CLUB WIEN bedankt sich bei allen Müttern! Vielleicht helfen unsere Rezeptideen, den frohen Tag noch etwas einzigartiger zu machen. © Bohmann

 

Ein Dankeschön an alle Mütter

Es ist die vielleicht lieb gewonnenste Muttertagstradition Österreichs: der Mama ein Frühstück kochen. CLUB WIEN hat drei ganz simple Rezeptideen, mit denen Kinder und Väter den Müttern eine Freude machen können.

Dass Frauen 2020 automatisch für das Frühstück verantwortlich sind, ist natürlich Schnee von gestern. Die Idee, der Mama wenigstens diesen einen Tag im Jahr das Kochen abzunehmen, ist also mehr als angestaubt. Wenn die Mutter 364 Tage im Jahr Frühstück machen muss, dann empfehlen wir als Vorspeise ein Entschuldigungsschreiben. Dennoch ist das Frühstückmachen am Muttertag eine bewährte Methode, den Mamas eine Freude zu bereiten. Auch heuer werden Kinder und Väter früh aufstehen und die Küche stürmen, während Mütter sich noch in die Kopfpolster kuscheln.

Bevor wir zu unseren Muttertagsideen kommen, hier die wichtigste Regel: Es ist nur eine schöne Überraschung, wenn die Küche danach nicht aussieht wie ein Schlachtfeld. Schließlich wollen wir nicht, dass der Anblick des Kochbereichs die Mama an den Rand der Verzweiflung bringt. Also: Müll in den Müllbeutel, Geschirr in den Geschirrspüler und die Küche mit einem Wettex aufwischen. Abgemacht? Dann kann es losgehen!

Die Klassiker zum Muttertag sind Toast, Aufbackbrötchen, Marmelade, Aufschnitt und vielleicht eine feine Eierspeis. Allesamt sehr lecker, aber heuer wollen wir mit etwas Neuem überraschen. Hier sind drei ganz einfach zu machende Gerichte, mit denen die Mama sicher nicht rechnet.

 

Pochiertes Ei

Das pochierte Ei ist wohl das vornehmste unter den Eiergerichten. Es hat auch den Ruf, eine Herausforderung zu sein. Das würden wir als Mythos abtun. Und ja, uns sind die pochierten Eier auch reihenweise misslungen. Allerdings hat das weniger mit unseren Kochkünsten als vielmehr mit den Eiern zu tun. Aber der Reihe nach.

Für ein pochiertes Ei bringen wir Wasser in einem Topf zum Köcheln. Wichtig: Es darf nur ganz leicht vor sich hin blubbern. Wenn das Wasser zu stark kocht, wird das Ei nicht zusammenhalten, und das ist ja bekanntlich die Krux. Wir salzen das Wasser und geben einen Spritzer Essig, am besten Weißweinessig, dazu. Der Essig sorgt dafür, dass das Eiweiß etwas kompakter bleibt. Das Ei brechen wir vorab in eine Schüssel. So sehen wir gleich, ob der Dotter intakt ist oder nicht. Von der Schüssel leeren wir das Ei vorsichtig in das Wasser. Manche schwören darauf, das Wasser durch Umrühren leicht in Wallung zu versetzen, nötig ist das aber nicht.

Die Sache mit dem Ei: Das Gericht wird nur schön zusammenhalten und dadurch gut aussehen, wenn die Eier frisch sind. Ist das Ei schon ein paar Wochen alt, besteht eine gute Chance, dass das Eiweiß in alle Richtungen zerfließt. Da können wir meist gar nichts dafür. Mit frischer Ware, so wie man sie auf den Wiener Märkten bekommt, sollte das Projekt aber ein Erfolg werden. Ist das Ei im Wasser, lassen wir es fünf bis maximal sechs Minuten köcheln. Dann holen wir es raus und lassen es auf Küchenrolle abtropfen.

Anrichten: Folgen Sie einfach Ihrem Geschmack. Wir mögen die Eier auf Toast mit etwas Speck und Sauce hollandaise. Das nennt man dann Eier Benedict. Ein bisschen Schnittlauch sieht auch großartig aus. Doch wenn Sie, so wie wir, weder Sauce noch Schnittlauch haben, tut das dem Vergnügen keinen Abbruch.

French Toast

In den USA ist der French Toast eines der beliebtesten Frühstücksgerichte schlechthin. Auch bei uns wird er immer beliebter. Zubereitungsmethoden gibt es wie Sand am Meer. Wir bevorzugen es simpel und bereiten unseren Toast darum ohne viel Schnickschnack zu.

Wir beginnen damit, ein kleines Bad für den Toast zu rühren. Für vier Toasts brauchen wir zwei Eier, eine Tasse Milch, Vanillezucker nach Geschmack und ordentlich Zimt. Eine Prise Salz sollte auch drin sein. Das Ganze verrühren wir. In einer beschichteten Pfanne wird Butter geschmolzen. Achtung: Die Hitze darf nicht zu hoch sein, lieber mittel bis niedrig. Wir wollen weder die Butter noch den Toast verbrennen.

Der Toast wird in unsere Milch-Ei-Mischung gelegt. Idealerweise saugt er sich von beiden Seiten schön voll. Danach braten wir den French Toast ganz einfach in der Butter, bis er von beiden Seiten eine ansprechend goldbraune Farbe hat. Voilà, wie die Französinnen und Franzosen sagen!

Anrichten: Da gibt es viele Möglichkeiten. Ahornsirup macht auf dem French Toast eine herausragende Figur und sollte immer dabei sein. Wer es gerne süß mag, kann frisches Obst, etwa Bananen oder Erdbeeren, dazugeben. Sie mögen es lieber deftig? Dann raten wir zu Eierspeis, Speck oder Würstchen. Wir haben eine Vorliebe für Süß und Deftig und greifen darum zu Sirup, Speck und Bananen.

Bananen-Eier-Pfannkuchen

Seit einigen Jahren tauchen auf YouTube vermehrt Videos zu diesen Pfannkuchen auf. Kein Wunder: Sie sind das perfekte Frühstück für fitnessbewusste Menschen. Die Herstellung könnte simpler nicht sein. Wir zermatschen eine möglichst reife Banane, so gut es geht. Dann verrühren wir zwei Eier, bis sie schön flüssig sind, und vermischen im Anschluss beides. Ein Prise Salz ist Pflicht, weitere Gewürze wählen Sie einfach nach Ihren Vorlieben aus. Zimt macht sich gut, Vanillezucker für die Schleckermäuler, Pfeffer oder Chili für die deftige Fraktion.

Jetzt braten wir die Pfannkuchen in Butter goldbraun, und das war es auch schon. Achtung: Die Pfannkuchen sind sehr flüssig, darum sollten Sie beim Eingießen etwas aufpassen, um eine schöne Form zu erhalten. Perfekt wäre eine ganz kleine Eierpfanne, die man einfach volllaufen lässt. Wenn Ihnen das zu flüssig ist, können Sie ein bisschen Mehl und Backpulver untermischen, da fehlen uns aber die Erfahrungswerte.

Anrichten: Siehe oben. All die Köstlichkeiten, die French Toast und pochiertes Ei bereichern, passen auch hier, vielleicht mit Ausnahme der Sauce hollandaise.

Das wären unsere Muttertagsideen. Drei nicht ganz alltägliche Gerichte, mit denen man sicher überraschen kann. Am besten serviert man alle drei mit einem schönen Blumenstrauß und einem dicken Bussi für die Mama.

CLUB WIEN wünscht guten Appetit und einen schönen Muttertag!