Radfahren bei Wind und Wetter: Die richtige Kleidung hält warm. © Mobilitätsagentur Wien

Sicher im Sattel

In der nasskalten Jahreszeit muss man beim Radfahren in der Stadt besondere Vorsicht walten lassen. Neben der richtigen Fahrweise bei rutschigen Verhältnissen sind auch Radausrüstung und Bekleidung von Bedeutung.

Radfahren macht Spaß. Auch im Herbst. Außerdem ist das Rad im innerstädtischen Bereich auf einer Strecke von bis zu fünf Kilometern das schnellste Verkehrsmittel. Das belegen Studien. Doch schlechtes Wetter, Nässe und Rutschgefahr dämpfen nicht nur die Motivation, sie haben auch oft folgenreiche Auswirkungen auf Fahrrad und Fahrweise. Viele verzichten daher lieber auf das Bike. Das muss nicht sein! Die Mobilitätsagentur Wien hat Tipps, damit Radfans ohne Hals- und Beinbruch sicher durch die kalte Jahreszeit kommen.

Aufmerksamkeit erhöhen

Die Fahrweise soll jetzt an die unfreundlichen Witterungsbedingungen angepasst werden. Wichtig ist, einen größeren Abstand zu den anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern zu halten, das Tempo entsprechend anzupassen und Bremsmanöver in Kurven zu meiden. 

Martin Blum, Wiener Radfahrbeauftragter: "Diese Maßnahmen sind umso wichtiger, als sich der Bremsweg unter den winterlichen Verhältnissen verändert." Sein Expertentipp: "Wer den Luftdruck der Reifen senkt, vergrößert deren Oberfläche und erhöht den Grip auf den Straßen."

Richtige Kleidung

Die Tage werden nicht nur spürbar kälter, sondern auch das Licht wird deutlich schwächer. Wer weiterhin die Freiheit auf dem Radsattel genießen möchte, kann vor allem mit der richtigen Ausrüstung die Sicherheit erhöhen. Das Um und Auf ist dabei helle Kleidung. Martin Blum: "Sie erhöht die Sichtbarkeit im städtischen Straßenverkehr. Vor allem in der Dämmerung ist das unverzichtbar." Reflektoren an den Armen und Beinen bieten zusätzliche Sicherheit.

Wer bei wechselndem Wind und Wetter nicht frieren möchte, sollte mehrere Kleidungsschichten überziehen. Denn der Fahrtwind fühlt sich jetzt noch kälter an als sonst. Atmungsaktive, wind- und wasserabweisende Kleidung ist sinnvoll, um nicht verschwitzt in der Kälte zu radeln.

Beim Anziehen aufs Zwiebelsystem achten. Lieber viele dünne als wenige warme Schichten. Das Gewand sollte die Bewegungsfreiheit jedoch nicht einschränken. Bei Regen wasserdichte Jacke oder Regenponcho verwenden. Gegen kalte Füße helfen beheizbare Einlagesohlen. Sie spenden Wärme. Die Kopfbedeckung sollte die Sicht nicht beeinträchtigen.

Rad ausrüsten

Auch das Fahrrad selbst sollte auf die nasskalte Herausforderung vorbereitet werden. Experte Martin Blum: "Auf gute Beleuchtung des Fahrrades achten, alle Seilzüge und alle anderen beweglichen Teile noch einmal kontrollieren." Die Radfahr-Fibel der Mobilitätsagentur Wien bietet die wichtigsten Infos zur Straßenverkehrsordnung sowie Tipps und Tricks für das Radeln in Wien.

Video: Fahrradfahren im Herbst