Tischtennis hat in Wien Tradition, auch beim WAT Mariahilf. © Bohmann

Ping-Pong-Party in Mariahilf

Tischtennis ist eine von Österreichs beliebtesten Freizeitsportarten. Gerade in Wien und Niederösterreich hat die grüne Platte reichlich Tradition. Wir haben einen der vielen Vereine entlang der Donau, den WAT Mariahilf, besucht.

Einmal blinzeln und schon ist man vorbei. Der WAT Mariahilf TT in der Liniengasse versteckt sich hinter einer dezenten grauen Tür mit kleiner Tischtennisauslage. Die Halle taucht zwar regelrecht im Mariahilfer Stadtbild unter, im Inneren gibt's aber viel zu erleben. Der Verein spielt in der zweiten Bundesliga, bei Damen und Herren. Die Fans schätzen, dass hier Tischtennis auf hohem Niveau geboten wird. So auch von Martin Schuster, einem der jungen und aufstrebenden Mariahilfer Ping Pong-Profis. 

Übung macht den Meister

Die große Stärke und der ganze Stolz des Vereins ist seine hervorragende Nachwuchsarbeit. Hinter der unscheinbaren Tür werden seit vielen Jahren Talente geschmiedet. Der Tischtennisraum bietet genügend Raum für vier bis fünf Tischen und die Wände sind mit Fotos von diversen Spielerinnen und Spielern geschmückt. Obmann Friedrich Dauchner kümmert sich persönlich darum, dass alles glattläuft.

Kurzum: Ein Platzerl, an dem sich Fans und Athletinnen und Athleten wie zu Hause fühlen. Das ist auch wichtig, denn ohne endlos viele Stunden an der Platte bringt man es im Tischtennis zu nichts. Martin Schuster spielt schon seit frühester Kindheit, und das ist unschwer zu erkennen. Im Testspiel sind seine Aufschläge für uns fast unerreichbar und wenn er seine schnellsten Schläge auspackt, geht man lieber in Deckung.

Schnell, schneller, Tischtennis

Um einen halbwegs passablen Ballwechsel zu spielen, muss er, für seine Verhältnisse, in Zeitlupe schlagen. Dabei erweist er sich als guter Lehrer und zeigt uns die wichtigsten Schlägerhaltungen: den Konter mit Vorhand und Rückhand. Auf diesem Schlag baut das Spiel auf. Und bevor man sonst etwas lernt, sollte man das meistern. Wichtig ist, den Schläger nicht gerade, sondern in leichter Schiefhaltung zu führen. Dabei sollte die Seite, mit der geschlagen wird, leicht nach unten zeigen, denn sonst schießen die Bälle in aller Regel über das Ziel hinaus. Mit dem Vorhandkonter duellieren sich die Profis gerne in atemberaubender Geschwindigkeit. Eine Frage drängt sich bei uns auf: Wie um alles in der Welt sehen die den Ball? Für uns ist der nach einem von Schusters Hammerschlägen eigentlich unsichtbar.

"Wir haben beim Spielen immer einen Blick auf das Gegenüber. Aufgrund dessen Schläger- und auch Körperhaltung kann man schon vermuten, wohin der nächste Schlag gehen wird", erklärt uns Schuster. Zeit zum Reagieren bleibt danach keine. Ist man nicht bereit, ist der Punkt gegessen. Seinem Ruf als einer der schnellsten Rückschlagsportarten der Welt wird Tischtennis mit Leichtigkeit gerecht. Für uns ist klar: Tischtennisprofis sind die Lucky Lukes unter den Athletinnen und Athleten.

Maßgeschneiderte Aufschläge

Weiter geht's mit dem Aufschlag. Die Spielerinnen und Spieler legen dabei weniger Wert auf Geschwindigkeit, dafür umso mehr auf den richtigen Schnitt. Anschneiden kann man den Ball, indem man mit dem angewinkelten Schläger quasi drüberwischt. Das kann man von oben oder von unten machen. Beim Aufschlag geschieht das von unten. Beherrscht man die Technik, verspringt sich der Ball nach dem Aufkommen und wird für die Gegnerin oder den Gegner richtig unangenehm. Zu beachten gilt außerdem, dass man den Ball hochwirft und nicht hinter dem Arm versteckt. Das war früher zwar gestattet, ist aber heute verboten.

Die Regeln beim Tischtennis sind leicht. Beim Aufschlag muss der Ball ein Mal in der eigenen und ein Mal in der gegnerischen Hälfte aufkommen. Zweite Aufschläge gibt's nicht. Nach dem Aufschlag schießt man nur noch ins gegenüberliegende Feld. Kann man den Ball einmal nicht retournieren, landet er im Netz oder geht er überhaupt daneben gibt's einen Punkt für die Gegnerin oder den Gegner. Der Satz läuft bis elf Punkte, aufgeschlagen wird abwechselnd, wobei jeder zwei Mal drankommt. Wie viele Sätze gespielt werden, kann man sich ausmachen.

Hohe Konzentration, absolute Präzision und flotte Beinarbeit sind gefragt. Wer bei einem Match zusieht, stellt fest, dass die Kontrahentinnen und Kontrahenten ständig in Bewegung sind. Die vielen kleinen Schritte, mit denen man sich in Stellung tritt, machen Tischtennis auch noch zu einem hervorragenden Work-out. Beim Ping Pong kommt man ordentlich ins Schwitzen.

Ein Sport für einfach alle

Tischtennis kann eigentlich alles: Man braucht nicht viel, um zu starten, es macht von der ersten Minute an Spaß und dennoch braucht man Hingabe, um richtig gut zu werden. Außerdem hält es fit und man kann problemlos bis ins hohe Alter spielen. Eine tolle Freizeitbeschäftigung für die ganze Familie. Wer mal bei einem Verein reinschnuppern möchte, der ist mit dem WAT Mariahilf TT gut beraten.

Der WAT Mariahilf TT ist einer von vielen traditionsreichen Wiener Tischtennis-Klubs. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

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