Wer den Eisstock so nahe wie möglich an die Daube bewegen kann gewinnt beim Eisstockschießen. © Bohmann

 

So funktioniert Eisstockschießen

Der Wiener Eistraum ist nicht nur bei SchlittschuhläuferInnen sehr beliebt. Auch FreundInnen des Eisstocksports kommen auf ihre Kosten. Vor allem für AnfängerInnen sind die Bahnen geeignet. CLUB WIEN hat eine kurze Einführung.

Für manche ist es Curling ohne Besen, für andere Boccia ohne Badehose. Eisstockschießen ist ein Sport, bei dem Präzision und ein gutes Auge belohnt werden. Das Schöne ist, dass jede und jeder den Sport ohne Vorkenntnisse ausüben kann. Man braucht eigentlich nur zwei Sachen: Stöcke und eine Eisbahn.

Stocksport am Eistraum

Am Wiener Eistraum gibt es eine Reihe von Bahnen vor der malerischen Kulisse des Wiener Rathauses. Sie können ab 17 Uhr gebucht werden. Vor allem für Anfängerinnen und Anfänger ist der Eistraum geeignet, da jede Bahn eine Betreuerin oder einen Betreuer hat, die bzw. der auch mit Rat und Tat sowie guten Tipps zur Seite steht.

 

Das sind die wichtigsten Regeln

Dem Spielvergnügen steht also nichts im Weg. Falls Sie noch nie auf der Eisbahn waren, geben wir hier einen kleinen Überblick über die Regeln.

  • Jede Bahn hat ein Standfeld, von dem aus geschossen wird, und ein Zielfeld, in dem die Zielscheibe, Daube genannt, liegt. Dazwischen befindet sich eine rund vierzehn Meter lange Bahn.
  • Das Ziel ist, den Eisstock so nahe wie möglich an die Daube zu bringen.
  • Jedes Spiel hat sechs Durchgänge. Pro Durchgang steht der Spielerin oder dem Spieler beziehungsweise dem Team ein Wurf zu.
  • Am Ende zählen alle Eisstöcke einer Spielerin oder eines Spielers, die näher an der Daube liegen als der nächstgelegene des gegnerischen Teams, zwei Punkte. Einzige Ausnahme ist jener, der am nähesten liegt, der zählt drei Punkte. Sind also zwei Stöcke einer Spielerin oder eines Spielers der Daube am nächsten, gibt das vier Punkte.
  • Wird die Daube im Spiel durch einen Stock verrutscht, ändert sich auch das Ziel. Egal wo die Daube landet, dort ist das Ziel. Ausnahme: Wenn die Daube das Zielfeld ganz verlässt wird sie wieder auf den Mittelpunkt gelegt.
  • Wer am Ende die meisten Punkte hat, triumphiert.

Ein paar AnfängerInnentipps

Klingt einfach, kann aber ganz schön schwierig sein. Die lange Bahn zielgenau zu überbrücken und nahe der Daube zu landen, hat schon so manchen Neuling zur Verzweiflung gebracht. Wir haben ein paar Tipps für Sie, mit denen zumindest die Basics des Eisstockschießens abgedeckt sind. Wer den Sport meistern möchte, wird allerdings einiges an Übung brauchen.

  • Schuhe: Festes Schuhwerk ist Pflicht. Wer mit Sneakern auftaucht, riskiert einen unsanften Aufprall auf der knüppelharten Eisfläche. Es gibt auch spezielle Stocksportschuhe mit rutschfester Sohle und passendem Profil.
  • Zielen: Der Fehler Nummer eins ist, nicht die Daube anzuvisieren, sondern den Stock im Auge zu behalten. Das klappt sicher nicht. Hilfreich kann sein, wenn ein Teammitglied am anderen Ende der Eisbahn steht und auf das Ziel zeigt.
  • Nicht werfen: Eisstöcke werden nicht geworfen wie Diskusscheiben. Gefühl ist gefragt. Der Stock sollte sanft auf der Eisfläche abgelegt werden, nicht ganz unähnlich einer Bowlingkugel.
  • Fingerspitzengefühl: Beim Griff sollte die Handfläche immer in jene Richtung zeigen, in die geworfen wird.
  • Stock: Wie bei Bowlingkugeln gibt es auch hier verschiedene Gewichtsklassen. Es gibt aber auch verschiedene Laufsohlen. Auf der Bahn sollte man sich beraten lassen, welcher Stock am besten für einen geeignet ist.

Vor allem aber soll Eisstockschießen Spaß machen. Weil alle mitmachen können, ist es vor allem als Teamsport beliebt und auch einer der am häufigsten ausgeübten Vereinssporte Österreichs. Falls Sie daran interessiert sind, das Eisstockschießen noch näher kennenzulernen, können Sie sich an den Landeseisstockverband Wien wenden. Dort erhalten Sie Infos zu Teams und Terminen.

Wiener Eistraum: Eisstockschießen