Das Projekt "Smarter Together - Gemeinsam g'scheiter" entwickelt für Simmering Smart-City-Lösungen, um das Gebiet aufzuwerten. Hauffgasse © PID/Christian Jobst

Smarter what? Smarter Together! Wien nachhaltig gestalten

Von der Gesundheitsvorsorge bis zum Klimaschutz: Mit der Smart-City-Strategie soll die Wiener Lebensqualität nachhaltig verbessert und für künftige Generationen gesichert werden. Vorreiter für smartes Wohnen ist die BWSG-Wohnhausanlage in der Hauffgasse.

Den Fahrschein mit dem Handy kaufen, ein Gewerbe über das Internet anmelden, die Heizung vom Büro aus regeln: Vor einigen Jahren wäre das alles unvorstellbar gewesen. Heute gehören diese Annehmlichkeiten für viele Wienerinnen und Wiener zum Alltag, und genau darum geht es bei einer smarten Stadt. Intelligente Lösungen sollen mithelfen, die täglichen Herausforderungen einfacher zu bewältigen. Diese Fortschritte müssen mit unserer Umwelt und den Menschen einhergehen, denn nur so können auch noch nachfolgende Generationen von der hohen Wiener Lebensqualität profitieren.

Heute für morgen planen

Wien hat deshalb 2014 die Smart-City-Wien-Rahmenstrategie beschlossen. Darin festgehalten sind Ziele wie der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Reduzierung von Treibhausgasen, die Erhaltung der Grünflächen und der verstärkte Einsatz von erneuerbarer Energie. Klimaschutz und Ressourcenschonung alleine machen aber, zumindest nach der Wiener Definition, noch keine smarte Stadt aus. Im Mittelpunkt stehen nach wie vor die Wienerinnen und Wiener.

Deshalb wird in leistbaren Wohnraum, den Ausbau von Schulen und Kindergärten sowie in ein hoch entwickeltes Gesundheitssystem investiert. Der Zugang zu Bildung soll gewährleistet und Grünanlagen sollen weiterhin öffentlich zugänglich sein. Zudem soll auch niemand aufgrund seines Geschlechts, seiner Herkunft, Hautfarbe oder Religion ausgegrenzt werden. Eine große Herausforderung, die gut aufeinander abgestimmte Maßnahmen aus Stadtplanung, Stadtverwaltung, Klimaschutz, Mobilität, Energie, Informationstechnologie und Forschung erfordert.

 

 

Mit dem Projekt soll ein innovatives, lebenswertes und umweltfreundliches Stadtgebiet geschaffen werden. In Wien ist Simmering Vorreiter des Projekts. © Smarter Together

"Smarter Together" - Offensive für Simmering

Das europäische Förderprojekt "Smarter Together – Gemeinsam g'scheiter" ist eine von der EU geförderte Stadterneuerungsinitiative und wird in den drei Städten Wien, Lyon und München umgesetzt; als europaweite Vorzeigemodelle für die zukunftsfitte Gestaltung großer Stadtgebiete. Im Fokus stehen effektive Maßnahmen zum Klimaschutz und für mehr urbane Lebensqualität. Bis 2021 soll in Wiens 11. Bezirk, Simmering, ein innovatives, lebenswertes und umweltfreundliches Stadtgebiet geschaffen werden. Die Höhe der Investitionen liegt bei 80 Millionen Euro, mehr als sieben Millionen Euro kommen von der Europäischen Union.

Gemeinsam mit der Bevölkerung und zahlreichen Unternehmen wie BWSG (besser wohnen seit Generationen) entwickelt die Stadt Wien für Simmering Smart-City-Lösungen, um das Gebiet aufzuwerten. Zwischen Sonnwendviertel und dem Gasometerumfeld werden mehr als 40 Projekte für 21.000 Bewohnerinnen und Bewohner umgesetzt. Der geförderte Wohnbau spielt dabei eine zentrale Rolle. Ein Beispiel dafür ist die sanierungsbedürftige Anlage in der Hauffgasse. Dort werden 485 Wohnungen nachhaltig instand gesetzt, 79 Dachgeschoßwohnungen geschaffen und Car-Sharing für die Bewohnerinnen und Bewohner angeboten. "Die Zukunft liegt in einer smarten Sanierung mit alternativen Energiequellen", stellt Michael Ludwig, Wohnbaustadtrat und Schirmherr der Initiative, fest.

Im Mai 2017 wurde mit der Sanierung der Wohnanlage in der Hauffgasse begonnen. © Bojan Schnabl

Hauffgasse: der Weg zum smarten Wohnen

Die Großwohnanlage Hauffgasse 37-47 wurde 1984 fertiggestellt. Seitdem vergingen viele Jahre und der Wohnkomplex hat sowohl baulich als auch sozial zu bröckeln begonnen. Weshalb im Rahmen von "Smarter Together - Gemeinsam g'scheiter" ein Sanierungsprojekt für die gesamte Anlage gestaltet und zum Teil bereits umgesetzt wurde. Der Sanierungsstart erfolgte im Mai 2017. Ziel des Umbaus ist, einerseits die Wohnqualität auf einen zeitgemäßen Standard anzuheben, zum anderen soll neuer, kostengünstiger und qualitätsvoller Wohnraum geschaffen werden. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort soll ein innovatives, lebenswertes und umweltfreundliches Simmering geschaffen werden. Weshalb bei den Sanierungsarbeiten auf die Meinungen der Mieterinnen und Mieter sehr viel Wert gelegt wird.

Wünsche, Meinungen und Ideen können von den Bewohnerinnen und Bewohnern eingebracht werden. Ein Infopoint hilft bei Fragen. © Bojan Schnabl

Mitgestalten ist erwünscht

Die Sanierung der Wohnanlage soll das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner sowie nachkommender Generationen nachhaltig verbessern. Deshalb versucht man, Meinungen, Wünsche und Ideen der Bewohnerschaft in die Sanierungsarbeiten miteinzubeziehen. Eigens dafür wurde ein Infopoint in der Wohnanlage eingerichtet. Hier können Bewohnerinnen und Bewohner vorbeikommen, sich über alle wichtigen Fakten, Konzepte und Maßnahmen der Sanierung informieren sowie eigene Ideen einbringen. Zusätzlich gibt es Workshops, Begehungen, Themenabende und Informationsnachmittage zu unterschiedlichen Themen.

Die Wohnanlage in der Hauffgasse wird komplett thermisch-energetisch saniert. Dazu gehören unter anderem die Wärmedämmung von Außenwänden, aber auch die Erneuerung von Fenstern und Türen. © Bojan Schnabl

Sanierungsmaßnahmen: Was passiert in der Hauffgasse?

Die insgesamt 485 Wohnungen werden mithilfe von thermisch-energetischen Maßnahmen einer Sanierung unterzogen. Die Modernisierung des Gebäudes führt zu einer Minimierung des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Lüftung. Ziel der thermisch-energetischen Wohnhaussanierung ist, durch die Reduktion von Luftschadstoffen sowie des Kohlenstoffdioxidausstoßes zur Verbesserung der Umweltsituation beizutragen. Gleichzeitig soll der Energieverbrauch ohne Komfortverlust maßgeblich gesenkt werden, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Betriebskosten zu reduzieren. Dazu gehören der Einbau von Wärmeschutzfenstern, die Dämmung sämtlicher Außenwände sowie ein Sonnenschutz für die Bewohnerinnen und Bewohner anhand von außenliegenden Alu-Rollläden. Aber auch die Fassadeninstandsetzung, eine Kellerdeckendämmung, eine Dachsanierung sowie die Instandsetzung von Kellern, Stiegenhäusern und Liften. Sämtliche Wohnungen in der Hauffgasse haben eine Loggia, durch die Sanierung wird die nutzbare Tiefe der Loggien vergrößert. Zudem werden auf insgesamt 5.809 Quadratmetern 79 neue Wohnungen auf dem Dach errichtet.

Der Bewohnerschaft der Hauffgasse stehen seit Oktober 2017 drei Elektroautos zur Verfügung. © PID/Gökmen

E-Car-Sharing im Grätzel

Seit Oktober 2017 gibt es in der Wohnhausanlage zudem die Möglichkeit, vollautomatische Elektroautos zu nutzen. Ermöglicht wird das E-Car-Sharing-Projekt und die kostengünstige Nutzung in der Hauffgasse ebenfalls durch die EU-Stadterneuerungsinitiative "Smarter Together".

Insgesamt drei Elektroautos stehen in der Wohnhausanlage zur Verfügung. Benutzen können die Autos alle Bewohnerinnen und Bewohner mit gültigem Führerschein. Die Registrierung für das Car-Sharing erfolgt über die Homepage der Wohnhausanlage zukunftwohnen.net. Das Car-Sharing ist vor allem für Bewohnerinnen und Bewohner gedacht, die nur gelegentlich ein Auto benötigen, sich kein Zweitauto leisten oder ökologisch mobil sein wollen.

Vom Turnsaal bis zum E-Bike

Doch nicht nur in der Hauffgasse wird im Stadtgebiet Simmering geplant, gebaut und umgesetzt. Weitere Meilensteine im Bereich Smart-City-Lösungen finden sich in ganz Simmering. So erhält die Neue Mittelschule am Enkplatz vier Null-Energie-Turnsäle, am Simmeringer Spitz gibt es zukünftig eine Mobilitätsstation für Elektroautos und ab sofort kann der Wiener Zentralfriedhof mit E-Bikes erkundet werden. Beim Tor 2 in der Simmeringer Hauptstraße 234 können die E-Bikes ausgeliehen werden.

Das SIMmobil ist für die Bewohnerinnen und Bewohner in Simmering unterwegs. © PID/Christian Jobst

Informationen zur Mitgestaltung des Grätzels können sich die Simmeringerinnen und Simmeringer beim SIMmobil holen, wo es auch ein gratis E-Lastenrad zum Ausleihen gibt.

Vorteilspartner CLUB WIEN

BASENBOX

CLUB WIEN-Mitglieder erhalten 10 Prozent Rabatt.

Erfahren Sie mehr 44539

Kunst entdecken in der Klimt Villa

In seinem Atelier in der Feldmühlgasse entstanden einige seiner wichtigsten Werke. Heute zeigt die Klimt Villa die Lebens- und Arbeitssituation des Künstlers während seiner letzen CLUB WIEN-Mitglieder erhalten 25 Prozent Ermäßigung auf den Eintrittspreis.

Erfahren Sie mehr 44990

Video: So sind HONGi Faultiermatratzen aufgebaut

Erfahren Sie mehr 45165

Best Ager Society

CLUB WIEN Mitglieder erhalten die Best Ager Society Vip Card kostenlos.

Alle Vorteilspartner