Rugby kann unübersichtlich wirken. Es ist aber ein Sport bei dem Taktik sehr wichtig ist. © iStockphoto

Rugby: Das sind die Regeln

Kennen Sie Rugby? Dann wissen Sie sicher, dass der Sport auf den ersten Blick leicht chaotisch wirken kann. Doch dahinter gibt es ein spannendes Spielsystem, das absolut einzigartig ist. Wer haben eine kleine Einführung parat.

Beim Rugby geht's hart zu. Doch wer denkt, dass hier ohne jede Regel einfach aufeinander losgegangen wird, ist auf dem Holzweg. Rugby ist ein Sport, in dem Teamgeist und Taktik den Ton angeben, nicht blanke Härte. Bei der Rugby Union Donau Wien konnten wir uns davon aus erster Hand überzeugen. Sportdirektor Stiig Gabriel, Kapitän und Nationalspieler Johannes "Benne" Dachler und Mathias Dachler, ebenfalls Nationalspieler, haben uns Rugby von A bis Z erklärt.

Team gegen Team

Rugby ist einzigartig, und Vergleiche mit etwa American Football sind eigentlich fehl am Platz. Das fängt gleich beim Passen an. Denn passen darf man nur zur Seite oder nach hinten. Dafür kann man den Ball mit der Hand und dem Fuß weiterspielen. Treten darf man den Ball in jede Richtung. Wird der Ball doch nach vorne geworfen, muss ein Gedränge, oder Scrum, ausgeführt werden. Hier stehen einander zwei Linien gegenüber und kämpfen, mit Drängen und Schieben, um den Ball. In jeder Mannschaft stehen 15 Spielerinnen oder Spieler auf dem Feld. Acht davon sind im Gedränge dabei, die anderen befinden sich dahinter und bauen das Spiel auf. Es gibt auch eine Variante mit sieben Spielerinnen und Spielern. Diese wird 2016 auch olympisch.

Punkte sind gefragt

Ziel der Action ist es, Punkte zu machen. Bevorzugte Variante ist der Versuch. Jede Mannschaft verteidigt ein Malfeld. Legt das andere Team den Ball dahinter ab, gibt's fünf Punkte. Wichtig: Man muss den Ball sauber ablegen, mit der Hand am Ball. Fallenlassen gilt nicht. Danach gibt es die Erhöhung. Hier kommen die Tore ins Spiel. Auf jeder Seite des Felds gibt's zwei Malstangen. Die sind rund sechs Meter hoch, und zwischen den beiden befindet sich in drei Metern Höhe eine Querstange. Schafft man es, zwischen den Malstangen über die Querstange drüberzuschießen, erhält man zwei Extrapunkte.

Punkten kann man auch via Dropkick. Der erfolgt direkt aus dem Spiel und man muss den Ball kurz fallenlassen und sofort, wenn er aufspringt, ins Tor schießen. Dafür gibt's drei Punkte. Das komplizieren zum einen die Gegnerinnen oder Gegner, zum anderen die Eiform des Balls. Die macht es nämlich recht unvorhersehbar, wohin er springt. Strafstöße gibt es bei heftigen Regelverstößen auch. Hier ruht der Ball wieder und es gibt dafür drei Punkte.

Einige Regelverstöße sind:
  • Abseits: Die imaginäre Abseitslinie etabliert sich meist rund um das Geschehen am Ball.
  • Bodenspiel
  • Foulspiel: Ein Beispiel wäre ein hohes Tackling oder Fußeinsatz gegen andere.
  • Sperren einer Spielerin oder eines Spielers ohne Ball
  • Ball im Aus: Dann gibt es Out-Einwurf.
  • Reklamieren: Da gibt's eine Penalty. Zu Recht.

Ein packender Sport

Steht ein Out-Einwurf an, wird eine sogenannte Gasse gebildet, in die eingeworfen wird. Dabei heben sich die Rugbyspielerinnen beziehungsweise Rugbyspieler gegenseitig in die Luft und liefern spektakuläre Bilder. Ein wesentlicher Teil des Rugby ist das Tackling. Dabei werden Gegenspielerinnen und Gegenspieler zu Fall gebracht. Wichtig: Man darf nur die Spielerin oder den Spieler mit dem Ball attackieren. Alle anderen darf man weder blockieren noch zu Fall bringen. Liegt dann eine Athletin oder ein Athlet am Boden oder ist ein Knie am Boden, muss man den Ball loslassen. Sie wollen mehr wissen? Dann wenden Sie sich doch an die Leute der Rugby Union Donau Wien.