Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB*) steht den WienerInnen auch während einer Pandemie beratend zur Seite, mit fragdiegbstern.at nun auch online. © Gebietsbetreuung Stadterneuerung

 

Frag die GB* online - wienweit

Noch sind die Standorte der Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB*) geschlossen. Die Grätzl-BewohnerInnen werden mit ihren Fragen aber nicht alleine gelassen: Online hat die GB* stets ein offenes Ohr.

Ist eine Mietreduktion machbar, wenn immer mehr Baustellen im Umkreis wegen Gentrifizierung Lärm und Staub verursachen? Mein Vermieter meint, dass das Einbauen einer Katzenklappe wegen der neuen Feuerschutzregelungen nicht erlaubt ist. Stimmt das? Darf ich vor meinem Geschäft einen Pflanztrog auf den Gehsteig stellen? Wie funktioniert die Fernwärme in Wien? Fragen wie diese werden der Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB*) tagtäglich gestellt. Dass sie gewissenhaft und mit vollem Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantwortet werden, versteht sich von selbst. Und wie man an den eingangs erwähnten Beispielen sieht, ist das Themengebiet weit gesteckt, sei es Wohnen, Zusammenleben oder das eigene Grätzl.

Rege Nutzung seit erstem Lockdown

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Die Standorte sind derzeit coronabedingt geschlossen, es gibt keinen Publikumsverkehr. Damit die Wienerinnen und Wiener aber nicht auf die Beratung durch die GB*-Expertinnen und -Experten verzichten müssen, wurde im April 2020, also kurz nach dem ersten Lockdown, ein Online-Service eingerichtet. Seitdem wird er rege genutzt. Erreichen kann man die GB* auf mehreren Wegen, über die neu gelaunchte Website fragdiegbstern.at, über facebook.com/gbsternwien oder zu den Öffnungszeiten via E-Mail und Telefon unter 01 4000-8025. Fragen können auf der neuen Website nach Angabe von Name und E-Mail-Adresse gestellt werden. Den Wohnbezirk zu nennen, ist zwar nicht verpflichtend, aber für das GB*-Team mitunter sehr hilfreich.

Nach einem Jahr lässt sich bereits sagen, was den Menschen besonders am Herzen liegt und was am häufigsten in Erfahrung gebracht werden will. Dauerbrenner sind: Fragen zu Miete und Mietwohnung, oft ganz individuell auf die eigenen Wohnverhältnisse bezogen. Fragen zu Entwicklungen in der Nachbarschaft, etwa ob ein Nachbarhaus in der Gasse saniert wird. Fragen zu Gegebenheiten im Wohnumfeld, etwa: "Warum ist der Gehsteig so schmal?" oder "Der Radweg bietet wenig Platz, gibt es eine Lösung hierfür?" Und zu guter Letzt Fragen zum Wohnungsangebot in Wien: "Das Sophienspital wird saniert. Wo kann ich mich für eine Wohnung anmelden?"

Fragen nach Bezirk gefiltert

Ein weites Feld, das Wissen aus unterschiedlichsten Bereichen erfordert. "Die Fragen werden nach Bezirk gefiltert und an das für den Bezirk zuständige Team der Gebietsbetreuung Stadterneuerung gesendet", erklärt Daniel Dutkowski, stellvertretender Projektleiter im Team der Gebietsbetreuung Stadterneuerung für den 6., 12., 13., 14. und 15. Bezirk sowie Projektkoordinator von "Frag die GB*". "Fachspezifische Anfragen werden intern sofort an die jeweilige Expertin oder den jeweiligen Experten weitergeleitet."

Auf fragdiegbstern.at werden außerdem Fragen sowie Antworten gesammelt und online zugänglich gemacht, selbstverständlich anonymisiert. "Unser Ziel ist, möglichst viele Anfragen zu veröffentlichen. Online gestellt werden Fragen, die uns öfters oder in ähnlicher Form gestellt werden und für ein breiteres Publikum von Interesse sind", so Dutkowski. "Anfragen, die sich auf individuelle Lebenssituationen beziehen, werden nicht veröffentlicht." Die Beweggründe, sich an die GB* zu wenden, sind dabei sehr unterschiedlich. "Unser Angebot nehmen Menschen in Anspruch, die zum Teil sehr individuelle Anliegen, Fragen und Problemstellungen haben. Aber auch Menschen, die Ideen, Anregungen und Wünsche für den Stadtteil mit uns teilen möchten", sagt Projektkoordinator Dutkowski. "Uns ist wichtig, für möglichst viele gut erreichbar zu sein. Das virtuelle Angebot ist eine sehr wertvolle Ergänzung und 'Frag die GB*' bietet auch und gerade in Zeiten einer Pandemie zusätzlichen Service. Der persönliche Kontakt bei der Arbeit vor Ort lässt sich damit aber nicht vollständig ersetzen."

Gutes Feedback

Das Online-Angebot der Gebietsbetreuung Stadterneuerung kommt bei der Bevölkerung dennoch sehr gut an. Nicht nur mangels persönlichen Kontakts, sondern weil der Service bestens funktioniert. "Man merkt, dass das Interesse der Wienerinnen und Wiener an Themen wie Nachbarschaft, Mitgestalten, öffentlicher Raum, Teilhabe und Miteinander stetig steigt", erzählt Dutkowski. "Der Vorteil von fragdiegbstern.at: Man muss nicht die richtige Telefonnummer oder Mailadresse zur Hand haben, um das passende Team oder eine Expertin beziehungsweise einen Experten im Bezirk zu kontaktieren. Die Frage wird über die Bezirksauswahl automatisch an das passende GB*Stadtteilbüro weitergeleitet."

"Frag die GB*" bleibt freilich auch im Angebot, wenn die fünf Standorte dem Publikum wieder zugänglich sind. Dann erhalten die Wienerinnen und Wiener mit der Website sowie persönlichem Kontakt auch wirklich das Beste aus zwei Welten.