Auch die Wiener Sonne hat es in sich. Wer den Sommer draußen genießen möchte, wie hier auf der Donauinsel, sollte sich dringend einschmieren. Doch Vorsicht beim Kauf: auf die richtige Sonnencreme kommt es an. © PID/Christian Fürthner

Gesund und nachhaltig die Sonne austricksen

Sommer, Sonne, Sonnenbrand. Ohne Lotion geht es in der heißen Jahreszeit kaum. Doch nicht alle Produkte sind gesund für Ihre Haut oder die Umwelt. CLUB WIEN hat sich bei DIE UMWELTBERATUNG umgehört, worauf es beim Kauf ankommt.

Die Sonne tut uns gut. Im Wiener Sommer gibt es nichts Besseres, als einen Tag auf der "sonnendurchfluteten" Donauinsel zu verbringen. Sonne ist die wichtigste Vitamin-D-Quelle und sorgt dafür, dass wir uns gut fühlen. Dennoch sollte man immer auf ausreichenden Sonnenschutz achten, um Hautkrebs vorzubeugen - und das nicht nur im fernen Süden, sondern überall. Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers und braucht darum besondere Pflege und Schutz. Im Sommer heißt das: Schatten, Sonnenbrille, Sonnenhut, schützende Kleidung und für ungeschützte Körperteile Lotion. Doch leider ist nicht jede Lotion gut für Sie.

Beim Kauf sollte der erste Blick der Zutatenliste auf der Verpackung gewidmet sein. Sonnencreme sollte nach Möglichkeit keine chemischen UV-Filter beinhalten. UV-Filter sind Stoffe, die die Haut vor UV-Strahlung im Sonnenlicht schützen. Chemische UV-Filter wie Benzophenone, Benzylidene Camphor oder Methylbenzylidene Camphor sind wie Hormone aufgebaut, können dadurch wie Hormone im Körper wirken und stehen in Verdacht, wichtige Körperabläufe zu stören.

Chemische UV-Filter meiden

"Bei manchen chemischen UV-Filtern in Sonnenschutzmitteln wird vermutet, dass sie im Körper wie Hormone wirken. Da Hormone bereits in sehr geringer Menge wirksam sind, ist es wichtig, hormonell wirksame Chemikalien im Alltag zu vermeiden", sagt Sandra Papes von DIE UMWELTBERATUNG. Studien legen nahe, dass Entwicklungsvorgänge unseres Körpers gestört werden können, dabei sind Ungeborene im Mutterleib, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche besonders betroffen. In einem Report bringt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hormonell wirksame Chemikalien mit zahlreichen Krankheiten wie beispielweise Diabetes, Unfruchtbarkeit, Übergewicht sowie Brust-, Prostata- und Schilddrüsenkrebs in Verbindung. 

DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt daher den Griff zu Sonnencremes mit mineralischen UV-Filtern wie Titandioxid oder Zinkoxid. Im Unterschied zu chemischen UV-Filtern bilden die mineralischen Partikel auf der Hautoberfläche eine Schutzschicht, dringen also nicht in den Körper ein, und reflektieren das Sonnenlicht.

Keine Umweltbelastung hervorrufen

Doch auch hier gilt Vorsicht. Manche Cremes mit mineralischen UV-Filtern enthalten Nanopartikel. Die winzig kleinen Partikel werden eingesetzt, um zu verhindern, dass die Sonnencreme nach dem Auftragen die Haut weiß färbt. Ökologisch gesehen sind diese aber nicht empfehlenswert.

"Die Nanopartikel in Sonnenschutzmitteln können zum Beispiel durch das Baden direkt ins Gewässer gelangen und dort die Tier- und Pflanzenwelt beeinflussen. Langzeitstudien, die die Unbedenklichkeit von Nanomaterialien in der Umwelt bestätigen, fehlen nach wie vor. In der Zutatenliste auf der Verpackung werden Inhaltsstoffe in Nanopartikelgröße mit dem Hinweis 'nano' gekennzeichnet", sagt Sandra Papes. DIE UMWELTBERATUNG hat gemeinsam mit der AK Oberösterreich diverse Sonnencremes getestet. Das Ergebnis finden Sie auf der Website von DIE UMWELTBERATUNG.

Mythos: Wie sehr hilft Kleidung?

Der allerbeste Schutz vor der Sonne ist und bleibt aber der Schatten. Gerade zur Mittagszeit, also von elf bis 15 Uhr, rät DIE UMWELTBERATUNG Zuflucht im Schatten zu suchen. Der Schatten von dichten Bäumen ist übrigens oft besser als der Schatten des Sonnenschirms. Falls Sie sich schon einmal gefragt haben, ob Kleidung hilft, dann lautet die Antwort: ja. Dicke und dicht gewebte Kleidung bietet den besten Schutz. Das heißt, die Jeans schützt Sie besser als die luftige Leinenhose. Nacken und Kopf sollten übrigens immer geschützt sein.

Der Lichtschutzfaktor kann übrigens gar nicht hoch genug sein. Im Zweifel also lieber zu einer Nummer höher greifen. Im Idealfall sollte ihre Creme auch kindertauglich sein, die schützt am besten. Enttäuschen müssen wir leider Fans des Solariums. Das beugt Sonnenbränden in keinster Weise vor. Selbst tief gebräunte Haut entspricht nur einem Lichtschutzfaktor von deutlich unter zehn.

Spezialtipp: Selbst gemischte After-Sun-Pflege

Hautpflege ist ebenfalls wichtig. Nach dem Aufenthalt in der Sonne sollte die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Pflegelotion eingecremt werden. Wer es ganz besonders nachhaltig mag und seiner Haut etwas Gutes tun möchte, kann selbst eine beruhigende Schüttellotion aus Gurke und Minze machen. CLUB WIEN hat für Sie das Rezept der UMWELTBERATUNG parat. Sie brauchen dafür nur:

  • 100 ml Bio-Pflanzenöl (zum Beispiel Ringelblumenöl, Sonnenblumenöl) 
  • 50 g klein geschnittene Bio-Gurke mit Schale 
  • 50 g klein geschnittene Minze
  • 100 ml Wasser

Und so funktioniert's

Gurke und Wasser in einen Topf füllen und zum Kochen bringen. Fünf Minuten zugedeckt köcheln lassen, Herd abdrehen, Minze zugeben und 15 Minuten ziehen lassen. Den Gurken-Kräuter-Extrakt abseihen. Anschließend diesen durch einen Kaffeefilter gießen. Eine Zerstäuberflasche mit Alkohol, etwa Wodka oder Korn, reinigen. Gurken-Kräuter-Extrakt und Pflanzenöl in die Zerstäuberflasche füllen.

Die Lotion zählt zu den "No-Emus". "Das sind Schüttellotionen ohne Emulgator. Das bedeutet, die Wasser-Phase und Öl-Phase verbinden sich nicht dauerhaft. Die Lotion muss deshalb vor der Anwendung gut geschüttelt werden, bis sich Wasser und Öl in der Flasche sichtbar vermischen", sagt Papes. Nach dem Duschen oder Baden zieht die Lotion besonders gut ein. Einfach ein bisschen abtrocknen, Lotion schütteln, auf die noch leicht feuchte Haut sprühen und verreiben.

"Diese Lotion ist nach den Kriterien der Grünen Kosmetik in Zusammenarbeit mit Gabriela Nedoma hergestellt. Grüne Kosmetik sind Hautpflegeprodukte, die mit essbaren, regionalen und vollwertigen Bio-Rohstoffen aus Küche, Garten und Natur selbst zubereitet werden", sagt Papes.

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