Wildes spielen im Wasser kann rasch zur Ermüdung führen. Deswegen heißt es: rechtzeitig raus aus dem kühlen Nass. © Kovacs

Sicheres Baden mit Kindern

Wir befinden uns mitten in der heißesten Zeit des Jahres. Schwimmbäder und Badeseen sind für viele die erste Anlaufstelle für eine Abkühlung. Doch beim Badespaß ist Vorsicht geboten. Besonders Baden mit Kindern bedeutet ein erhöhtes Risiko.

Ein Badetag mit der ganzen Familie kann sehr nett sein. Gemeinsam Zeit zu verbringen und die sonnigen Stunden zu nutzen, ist etwas Feines. Viele verbringen diese Zeit im Sommer in einem öffentlichen Bad oder an einem Naturbadeplatz. Sind Kinder mit dabei, muss man besondere Vorkehrungen treffen, damit der Badetag auch ein gutes Ende nimmt. Wichtigste Vorsichtsmaßnahme: Wenn man mit Kindern baden geht, ist es vor allem wichtig, selbst schwimmen zu können. So kann man einem Kind, das noch nicht schwimmen kann und in tiefem Wasser in Not gerät, helfen. Je besser die Schwimmfähigkeiten des Kindes, desto entspannter können die Aufsichtspersonen sein. Dennoch sollten Sie wachsam bleiben. "Jedes Kind soll beziehungsweise müsste im Rahmen des Volksschulunterrichtes Schwimmen lernen. Besser wäre es natürlich, wenn die Kinder das bereits vor dem sechsten Lebensjahr können. Es ist wichtig, die Kinder bereits von klein auf an das Element Wasser zu gewöhnen", so Peter Blechinger, der jahrelange Erfahrung als Bademeister der Wiener Bäder nachweisen kann. Heutzutage werden viele Schwimmkurse in den städtischen Bädern zu diesem Zweck angeboten. Die Kleinen sollen spielerisch den richtigen Zugang zum Wasser finden.

Schwimmhilfen

"Es heißt Schwimmhilfe und nicht Sicherheitsmaßnahme. Komplette Sicherheit kann eine Schwimmhilfe nämlich nicht bieten. Auch mit Schwimmbehelfen kann ein Kind zum Beispiel mit dem Kopf unter Wasser kommen. Deshalb sollte immer eine Erwachsene oder ein Erwachsener mit dabei sein, wenn Kinder baden oder in der Nähe von Wasserbecken spielen", erklärt Blechinger. Generell sind Schwimmflügerl für Kinder besser geeignet als ein Schwimmreifen. Hier kann das Kind einfach hindurchrutschen.

Aufsichtspflicht

Die Aufsichtspflicht liegt bei den Erziehungsberechtigten. Befindet man sich in einem öffentlichen Schwimmbad, wirft natürlich das Badepersonal ein wachsames Auge auf die im Wasser tobenden Kinder. "Es ist aber nicht so, dass die Eltern ihre Kinder ins Schwimmbad bringen und dort einfach wie in einem Kindergarten abgeben können", verdeutlicht Blechinger.

Hat ein Kind Freude im Wasser, bringt man es meist sowieso schwer wieder hinaus. Merkt man allerdings, dass das Kind müde wird, ist es wichtig, dass es eine Pause einlegt. Im schlimmsten Fall kann es sonst zu Kältekrämpfen und in weiterer Folge in tiefem Wasser zum Ertrinken kommen.

Sicherheitstipps

So können Sie gemeinsam mit Ihren Kindern einen sicheren Badetag verbringen.

  1. Baden und schwimmen Sie nur in ausgewiesenen Badezonen. Lassen Sie Kinder nicht in unbekannten Gewässern schwimmen oder baden.

  2. Bevor das Kind ins Wasser eintaucht, sollte es sich abkühlen.

  3. Lassen Sie Ihr Kind nur ins Wasser, wenn es sich gesundheitlich wohlfühlt.

  4. Holen Sie Ihr Kind aus dem Wasser, wenn es friert.

  5. Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich. Verlassen Sie das Wasser sofort.

  6. Bewachsene und sumpfige Uferzonen können gefährlich werden. Meiden Sie solche Einstiege ins Gewässer.

  7. Kinder, die nicht schwimmen können, sollten Schwimmflügel tragen und nur bis zum Bauch ins Wasser gehen.

  8. Luftmatratze, Autoschlauch oder aufblasbares Tier bieten keine Sicherheit, sondern können sogar gefährlich werden.

  9. Achten Sie darauf, dass die Kinder nicht zu weit hinaustreiben. Beachten Sie die ausgewiesenen Badezonen.

  10. Lassen Sie die Kinder nur ins Wasser springen, wenn es tief genug ist und keine anderen Badenden dadurch gefährdet werden.

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