per Hand öffnete, weil die Mechanik streikte. Heute geht es problemlos: In zirka 20 Sekunden ist der Vorhang geöffnet und die weiße Leinwand ist zu sehen.

Blickt man nach oben, sieht man unterschiedlich geformte, sogenannte Phonex-Gipsplatten.  Aus akustischen Gründen sah Architekt Robert Kotas diese an der Decke des Kinosaals vor. Er hatte sichtlich Spaß daran, die Teile mit gerillten, gelochten und gewürfelten Oberflächen in unterschiedlichen Farben zu gestalten. Farblich differenziert, abstrakt, ein leicht psychedelisches Muster.

Kino von Welt

Rund 120.000 Cineastinnen und Cineasten besuchten im vorigen Jahr das vom bei der Allgemeinheit wenig bekannten Architekten entworfene Gebäude am Parkring 12. "Früher war es das Palais der k. u. k Gartenbaugesellschaft, daher der Name", erklärt Norman Shetler. Bereits 1919 wurde in einem der Ausstellungsräume ein Kinosaal eingerichtet.

"Gebt der Stadt Farben!" lautete das Credo, für das Kotas sich zeit seines Lebens einsetzte. Der Haus- und Hofarchitekt der stadteigenen KiBA Kinobetriebsanstalt durfte bereits 1950 mit dem Forum-Kino einen der wesentlichen und größten Kinosäle der Stadt zeichnen. Ein Vollprofi. Insgesamt hat Kotas in Wien rund 30 Kinos errichten lassen. Deshalb wurde dieser auch beauftragt, das "Gartenbau neu" zu entwerfen. Auch ein 42 Meter hoher Turm außerhalb des Kinos sei damals vorgesehen gewesen, es blieb dann jedoch bei einem Hochhaus, merkt Shetler an.

Das Besondere: als erstes in Österreich wurde das Gartenbau mit einer Breitbildleinwand im Cinemascope-Format ausgestattet. Diese ist zwar längst Geschichte, doch die Leinwand ist noch immer eine der größten in Wien und das Kino auch das größte Ein-Saal-Kino der Stadt. Als einziges der von Kotas gestalteten Filmtheater hat das "Gartenbau" das große Kinosterben unbeschadet überstanden.

Stars, Stories & Premieren

Das Gartenbaukino wurde am 19. Dezember 1960 vor 900 Gästen mit der glanzvollen Premiere von Stanley Kubrick’s „Spartacus“ feierlich eröffnet. Zu sehen war das 30 Quadratmeter große Gesicht des legendären Kirk Douglas. „Ich bin Spartacus!“ Schnitt. „Ich bin Spartacus!“ Und noch einmal Schnitt. "Ich bin Spartacus!"

Mit dabei, in schwarzen Lack-Ballerinas, der Hauptdarseller mit seiner Frau Anne Buydens. "Unbestätigten Gerüchten zufolge befand sich auch der Regisseur im Publikum". Auch Herbert von Karajan, Bruce Willis, David Lynch, Lou Reed, Tilda Swinton, Robert Stolz, Jane Fonda, Martin Scorsese, Christoph Waltz und Tom Cruise zählten zu den prominenten Gäste bzw. Besucherinnen und Besuchern des Gartenbaukinos.

Dieses war übrigens seit jeher Ort großer Premieren. In den sechziger und siebziger Jahren kamen viele der großen Hollywood-Spektakel hier zur Uraufführung. Ob Rennwagen bei der Premiere von "Grand Prix", Ritter mit Pferden bei "Camelot", eine riesige Guillotine bei "Cromwell" – pompöse Inszenierungen waren an der Tagesordnung. Auch die Kinoplakate im Foyer oder den Vitrinen waren echte Kunstwerke: Ein eigener Plakat- und Schildermaler fertigte diese zum Beispiel für "Der weiße Hai" an.

Wenn man Norman Shetler nach Skandalen, wie in der Filmbranche eigentlich üblich, fragt, wird man enttäuscht: "Die gab es nicht wirklich", sagt Shetler. "Ein erwähnenswerter Aufruhr war, als 1988 "Pornojäger" Martin Humer mit seinen konservativ-katholischen Kumpanen gegen eine Pressevorführung von "Letzte Versuchung Christi" demonstriert hat“, lächelt er.

Zufluchtsort

Das Kino war sehr gut besucht. Die Vorstellungen waren fast immer ausverkauft. Bilder aus der Vergangenheit zeigten vergnügte Kinobesuche in feinstem Sonntagszwirn. Ins Kino gehen gehörte zum guten Ton. "Die Nachkriegsjahre waren geprägt von Heimatidyllen und fiktionalen Monumentalfilmen. Die Leute wollten sich ablenken und haben in den bewegten Bildern des Kinos Zuflucht gefunden", erklärt Shetler den Kino-Boom damals. "Immobilienprojekte wurden mit einem Kinosaal aufgewertet. Damit hat man Geschäft gemacht." Shetler ergänzt jedoch: "Dennoch muss der Entscheidung, im neuen Hochhaus am feinen Parkring einen Kinosaal einzubauen, mehr als pures ökonomisches Interesse zugrunde gelegen sein. Man mag es nie erfahren, was die genauen Beweggründe waren, aber es ist schön, darin einen kulturellen Weitblick zu verorten."

Laufsteg Kino

Ein wesentlicher Teil der Kinokultur in den fünfziger bis siebziger Jahren war auch die Modenschau. In vier der großen KiBa-Kinos (Forum, Flotten, Kolosseum und Gartenbau) wurden sie abgehalten. Am Anfang täglich und praktisch vor jeder Vorstellung, später nur noch fallweise. Teils war die Modeschau dann zur ungewollte Belustigung des Kinopublikums verkommen. Im Gartenbaukino war Robert Becherer von 1960 bis 1972 Conferencier der Modenschau. Fünf meist weibliche Models trugen aktuelle Kollektionen der Wiener Modehäuser vor. Es gab Ski-Mode, Pelze, Accessoires und sogar Hochzeitskleider zu bestaunen.

Schwierige Zeiten, neue Ideen

Das Gartenbau ist zwar in die Jahre gekommen, Sanierungen sind immer wieder erforderlich. Durch die Eröffnung der ersten Multiplex-Kinos Ende der 1990er-Jahre geriet ein großer Teil der kleineren Wiener Lichtspieltheater in Bedrängnis. Auch vor dem Gartenbaukino machte diese Entwicklung nicht halt. 1998 war es erstmals von der Schließung bedroht. 2002 wurde das Kino von der Viennale übernommen und wieder als das wesentliche Premierenkino der Stadt etabliert.

Mit seinem Mischprogramm aus Mainstream, Dokumentarfilmen und Selbstentdecktem ist es selbstbewusst positioniert. Norman Shetler wirbt: "Heuer starteten wir nun in die dritte Runde der monatlichen Matinee-Filmreihe "SCHINKEN!". Wir entstauben weitere Klassiker, die ihren fixen Platz in der Filmhistorie zwar längst innehaben, aber kaum mehr im Kino zu erleben sind. Wir geben ihnen eine würdige Präsenz."

Eine Präsenz, wie sie auch das Gartenbaukino ausstrahlt. Es ist und bleibt das letzte, große Kino von Welt in Wien.

Programmkinos in Wien

Neben dem Gartenbaukino gibt es noch andere Wiener Programmkinos, auch Arthouse-Kinos genannt. Dazu zählen unter anderen auch Filmcasino, Votiv Kino & De France, Österreichisches Filmmuseum und die Breitenseer Lichtspiele. Diese Kinos leisten einen wichtigen Beitrag für das kulturelle und soziale Leben in der Stadt. Die seit 1999 bestehende Wiener Kinoförderung ist auf den Erhalt der Programmkinos ausgerichtet.

Wussten Sie, dass...

•im Saal des Kinos 383 Glühbirnen installiert sind?
•die Viennale bereits seit 1973 das Gartenbaukino als Spielstätte nutzt?
•das Gartenbaukino als einziges Kino Österreichs mit einer Cinerama-Leinwand ausgestattet war?
•das Gartenbaukino mit 736 Sitzplätzen der größte Kinosaal Wiens ist?
•das Kino anfangs 900 Sitzplätze hatte?
•das Gartenbaukino als erstes Kino Österreichs 70mm spielen konnte?
• das Kino die erste Dolby Stereo Anlage Österreichs im Jahr 1978 bekam und heute noch immer auf dem neuesten Stand der Technik ist?

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