Im Bereich Tanz bietet die Musikschule Wien auch klassisches Ballet an. © Bohmann

Tanzen ist körperliche Kreativität

Ob man es gern lässig im Hip-Hop-Style macht oder es lieber beim Ballett auf die Spitze treibt. Tanzen macht Spaß. Die Musikschule Wien hat für alle Bewegungsformen die passende Ausbildung parat.

Fachgruppensprecherin und Tanzlehrerin Gaby Wahba gibt uns Einblicke, auf welche Art sich Kinder und Jugendliche hobbymäßig oder professionell tänzerisch ausdrücken können. 

Stilsicher und vielfältig

Jeder Musikschul-Standort in Wien hat andere Gegebenheiten. "Diesen muss man sich anpassen", so Gaby Wahba. Melden sich zum Beispiel nur wenige Kinder an einem speziellen Standort für einen Kurs an, und diese für unterschiedliche Tanzstile, sind Einzelklassen nicht durchführbar. "Wir lösen das dann anders und bieten den Kindern die Möglichkeit, Elemente aus verschiedenen Stilrichtungen zu erlernen." Die Musikschule Wien bemüht sich, nicht nur zukünftige Berufstänzerinnen und -tänzer auszubilden, sondern einen niederschwelligen Zugang für alle zu ermöglichen.

Im Tanzbereich wird neben dem Klassiker Ballett, kreativer Kindertanz, tänzerische Akrobatik, Hip-Hop, Musical-Tanz, Modern Dance und Jazz-Tanz angeboten. Der Unterricht findet ein bis drei Mal wöchentlich statt.

"Ich persönlich unterrichte klassisches Ballett, tänzerische Akrobatik, Hip-Hop, Jazz-Tanz und Modern Dance. Die Grundlage ist das klassische Ballett und die tänzerische Akrobatik. Wenn die Kinder älter sind, schnuppern sie in Jazz-Tanz oder Hip-Hop hinein. Um dann mit Modern Dance weiterzumachen, benötigen sie nämlich eine gewisse Vorbildung in Ballett", erklärt Gaby Wahba.

Seinen eigenen Tanzweg gehen

Ziel des Tanzunterrichts an der Musikschule Wien ist, dass die Schülerinnen und Schüler nach dieser vielfältigen Laientanzausbildung ihre eigenen Schwerpunkte setzen und sich auf ein Gebiet spezialisieren können. Gaby Wahba: "Vor dieser Grundausbildung haben viele keine Vorstellung, wie zum Beispiel Modern Dance überhaupt aussieht. Ich möchte den Kindern möglichst viel Verschiedenes beibringen."

Der Zeitpunkt für den Beginn mit einem Tanzunterricht sollte je nach den Absichten der Kinder und Jugendlichen gewählt werden. "Es ist ein Unterschied, ob ich das Tanzen als Hobby machen möchte oder im Hinblick auf eine professionelle Karriere als Tänzerin oder Tänzer. Als reines Hobby ist Tanzen in jedem Alter möglich. Man kann aber sagen, dass Kinder, die ab circa elf, zwölf Jahren mit dem Tanzen beginnen möchten, entweder bereits woanders eine Vorbildung in diesem Bereich gemacht haben oder körperlich sehr geschickt sein sollten. Üblich ist der Einstieg in den Tanzbereich während der ersten drei Volksschuljahre", erläutert die Tanzlehrerin.

Ein früher Start ist beispielsweise für die Tanzrichtung wichtig, wo es auch auf die anatomischen Gegebenheiten ankommt. Allen voran klassisches Ballett.

Spezieller Förderunterricht

Für all jene, die zusätzlich zum normalen Musikschul-Tanzunterricht ihre Fähigkeiten verbessern wollen, gibt es den sogenannten Förderunterricht. Dieser findet in Gruppen statt und ist eine Kooperation mit der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. Diese Möglichkeit gibt es für den Bereich Tanz erst seit zwei Jahren. Dieser Unterricht ist nur für Volksschülerinnen und -schüler gedacht. Gaby Wahba: "Das ist deshalb so geregelt, weil sich die Kinder, die eine Berufsausbildung als Tänzerin oder Tänzer machen wollen, spätestens vor dem Wechsel in eine höhere Schule dafür entscheiden müssen. Auch das tänzerische Talent spielt eine Rolle." 

Eine Unterrichtseinheit dauert doppelt so lange wie eine normale Einheit, 100 statt 50 Minuten, und ergänzt den regulären wöchentlichen Tanzunterricht. "Der Förderunterricht zielt auf das bessere Erlernen der Technik, auf mehr Kraftaufbau und Beweglichkeit ab. Es wird auch sehr viel Kreatives gemacht. Zeitgenössischer Tanz, Rhythmik, Akrobatik und freies Tanzen. Die Kinder sind mehr gefordert", hebt Gaby Wahba hervor.

Applaus, Applaus!

Am Jahresende gibt es eine große Tanzvorstellung, bei der das Erlernte vor Publikum präsentiert wird. Zudem finden auch Prüfungen im Rahmen des Tanzunterrichts statt. Die Kinder und Jugendlichen treten auf Bühnen auf und zeigen ihr Können. Dieses wird von einer externen Kommission beurteilt. So nehmen die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Leistung auch besser wahr.

Der Fokus des Unterrichts während des Jahres liegt aber nicht auf der großen Präsentation. Gaby Wahba: "Es geht ums Gesamtbild, das Training, die Weiterbildung und persönliche Erfolge."

Die Musikschule Wien verfolgt im Tanzbereich folgende Bildungsziele:

  • körperliche
  • bewegungstechnische
  • musikalische
  • persönlichkeitsbildende und
  • kreative.

Weiters steht die theoretische Wissensvermittlung, wie etwa Tanzgeschichte, auf dem Plan.

Anmeldung

Eine unverbindliche Anmeldung zu den verschiedenen Unterrichtseinheiten ist jederzeit möglich. Je nachdem, ob ein Platz frei ist, erfolgt die Aufnahme. Wer sich noch nicht entscheiden kann, stattet der Musikschule Wien am besten persönlich einen Besuch ab.

Tanzbegeisterte können beim Ballett mitmachen und sich von den Tanzpädagoginnen und -pädagogen beraten lassen. Auch in die Bereiche Instrumente und Gesang kann hineingeschnuppert werden. Die zur Musikschule Wien gehörenden Schulen verteilen sich auf verschiedene Standorte in den Wiener Bezirken. Die Zentrale der Musikschule Wien befindet sich in der Skodagasse.

Die Musikschulen Wien bieten vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche bis 25 Jahren. Bei den "Tagen der offenen Tür" kann man sich das vor Ort ansehen. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

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