Ein harmonisches Zusammenleben im Gemeindebau ist das Anliegen von Kornelia Schrammel. Die Landkarte im Hobbyraum, wo alle ihr Herkunftsland markieren können, ist ein beliebter Eisbrecher. © PID/Christian Jobst

Engagier dich! Herzlich willkommen, lieber Nachbar

Ein Lächeln kann manchmal mehr Wert sein als Geld. Mit dieser Einstellung begrüßt Cornelia Schrammel Familien im Josef-Bohmann-Hof. Ihre Mission: ein gemeinschaftliches und glückliches Leben im Gemeindebau für alle.

Sie ist die "Türöffnerin aus der Donaustadt". Den Spitznamen hat Kornelia Schrammel von einem Mitarbeiter von wohnpartner verpasst bekommen. Damit hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. Frau Schrammel ist die gute Seele im Josef-Bohmann-Hof in der Donaustadt. Von der wohnpartner-Initiative "Willkommen Nachbar!" war sie sofort begeistert, weshalb sie nun schon seit vielen Jahren neu Hinzugezogene in der Wohnhausanlage begrüßt.

Mehr als 80 Mieterinnen und Mieter hat wohnpartner bereits wienweit im Rahmen von "Willkommen Nachbar!" ausgebildet und laufend unterstützt. Dabei überreichen die Begrüßenden den Neumieterinnen und Neumietern wichtige Informationen über den Gemeindebau und die Wohnumgebung. Durch diese Initiative stärkt wohnpartner gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern die gute Nachbarschaft und die Lebensqualität in der Wohnhausanlage.

Angefangen hat alles 2008, als Frau Schrammel in den Mieterbeirat kam. Sich für die Nachbarinnen und Nachbarn einzusetzen, war ihr ein Anliegen. Weil sie ein Mensch ist, dem ein bisschen Engagement nicht genug ist, legte sie stetig nach. Sie organisierte Feste, errichtete einen Hobbyraum im Keller der Stiege 86 und half, wo es nur ging. Im Hobbyraum erzählen Foto-Collagen an den Wänden ihre Erfolgsgeschichten. Faschingsfeste mit Mieterinnen und Mietern aus aller Welt, Weihnachtsfeiern, Musikabende. An der Wand hängt eine Karte, an der die Nachbarinnen und Nachbarn Anstecknadeln bei der Fahne ihres Geburtslandes anbringen können. Eine hängt bei Österreich, eine gleich daneben bei Polen, eine bei Burkina Faso, eine andere bei Syrien.

Im Rahmen von "Willkommen Nachbar!" geht Frau Schrammel zu Familien, die neu in den Hof gezogen sind. Mit dabei hat sie ein Häferl, Brot, Salz und eine Broschüre von wohnpartner. Darin finden die Menschen alles rund um Einkaufsmöglichkeiten, Öffis, Spitäler und vieles mehr. Doch das Allerwichtigste: Sie hat für alle ein Lächeln übrig. "Ich habe schon 250 Familien hier bei uns begrüßt und niemand hat mir die Türe vor der Nase zugemacht", sagt Frau Schrammel stolz. "Wenn ich sehe, wie sich die Menschen über dieses Gefühl, willkommen zu sein, freuen, kann ich das gar nicht beschreiben. Das muss man live erlebt haben."

Genau das ist ihre Vision vom Leben im Gemeindebau. Hier soll die Nachbarin oder der Nachbar nicht einfach nur eine Fremde oder ein Fremder sein, deren beziehungsweise dessen Schicksal aus den Augen verschwindet, sobald die Türe zu ist. Mit "Willkommen Nachbar!" soll man einander kennen, sich wohlfühlen und unterstützen, auch wenn man mal nur die Prospekte vor der Wohnungstür wegräumt, wenn die Nachbarin oder der Nachbar im Urlaub ist. Dass viele Familien im Josef-Bohmann-Hof aus dem Ausland stammen, macht ihre Arbeit noch wichtiger, findet Frau Schrammel.

Dass sie sich Zeit nimmt für einen Willkommensgruß, hat ihr noch niemand im Haus vergessen. "Egal ob Damen, die sich nur eine Freundin wünschen, oder Familien, die Unterstützung für ihr behindertes Kind brauchen: Es ist gut, wenn man weiß, dass man nicht ganz alleine ist." Und auch Frau Schrammel fühlt sich bereichert, schließlich lernt sie tolle Menschen und neue Kulturen kennen.

In Zukunft hat Frau Schrammel noch viel vor. Erste-Hilfe-Kurse und Schulungen von der Feuerwehr für Verhalten im Brandfall sind zwei ihrer Anliegen. Doch was sie sich besonders wünscht, ist, dass sich mehr Menschen Zeit für die Nachbarschaft nehmen. "Willkommen Nachbar!" braucht dringend Menschen mit Herz, die ihrem Beispiel folgen.

Darum ihr Aufruf an alle, die sich ein schönes Miteinander im Gemeindebau wünschen: "Leutln, habt's Zeit, dann schaut's euch das an. Ich nehme mir gerne Zeit, das Projekt vorzustellen oder jemanden bei einer Begrüßung mitzunehmen."


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