Die moderne Flexity-Straßenbahn wird in Wien hergestellt. Das sichert Arbeitsplätze. © Wiener Linien/Johannes Zinner

 

So bleibt Wien lebenswert

Mit dem Budget 2019 setzt die Stadt Wien den Weg Richtung Nulldefizit fort. Das gelingt durch gesundes Sparen, hohes Wirtschaftswachstum und gezielte Investitionen. Mehr Geld gibt es für Bildung, Kinderbetreuung und Soziales.

Gesamteinnahmen von 15,50 Milliarden Euro, Ausgaben von 15,69 Milliarden. Ein knappes Minus von 188 Millionen Euro steht beim Budget 2019 unterm Strich - zum letzten Mal. Bereits 2020 werden aus heutiger Sicht keine neuen Schulden mehr gemacht.

Reform in der Verwaltung

Ermöglichen soll das unter anderem hohes Wirtschaftswachstum, Beschäftigungszahlen auf Rekordhoch und modernere Strukturen in der Stadtverwaltung. Obwohl kaum eine Stadt so stark wächst wie Wien - um 17,3 Prozent in den vergangenen 15 Jahren -, ist die Zahl der städtischen Mitarbeiterinnen und MItarbeiter gleich geblieben. Das ist möglich, weil Abläufe neu organisiert und Abteilungen umstrukturiert wurden.

Menschen statt Zahlen

So wichtig ein ausgeglichenes Budget ist: Wichtiger sind die Menschen. " Wir denken und handeln generationenübergreifend. Wien muss für unsere Kinder lebenswert bleiben. Und jene, die bereits ihren Beitrag zur lebenswertesten Stadt der Welt geleistet haben, dürfen nicht von Leistungseinschränkungen betroffen sein", sagt Finanzstadtrat Peter Hanke. Das heißt: In Wien wird nicht bei den Menschen gespart. Konkrete Projekte für die Wienerinnen und Wiener sind ein FrauenServiceZentrum, 3.700 neue Gemeindewohnungen und der Ausbau der Jugendarbeit und -betreuung.

Mehr für Bildung & Soziales

Neben höheren Investitionen in die Wirtschaft wird 2019 für Zukunftsthemen mehr Geld in die Hand genommen. 1,75 Milliarden Euro (+ 8,25 Prozent) für Bildung, 865.44 Millionen (+ 2,21 Prozent) für Kinderbetreuung und 2,1 Milliarden (+ 8,91 Prozent) für Soziales sind im Budget fixiert. 120 Millionen Euro werden in die Schaffung von zusätzlichem Schulraum investiert.

Projekte für die Zukunft

Ein Investitionsprojekt in die Wiener Lebensqualität ist die Erneuerung des Wasserrohrnetzes um 65 Millionen Euro. Sie sichert weiterhin bestes Hochquellwasser für alle. 31 Millionen Euro kostet die Sanierung und Erweiterung des Kanalnetzes. Die Hauptkläranlage in Simmering wird modernisiert und bald aus Klärschlamm ihre eigene Energie gewinnen.

 

Ein Budget für die Menschen

"Sparen ist wichtig. Aber noch wichtiger ist mir die Zukunft der Menschen, die in Wien leben. Solide Finanzen sind die Basis aller politischen Maßnahmen. Darum ist uns als Stadtverwaltung sparsames Wirtschaften wichtig. Mit dem aktuellen Budget der Stadt Wien ist ein großer Schritt in Richtung Nulldefizit getan. Am Budget ist aber auch ganz klar abzulesen, welche Schwerpunkte die Stadt in Zukunft verfolgt. Wir setzen zum Beispiel umfassende Impulse für die Wirtschaft, um Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Die Wirtschaftskraft der Stadt soll weiterhin blühen und gedeihen. Besonders wichtig ist mir für unsere wachsende Metropole das Zukunftsthema Bildung. Das Budget dafür ist im kommenden Jahr deutlich höher als bisher - und auch für Kinderbetreuung, Soziales und Gesundheit nehmen wir mehr Geld in die Hand. So wollen wir sicherstellen, dass Wien auch für kommende Generationen lebenswert bleibt", so Bürgermeister Michael Ludwig.

Standort boomt

Mit einer Wirtschaftsleistung von rund 92 Milliarden Euro ist Wien der Wirtschaftsmotor Österreichs. Die Wiener Wirtschaft wird heuer um 2,8 Prozent wachsen. Das erhöht die Einnahmen, die ins Stadtbudget fließen. Das Wirtschaftswachstum senkt gleichzeitig die Arbeitslosigkeit und reduziert damit zum Beispiel die Notwendigkeit für die Auszahlung der Mindestsicherung.

Hohe Wirtschaftskraft

Mit einem Bruttoregionalprodukt (Wert aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb der Landesgrenzen hergestellt wurden) von 92,36 Milliarden Euro ist Wien österreichweit an der Spitze. Auch im internationalen Vergleich schneidet die Stadt sehr gut ab - Wien vereint zum Beispiel mehr Wirtschaftskraft als Slowenien und Kroatien zusammen. Die 9.098 Unternehmensneugründungen und die 191 internationalen Betriebsansiedlungen zeigen ebenfalls: Der Standort boomt.