Mondlicht und gespenstische Schatten... Auf dem Wiener Zentralfriedhof ging es nur beim Gruppenfoto gruselig zu. © Bohmann/Christian Pichler
Mondlicht und gespenstische Schatten... Auf dem Wiener Zentralfriedhof ging es nur beim Gruppenfoto gruselig zu. © Bohmann/Christian Pichler
Mondlicht und gespenstische Schatten... Auf dem Wiener Zentralfriedhof ging es nur beim Gruppenfoto gruselig zu. © Bohmann/Christian Pichler
Auf eine Tour zum Fürchten wurden die CLUB WIEN-Mitglieder am 17. November 2017 eingeladen. Erkundet wurde der Zentralfriedhof bei Nacht. © Bohmann/Christian Pichler
Mondlicht und gespenstische Schatten... Auf dem Wiener Zentralfriedhof ging es nur beim Gruppenfoto gruselig zu. © Bohmann/Christian Pichler
Mondlicht und gespenstische Schatten... Auf dem Wiener Zentralfriedhof ging es nur beim Gruppenfoto gruselig zu. © Bohmann/Christian Pichler
Mondlicht und gespenstische Schatten... Auf dem Wiener Zentralfriedhof ging es nur beim Gruppenfoto gruselig zu. © Bohmann/Christian Pichler
Mondlicht und gespenstische Schatten... Auf dem Wiener Zentralfriedhof ging es nur beim Gruppenfoto gruselig zu. © Bohmann/Christian Pichler
Mondlicht und gespenstische Schatten... Auf dem Wiener Zentralfriedhof ging es nur beim Gruppenfoto gruselig zu. © Bohmann/Christian Pichler
Mondlicht und gespenstische Schatten... Auf dem Wiener Zentralfriedhof ging es nur beim Gruppenfoto gruselig zu. © Bohmann/Christian Pichler

Nachts am Zentralfriedhof

CLUB WIEN lud am 17. November zu einer nächtlichen Zentralfriedhofstour ein. GabiTours nahm die BesucherInnen mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch Europas zweitgrößten Friedhof.

Schaurig schön und skurril muss es sein, so lieben es die Wienerinnen und Wiener. In diesem Sinne präsentierte Gabi von GabiTours den Zentralfriedhof einmal in einem anderen Licht und öffnete für die Besucherinnen und Besucher der Tour die Friedhofspforten erstmals nachts. Bestückt mit Taschenlampen startete die Führung am Friedhofstor 2. Von dort machte sich die Gruppe auf, den Friedhof zu erkunden. In der Dunkelheit zeigt er sich von einer anderen Seite und das eine oder andere Rascheln im Gebüsch sorgte bei den Besucherinnen und Besucher auch für Gänsehaut. Doch abseits des Gruselfaktors wurde während der Führung vor allem die historische Seite beleuchtet. Wissenswertes über die Entstehung des zweitgrößten Friedhof Europas, über die Bestattungskultur in Wien sowie skurrile Geschichten von Totengräbern oder gestohlenen Zahnprothesen gehörten zu der spannenden Nachttour am Friedhof. Nach ungefähr zwei Stunden endete die Tour dort wo sie begonnen hatte. Bei den Führungen handelt es sich, um eine Kooperation der Friedhöfe Wien mit GabiTours.

Der Zentralfriedhof

"Wer verstehen will, wie der Wiener lebt, muss wissen, wie man ihn begräbt …", schrieb einst der österreichische Schriftsteller Hermann Bahr. Wien und sein Totenkult gehören seit jeher zusammen wie Pech und Schwefel. Der Tod wird besungen, Gräber werden aufgemotzt und Friedhöfe zu beliebten Attraktionen. So auch Wiens bekanntester Friedhof: 

Der Zentralfriedhof ist mit mehr als 2,5 Millionen Quadratmetern der zweitgrößte Friedhof Europas. Seit 1874 wurden dort nahezu drei Millionen Menschen aller Konfessionen bestattet. Über 330.000 Grabsteine sind heute dort zu finden. Er gehört aufgrund seiner vielen Ehrengräber, der Jugendstil-Bauwerke und des weitläufigen Areals zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien. In der Ehrengräber-Sektion finden sich eine Reihe von Berühmtheiten wie Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Franz Schubert, Johann Strauss, Udo Jürgens, Hans Moser und Falco. Doch nicht nur Vergangenes ist zu bestaunen, auf dem Friedhofsareal leben unzählige Tiere. Rehe, Dachse, Füchse, viele Vogelarten wie Turmfalken und sogar Hamster. Teil der Erinnerungskultur ist es, die Friedhöfe auch einmal für einen Spaziergang, eine Kaffeepause oder einen Besuch im Museum zu nutzen. Auch Vogelkundlerinnen und -kundler, Tierliebhaberinnen und -liebhaber und Sportlerinnen und Sportler sind neben den vielen Touristinnen und Touristen oft anzutreffen.

So beliebt wie heute, war der Friedhof jedoch nicht immer – in seinen Anfangszeiten bei den meisten Wienerinnen und Wienern sogar sehr unbeliebt. Die Trostlosigkeit des Areals und die lange, beschwerliche Anreise von der Stadt zum Friedhof wurden oft kritisiert. 1874 gab es noch keine direkte Bahnverbindung zum Friedhofsgelände und viele mussten aufgrund der schlechten Anbindung ihre Verstorbenen selbst zum Friedhof transportieren. Um diesem negativen Image entgegenzuwirken und die Attraktivität des Friedhofs zu steigern, beschloss der Gemeinderat 1881 die Errichtung der Ehrengräberanlage. Da man aber nicht warten wollte, bis die nächste "ehrenwerte Person" starb, wurden kurzerhand die sterblichen Überreste von Ludwig von Beethoven und Franz Schubert auf dem Währinger Ostfriedhof ausgegraben und auf dem Zentralfriedhof überführt. Die Gräber wurden haargenau nachgebaut. Zudem bekam der Friedhof 1910 eine pompöse Friedhofskirche, die Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus und damit eine Sehenswürdigkeit.

Neugierig geworden? Dann machen Sie bei der nächsten nächtlichen Führung durch den Zentralfriedhof mit und entdecken Sie gemeinsam mit GabiTours den Friedhof von seiner dunklen Seite.

GabiTours "Der Zentralfriedhof bei Nacht"

  • Was: Tour "Der Zentralfriedhof bei Nacht"
  • Wo: 11., Zentralfriedhof Tor 2
  • Öffis: Bim 71 und 6 bis Zentralfriedhof Tor 2 oder  S-Bahn 7 S bis Tor 11
  • Dauer: 2 Stunden
  • Führungssprache: deutsch
  • Preis: 35 Euro pro Person
  • Maximale Teilnehmerzahl: 25 Personen
  • Mindestalter für die Teilnahme: 14 Jahre
  • Kartenreservierung: telefonisch unter +43 663 032 340 09 oder per E-mail unter office(at)gabitours.at
  • Weitere Infos und Termine kommender Führungen unter www.GabiTours.at