Die Musikschule Wien bietet vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten. © PID/Votava

Wer gut sein will, muss früh damit anfangen!

Luftgitarre können die meisten Menschen spielen. Aber bei einer echten Gitarre so richtig in die Saiten greifen? In der Musikschule Wien lernt man, wie's funktioniert.

Wer Musik macht, geht einer Leidenschaft nach, die sich schwer beschreiben lässt. Um sein Handwerk richtig gut zu beherrschen, sollte man bereits in jungen Jahren mit dem Üben beginnen. Die Musikschule Wien fördert schon die Kleinsten, zeigt, wie viel Spaß Musizieren machen kann, und sorgt für eine Ausbildung auf hohem Niveau. Wir haben in unserer dreiteiligen Serie die Schwerpunkte Instrumental-, Gesangs- und Tanzunterricht für Sie zusammengefasst.

Instrumentalunterricht

Die Musikschule Wien legt einen Grundstein, wenn es um die erste Sprosse auf der musikalischen Karriereleiter geht. Dieser Grundstein ist in den letzten Jahren durch das Programm ELEMU, Elementares Musizieren, noch gefestigt worden. Das Programm bietet Kindern von null bis vier Jahren die Möglichkeit, Instrumentenspiel, Bewegung, Tanz, Stimme und Sprache auf spielerische Weise kennenzulernen. "Wer sich über dieses erste Kennenlernen hinaus dafür interessiert, ein Instrument zu lernen, der bekommt in der Musikschule Wien eine intensive und nachhaltig ausgerichtete Instrumentalausbildung", erklärt Holger Busch, Fachgruppenkoordinator der Musikschule Wien. Die Musikschule Wien bietet im Instrumentalbereich fast alles an. Dabei reicht die Palette von ganz speziellen Instrumenten wie Dudelsack über die traditionellen wie Geige, Gitarre und Klavier bis zu Blockflöte. "Das klassische Ausbildungsrepertoire einer Wiener Musikschule hat sich in den letzten Jahren immens ausgebreitet. Auch im Schlagwerk-, Blechbläser- und Holzbläserbereich wird einiges angeboten. Eine beeindruckende Vielfalt gepaart mit einer Qualität, die sich sehen lassen kann", hebt Holger Busch hervor.

Rund 11.000 SchülerInnen

Der Einstieg in die Musikschule Wien erfolgt normalerweise im Volksschulalter. "Wir haben aber auch bereits Kinder im Vorschulalter in kleinen Gruppen zum Unterricht hier. Mit wie vielen Jahren man ein Instrument am besten zu lernen beginnt, hängt natürlich von der Art des Instrumentes ab. Bei den Holzblasinstrumenten ist beispielsweise die Zahnstellung von immenser Wichtigkeit. Prinzipiell gilt aber: Je früher man ein Instrument zu lernen beginnt, desto besser", so der Fachgruppensprecher. Die Musikschule Wien bietet Kindern und Jugendlichen bis zum 25. Lebensjahr eine ganzheitliche musikalische Ausbildung auf der Basis aktiven Musizierens. "Derzeit besuchen rund 11.000 Schülerinnen und Schüler die Musikschule Wien. Die meisten davon sind sechs bis zehn Jahre alt", merkt Musikschulleiterin Swea Hieltscher an.

Unterschiedliche Unterrichtsformen

Die Kinder und Jugendlichen und natürlich auch deren Eltern können sich zwischen verschiedenen Formen des Musikunterrichts entscheiden. Es gibt den klassischen, 50 Minuten dauernden Einzelunterricht, den Gruppenunterricht oder den kombinierten Unterricht. Beim Gruppenunterricht richtet sich die Größe der Gruppe nach der Raumgröße und der Verfügbarkeit der Instrumente. "Viele entscheiden sich für den kombinierten Unterricht. Das ist eine Mischung aus Einzel- und Gruppenunterricht. Zuerst bekommt ein Kind, eine Jugendliche oder ein Jugendlicher 25 Minuten Einzelunterricht. Dann kommt eine zweite Schülerin oder ein Schüler dazu. Zusammen musizieren sie circa eine halbe Stunde. Anschließend bekommt die oder der Zweite noch 25 Minuten Einzelunterricht. Je nachdem, welches Ausbildungsziel man sich gesteckt hat, wählt man die Unterrichtsform aus", erklärt Holger Busch.

Wichtige Funktion

Dass man nicht nur als Hauptakteurin oder Hauptakteur eine wichtige Stelle einnimmt, lehrt der Korrepetitionsunterricht. Korrepetieren bedeutet "gemeinsam wiederholen". Korrepetition ist ein Unterricht, der sich an Instrumental- und Gesangsschülerinnen und -schüler richtet, die zum Einstudieren ihrer Stücke eine Unterstützung brauchen.

"Die Korrepetitorin oder der Korrepetitor erlernt mit ihnen vom Klavier aus das gesamte musikalische Umfeld. Im Normalfall sind diese Personen ausgebildete Pianistinnen und Pianisten. Sie oder er hat dann die Klavierbegleitung oder einen Orchesterauszug vor sich. Bei der Aufführung spielt beispielsweise ein Orchester zu. Das lässt sich in den Proben schwer jedes Mal zusammenstellen. Es gibt aber bestimmte Instrumentenstimmen, die das imitieren. Das macht dann die Korrepetitorin oder der Korrepetitor in unterstützender Funktion", führt Holger Busch aus.

Hohes Qualitätsbewusstsein

Die Instrumentalausbildung hat eine besondere Tradition in Wien. Die Ausbildung an der Musikschule Wien besitzt einen hohen Stellenwert und wird vielerorts anerkannt. Zudem ist die Vielfalt an Angeboten im Musikbereich vor allem in den letzten Jahren stark gestiegen.

"Die Musikschule Wien bietet den Schülerinnen und Schülern den Raum, die Zeit und die Unterstützung, die sie für das Erlernen von Instrumenten benötigen. Durch das gemeinsame Proben in der Musikschule haben die Kinder und Jugendlichen auch diesen motivierenden Austausch untereinander. Für Musikerinnen und Musiker ist Kommunikation der Wert schlechthin. Der soziale Aspekt darf nicht unterschätzt werden. Ebenso wie die aktive Beschäftigung mit Musik. Diesen Mehrwert bietet die Musikschule Wien im Instrumentalbereich", schließt Holger Busch.

Anmeldung

Eine unverbindliche Anmeldung zu den verschiedenen Unterrichtseinheiten ist jederzeit möglich. Je nachdem, ob ein Platz frei ist, erfolgt die Aufnahme. Wer sich noch nicht entscheiden kann, stattet der Musikschule Wien am besten persönlich einen Besuch ab.

Es werden Schnupperstunden in elementarem Musizieren angeboten. Schlagwerkdarbietungen, Schauunterricht in unterschiedlichen Bereichen und aktive Proben sowie die Vorstellung von diversen Instrumenten runden das Programm ab. Die Zentrale der Musikschule Wien befindet sich in der Skodagasse. Weiters verteilen sich die zur Musikschule Wien gehörenden Schulen auf verschiedene Standorte in den Wiener Bezirken.