11.AUGUST 2021 
Freizeit
Besuchen Sie jeden Montag von 10 bis 11 Uhr die kostenlose Yoga-Stunde im Bertha von Suttner Hof, Waltergasse 5. Bohmann/Andrew Rinkhy

Sonnengrüße im Gemeindebau

Om … Wie könnte man seinen Morgen besser starten als mit einer Runde Yoga? Das dachten sich wohnpartner Wien und die VHS auch und organisierten ein wöchentliches Yoga im Gemeindebau.

In den letzten Jahren hat sich Yoga zu einem wahren Trendsport entwickelt. Dabei ist Yoga viel mehr als nur eine Sportart. Entwickelt wurde die Körpertechnik vor über zweitausend Jahren in Indien, um im Einklang mit sich selbst und der Umwelt zu leben. Denn Yoga beschreibt sowohl den Zustand von klarem Geist und kräftigem Körper als auch den Weg zu diesem Zustand. Kurz gesagt, Yoga ist eine Lebensphilosophie, die uns hilft, mehr Kraft, mehr Beweglichkeit, innere Balance und Ruhe zu finden. Das Wort Yoga kommt aus dem indischen Sanskrit und bedeutet "Einheit, Harmonie". Das Praktizieren von Yoga bewirkt eine Harmonisierung von Körper, Geist und Seele. Es führt zu einer Bewusstwerdung der ursprünglichen Einheit und Verbundenheit mit dem gesamten Kosmos.

Im Yoga gibt es verschiedene Richtungen. Der ideale Einstieg ist das Hatha Yoga. Es bietet viele Instrumente wie Körperübungen, Atemübungen, Tiefenentspannung und Meditation. Im weiteren Sinne gehören auch gesunde Ernährung und positives Denken dazu. Wer regelmäßig Yoga praktiziert, wird schnell eine Veränderung bemerken, und das nicht nur körperlich. Der Abnehm- und Straffungseffekt, der durch das Yoga-Praktizieren auftaucht, ist nämlich nur ein positiver Nebeneffekt. Im Grunde geht es darum, dass man zu sich selbst findet und ein ausgeglichenes Leben in Harmonie führt.

Klingt doch super, oder? Was? Sie haben noch nie Yoga probiert? Na, dann wird es aber höchste Zeit! Für alle Yoga-Neulinge gibt es jeden Montag von 10 bis 11 Uhr im Bertha von Suttner Hof, Waltergasse 5, eine kostenlose Yoga-Einheit mit Trainerin Bohdana. Sie weist alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Kunst des Yogas ein und macht mit ihnen gemeinsam die ersten Schritte in ein Yoga-basiertes Leben. Auch der Vorteilsclub war dabei und besuchte eine Yoga-Einheit. Wie das war und was wir dort erlebt haben, sehen Sie selbst:

Om …

"Yoga ist mehr als eine Sportart, Yoga ist eine Lebenseinstellung." Mit diesen einleitenden Worten begrüßt uns Yoga-Trainerin Bohdana bei der wöchentlichen Yoga-Einheit im 4. Bezirk. Mitzubringen ist nur bequeme Kleidung und etwas zu trinken, eine Matte bekommt man vor Ort. Alles Weitere erklärt die Trainerin.

"Yoga kann man in jedem Alter starten, und das Schöne ist, es kann auch wirklich jede und jeder machen", so Bohdana. Die Trainerin unterrichtet bereits seit über 13 Jahren Yoga, sie selbst macht es aber schon sehr viel länger. "Für Yoga-Neulinge ist besonders wichtig, dass man geduldig ist. Man muss sich den Bewegungen erst langsam annähern, sonst kann man sich leicht etwas zerren oder sich verletzten. Daher ist Geduld beim Yoga immer sehr wichtig", erklärt sie. Deshalb geht es zu Beginn auch gleich mit ein paar Dehnübungen los.

Der Sonnengruß

Nach einer kurzen Aufwärmrunde geht es weiter zur wohl bekanntesten Yoga-Übung, dem Sonnengruß. Die im Yoga praktizierten Körperübungen nennt man Asanas. Beim Sonnengruß handelt es sich um mehrere Asanas, die in einer fließenden Bewegungsabfolge ausgeübt werden. "Der Sonnengruß wird schnell ausgeführt, bringt das Herz auf Trab und belebt den ganzen Körper. Deshalb fällt er den meisten Anfängerinnen und Anfängern zu Beginn auch etwas schwer. Gerade die Verbindung aus Atmung und Bewegung sowie die zahlreichen Übergänge von einer Yoga-Übung in die nächste können eine echte Herausforderung sein. Deshalb heißt es auch hier, Geduld zu üben", so die Trainerin.

Häufig wird der Sonnengruß am Morgen mit Blick zur aufgehenden Sonne praktiziert. Dies unterstreicht den spirituellen Aspekt der Yoga-Praxis: Die Sonne ermöglicht alles Leben auf der Erde, und deshalb wird sie dankend begrüßt. Der Sonnengruß wird aber auch häufig als Aufwärmübung, quasi als Beginn der Einheit ausgeführt. Tipp: Wenn Sie nur wenig Zeit für eine Yoga-Einheit haben, machen Sie einen Sonnengruß und bedanken Sie sich bei sich selbst und der Welt für diese kurze Auszeit.

Zum Abschluss noch entspannen

Das Ende der Yoga-Einheit wird häufig mit einer Tiefenentspannung, dem Savasana, abgeschlossen. Hierzu legt man sich auf den Rücken, schließt die Augen und spürt in sich hinein. "Es ist der perfekte Zeitpunkt, um runterzukommen, in den Körper hineinzufühlen und die Wirkung der Yoga-Praxis zu spüren", so Bohdana.

Wollen auch Sie die besondere Wirkung von Yoga kennenlernen? Dann besuchen Sie die kostenlose Yoga-Einheit im Gemeindebau im 4. Bezirk. Mehr Infos finden Sie hier.