Wiener RadfahrerInnen dürfen sich über ein breites Angebot an Radwegen und Infos freuen. © Fahrrad Wien / Wolfgang Zajc

 

Darauf freuen sich RadfahrerInnen diesen Sommer

Die Radfahrsaison ist endlich da! In Wien gibt es wie gewohnt ein starkes Angebot an Wegen, Infos und anderen Goodies. Der Vorteilsclub hat ein paar der Highlights für Sie zusammengestellt.

Von der Donauinsel bis zum Wienerwald: Die Drahtesel rollen wieder! Auch wenn die Sonne in Sachen Scheinen noch Nachholbedarf hat, kurven Bikerinnen und Biker munter durch das rund 1.700 Kilometer lange Radnetz Wiens. Der beste Begleiter dabei sind die vielen Angebote und Infos der Stadt Wien, die das Fahrradfahren angenehmer machen. Der Vorteilsclub hat ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

Vorab: Auch bei einer beherzten Radfahrt sollten Sie immer auf die geltenden Corona-Abstandsregeln achten.

Wiener Radkarte

Mit der Wiener Radkarte ist man immer auf dem neuesten Stand. Die kostenlose Karte wird laufend adaptiert und zeigt den Streckenverlauf des Radnetzes. Bei der nächsten Tour ist sie also ein wertvoller Begleiter. Im Maßstab 1:35.000 hat man alles auf einen Blick und kann den Weg von A nach B verlässlich und genau planen. Auf der zweiten Seite der Karte sind die Innenbezirke genauer dargestellt, Maßstab 1:10.000.

Auf der Radkarte findet man aber nicht nur Routen. Auch Citybike-Stationen, Fahrradverleih-Stellen, Trinkbrunnen und Radgeschäfte sind eingezeichnet. Sollte also unterwegs ein Patschen passieren oder das Trinkwasser ausgehen, weiß man immer genau, wo man Hilfe bekommt.

Die Wiener Radkarte kann man ganz einfach und gratis bei Fahrrad Wien bestellen.

Fahrrad Routenplaner

Wie komme ich am schnellsten von der Stadlauer Straße zur Erdberger Lände? Neben der Radkarte hat Fahrrad Wien noch ein zweites Tool, mit dem das Planen von Wegen zum Kinderspiel wird: den Online-Routenplaner. Dahinter steckt eine interaktive Karte der Stadt, bei der man Start- und Endpunkt sowie gewünschte Geschwindigkeit, von gemütlich bis schnell, eingibt und sofort eine radtaugliche Route bekommt.

Die Routen kann man auch teilen oder zur Bike Citizens App exportieren. Außerdem gibt’s im Routenplan schon vorgefertigte Strecken, die eine hervorragende Inspiration für den nächsten Bike-Ausflug sind. Von der Tour nach und durch Bisamberg bis zur gepflegten Seestadt-Runde ist die Auswahl eine feine.

Neue und ausgebaute Radwege

Das Wiener Radnetz ist nicht statisch. Es wird laufend größer, breiter, besser, weiter. Auch heuer gibt’s einige Neuerungen, die sich enthusiastische Bikerinnen und Biker nicht entgehen lassen sollten. So kann man zum Beispiel am Donauradweg eine neue Brücke nutzen und hat so eine Alternativroute zur Heiligenstädter Hangbrücke, die gerade saniert wird. Die neue Route durch den Kuchelauer Hafen bietet eine malerische Szenerie und bleibt mindestens die nächsten beiden Jahre befahrbar.

Auch im dritten Bezirk hat sich etwas getan: Die Franz-Grill-Straße ist eine neu gestaltete Straßenverbindung zwischen dem Landstraßer Gürtel und der Südbahnhofbrücke. Seit April ist der einen Kilometer lange Radweg im Einsatz. So wird wieder eine Lücke im Netz geschlossen und die Stadt ist wieder ein Stück radfreundlicher.

Die Radwege werden aber nicht nur länger, sondern auch sicherer. Bei der Paulanerkirche etwa wird ein störendes Nadelöhr am Irene-Harand-Platz im Sommer zum geräumigen Zweirichtungsradweg. Und das ganz ohne Pflastersteine.

 

Radmotorikpark

Schon letztes Jahr hat der Radmotorikpark bei der Rudolf-Nurejew-Promenade eröffnet. Auch heuer findet man dort auf einer Fläche von 8.000 Quadratmetern 17 Stationen, die dem Bike-Nachwuchs nicht nur Spaß machen, sondern auch dabei helfen, das Fahrrad zu meistern. Neben einem Pumptrack, über den man sich ohne Pedale nur mit Körperbewegung steuert, einem Rad-Vulkan und einer Slalomstrecke kann man auch üben, über Pflastersteine und Straßenbahnschienen zu fahren.

Apropos Nachwuchs: Die Stadt Wien bietet auch kostenlose Radfahrkurse für Volksschulklassen an.

Neuer Treffpunkt für die BikerInnen-Gemeinschaft

Auf der Fläche zwischen Salztorbrücke und Marienbrücke auf der Seite des 1. Bezirks, bei der Freda-Meissner-Blau-Promenade, soll ein neues Radzentrum entstehen. Der Verein Urban Tribes lässt ein Community-Zentrum entstehen, bei dem sich alles um das Fahrrad dreht. Auch eine Reparaturwerkstatt sowie eine Bistro-Bar sind geplant. Schließlich ist das Radeln auch ein Lebensgefühl und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen macht einfach Spaß. Auf das neue Bike-Highlight am Donaukanal darf man sich jetzt schon freuen.