25.MAERZ 2021 
Freizeit
Ostern steht vor der Tür! Doch warum feiern wir Ostern mit all seinen Bräuchen eigentlich? CLUB WIEN geht einigen Traditionen auf den Grund. © Getty Images

Fakten über Ostern, die viele mit Sicherheit noch nicht wussten

Woher stammt der Name Ostern? Ist der Osterhase weltweit aktiv? Warum färben wir zu Ostern Eier bunt? Und warum heißt es Grün- und nicht Gelbdonnerstag? Fragen über Fragen. Der Vorteilsclub der Stadt Wien klärt auf.

Der Frühling ist da und Ostern lässt auch nicht mehr lange auf sich warten. Das heißt, Schluss mit Fasten und ran an Ostereier, -schinken und Schokohasen. Ostern ist das älteste und wichtigste religiöse Fest der Christinnen und Christen und wird jedes Jahr nach der heiligen Woche um den Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag gefeiert. Ostern ist immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühjahr. Damit wird das Fest frühestens am 21. März und spätestens am 25. April eines Jahres gefeiert. Der Ostersonntag ist der Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten. Denn nach christlichem Glauben überwand Jesus Christus, der am Karfreitag gekreuzigt wurde, am Ostersonntag den Tod. Mit dem Osterfest sind viele Traditionen und Bräuche verbunden, doch kennen Sie von allen den Ursprung? Woher stammt beispielsweise der Name Ostern? Warum kommt zu uns der Osterhase? Seit wann werden Ostereier verschenkt oder warum heißt es Gründonnerstag und nicht Gelbdonnerstag? Der Vorteilsclub der Stadt Wien geht diesen wissenswerten Fragen auf den Grund und klärt auf.

Woher stammt der Name "Ostern"?

Die Herkunft des Worts "Ostern" ist bis dato ungeklärt. Man kann nur Vermutungen anstellen - und davon gibt es gleich drei:

1. Ostern kommt von "Ostara", der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin. Der Hase ist ihr als heiliges Tier zugeordnet. Wodurch auch der Hase als Ostersymbol durchaus einen heidnischen Ursprung haben könnte und Sinn ergibt.

2. Ostern kommt von Osten, der Himmelsrichtung, in der die Sonne aufgeht, die als Symbol für die Auferstehung Christi verstanden werden kann.

3. Das deutsche Wort Ostern stammt vom altgermanischen Austrō (Morgenröte). Man glaubt, dass es einst die Bezeichnung für ein germanisches Frühlingsfest war und später daraus das christliche Fest wurde.

Warum bringt der Osterhase die Eier?

Wussten Sie, dass nicht immer der Osterhase in Österreich die Eier gebracht hat? Früher haben diese Aufgabe auch Storch, Hahn, Fuchs oder Kuckuck übernommen und tun es in Teilen Europas noch immer. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts setzte sich der Hase als Haupteierlieferant durch. Aufgrund ihrer Fruchtbarkeit sind Hasen auch ein Symbol für neues Leben und passen deswegen gut zum Fest der Auferstehung. Und weil sie so schnell und scheu sind, hat sie noch nie jemand beim Eierverstecken erwischt.

Andere Länder, andere Ostereier-BotschafterInnen

Während sich der Osterhase in Österreich durchgesetzt hat, war er in anderen Ländern nicht so erfolgreich. Bereits ein Land weiter, in der Schweiz, ist Schluss mit dem Osterhasen, denn dort gilt der Kuckuck als Eierlieferant. In Deutschland teilen sich gleich mehrere Eierbotschafter den Ostereier-Lierferantenjob. Neben dem Osterhasen bringt dort in Teilen Westfalens und Hessens der Fuchs die Osterüberraschungen. In Thüringen hat der Storch oder auch der Hahn diese Aufgabe übernommen.

Weiter oben im Norden, in Skandinavien, versteckt das Osterküken die Geschenke und in Frankreich fliegen alle Kirchenglocken nach Rom, wo sie gesegnet und mit Schokoladeneiern beladen werden. Auf dem Rückflug nach Hause verlieren sie diese über den Dächern der Stadt und Kinder dürfen sie suchen gehen.

Auch in Australien bringt nicht der Osterhase die Ostereier. Zum Glück, denn bekanntlich ist der Osterhase kein guter Schwimmer und wird dort darüber hinaus auch als Schädling angesehen: Die im 18. Jahrhundert von den Siedlerinnen und Siedlern mitgebrachten Kaninchen vermehrten sich rasend schnell und fraßen das Weideland kahl. Daher gibt es in Down Under den Osterbilby. Er ist ein kleines Beuteltier, das dem Hasen mit seinen langen Löffeln und dem flauschigen Fell sehr ähnlich sieht und eine beliebte Alternative darstellt.

Andere Länder, andere Sitten

Wer kennt und liebt nicht die österlichen Bräuche zu Ostern? In Österreich werden natürlich bunte Eier bemalt, viele gehen in die Kirche sowie zum Osterfeuer und essen am Ostersonntag das gebackene Osterlamm und den -schinken. Dabei darf natürlich das beliebte Eierpecken nicht fehlen. "Das stärkste Ei gewinnt" und die Eier werden Kopf an Kopf gegeneinandergeschlagen. Klingt lustig und doch etwas skurril? Ist es auch.

Skurril geht es auch in anderen Ländern zu Ostern zu. So dürfen in Bulgarien rot gefärbte Ostereier bei keinem Osterfest fehlen. Diese Eier werden traditionell nach der Mitternachtsmesse gegen die Kirchenwand geworfen und dabei aufgeknackt. Wer das letzte intakte Ei in den Händen hält, darf sich der Sage nach auf ein Jahr voller Glück freuen.

In Polen ist am Ostermontag eine Regenjacke zu empfehlen. Denn dort feiert man das Śmigus-dyngus - auch Lany Poniedziałek genannt. Bewaffnet mit Wasserbomben, Spritzpistolen, Flaschen oder Eimern bespritzen sich Menschen gegenseitig ordentlich mit Wasser. Ob Nonne oder Priester, ob Mann oder Frau, fast alle beteiligen sich, manchmal sogar die Feuerwehr mit ihren Löschfahrzeugen. Das Bespritztwerden soll den Menschen für das kommende Jahr Glück bringen.

In Irland geht es etwas ruhiger zu. Denn hier wird am Ostermontag zum Begräbnis geladen, zum Heringsbegräbnis. Anlass ist das Ende der Fastenzeit. In vielen Gemeinden wird der Hering, der während der Fastenzeit als Hauptnahrungsmittel gilt, symbolisch zu Grabe getragen und der Frühling begrüßt. Die Bestattung wird dabei oft vom örtlichen Metzger organisiert, der sich freut, dass wieder mehr Fleisch und Wurst über die Ladentheke geht.

Schon spannend, welche Bräuche und Traditionen es zu Ostern weltweit gibt, doch warum bemalen wir eigentlich Eier?

Wieso bemalen wir die Ostereier?

Den Brauch, seine Eier bunt zu bemalen, gab es bereits 5000 vor Christus. Schon damals hat man zum Frühlingsfest bunt bemalte Eier gegessen. Auch bei den Germanen waren Eier ein Frühlingsopfer. Die Urchristinnen und Urchristen haben zudem dem Ei eine Auferstehungsbedeutung zugemessen.

Unser heutiger Brauch geht wohl eher auf eine Gewohnheit im Mittelalter zurück: Die Fastenzeit damals hatte es wirklich in sich. So durfte man neben Fleisch auch keine Milchprodukte oder Eier essen. Doch was tun, wenn man jede Menge Hühner zu Hause hat, die tagtäglich Eier legen? Ganz richtig, die Eier hart kochen. Indem die gekochten Eier mit Pflanzensäften gefärbt wurden, konnte man sie dann auf einen Blick von den ungekochten unterscheiden. Da Eier in der Fastenzeit aber nicht gegessen werden durften, hatten die Bauern in der Osterwoche so viele übrig, dass sie diese zur Schuldentilgung bei ihren Lehnsherren nutzen konnten. Diese hatten dann ebenfalls Unmengen an Eiern, die sie an die Kinder verschenkten.

Warum heißt der Gründonnerstag nicht Gelbdonnerstag?

Der Name Gründonnerstag leitet sich nicht von der Farbe Grün ab, sondern kommt von dem althochdeutschen Wort "greinen", was so viel wie "weinen" oder "wehklagen" bedeutet. Im Laufe der Geschichte wurde aus "greinen" dann "grün" und die Tradition, an diesem Tag grünes Gemüse zu essen. Am Gründonnerstag fand das letzte Abendmahl von Jesus Christus mit seinen Jüngern statt.

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