Umweltschonend und als Mode-Accessoire nutzbar. Waschbare Netze sind echte Alleskönner. © Bohmann

 

Mit weniger Müll durchs Leben

Bei unseren Einkäufen spielt Plastik allzu oft eine Hauptrolle, sehr zum Leidwesen der Umwelt. Dass es auch anders geht, zeigt die Initiative „natürlich weniger Mist“ der Stadt Wien. Mit ein paar einfachen Maßnahmen reduzieren Sie Ihren Plastikverbrauch.

Tomaten in Plastikfolie, Brot im Papier mit Sichtfenster, Plastikverpackungen bei Wurst, Milch und vielem mehr: Umweltfreundlich einkaufen kann manchmal unmöglich erscheinen. Doch mit ganz wenigen einfachen Schritten kann man den Plastikverbrauch reduzieren und so einen kleinen, aber wichtigen, Beitrag zum Umweltschutz leisten. Gründe, jetzt aktiv zu werden, gibt es viele, von Müllbergen über Plastikverschmutzung in den Meeren bis hin zu dem gigantischen Energieaufwand der Plastikherstellung.

Leben ohne Mist

Die neue Initiative „natürlich weniger Mist“ der Stadt Wien und den 48ern zeigt, wie man nahezu aufwandlos ein müllreduziertes Leben starten kann. Dort gibt’s nicht nur Tipps rund um das Thema Plastik, Sie erfahren auch viel Wissenswertes zur Entsorgung von Sperrmüll, alten Elektrogeräten, Lebensmittelverschwendung und vieles mehr. Praktische Tipps gibt’s übrigens auch auf Facebook.

Ganz wichtig: Wasser plastikfrei trinken. Wien hat eine hervorragende Trinkwasserqualität und das flüssige Gold aus der Leitung spart nicht nur Plastik, sondern auch Geld. Für unterwegs kauft man sich am besten eine Edelstahl- oder Glasflasche. Wer es gar nicht ohne Sprudel mag, kann zu einem der zahlreichen Sprudelgeräte greifen.

Märkte bis Unverpacktläden

Verpackungsfrei einkaufen ist ein unvermeidbares Thema. Plastiksackerln sind Gott sei Dank schon Geschichte, doch immer noch kaufen wir nahezu alles von Wurst bis Gemüse in Verpackung, allzu oft in Plastik. Eine Möglichkeit, das zu ändern, ist, in Bioläden, auf den Wiener Märkten oder in Unverpacktläden einzukaufen. Dort können Sie Ihre Ware, von den Datteln bis zum Shampoo, individuell abfüllen.

Aktuell gibt es vier solcher Läden in Wien:

 

Plastiksparen im Supermarkt

Doch auch im Supermarkt um die Ecke können Sie Müll sparen. Ein Fixpunkt sind Mehrwegglasflaschen. Egal ob Bier, Saft oder Milch: Der Griff zu diesen nachhaltigen Behältnissen lohnt sich. Die Flaschen werden von den Herstellern bis zu 40 Mal wiederbefüllt und helfen so, eine große Menge an Abfall zu verhindern.

Auch Wurst und Käse kann man mittlerweile verpackungslos kaufen. Die meisten Supermärkte mit Frischtheke füllen die Produkte gerne in die mitgebrachte Tupperware. Das hat auch praktische Vorteile: Die Boxen lassen sich im Kühlschrank ganz leicht stapeln und verhindern so auch das große Chaos im Kühlschrank.

Beim Brot ist das Stoffsackerl unschlagbar. Ein waschbares Stoffsackerl sollte beim Einkauf immer mit dabei sein. Wenn Sie frisches Gebäck von der Bäckerei um die Ecke oder im Supermarkt abholen, können Sie sich die Ware gleich direkt in das Sackerl geben lassen und kommen so komplett ohne Verpackung aus.

Und Obst und Gemüse? Da gibt es eine besonders praktische Lösung: waschbare Netze. Die können Sie in fast jedem Supermarkt für einen sehr niedrigen Preis erwerben. Wie das funktioniert, ist klar: Obst ins Netz, ab nach Hause. Das erleichtert den Transport und sieht nebenbei auch noch ziemlich cool aus.

Vermeiden, trennen verwerten: Das sind die Grundsäulen des Wiener Abfallwirtschaftskonzepts. Der vielleicht wichtigste Leitsatz ist aber: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht. Wenn jede und jeder einen kleinen Beitrag dazu leistet, ist schon sehr viel geschafft.