Mit Mixed Pickles holt man das meiste aus seinen Gemüseresten heraus. © Bohmann

 

Das Beste aus Gemüseresten machen

Wenn auch Sie an keinem Glas Essiggurkerl vorbeigehen können, wird es vielleicht Zeit, selbst Gemüse einzulegen. Nach einem Rezept von DIE UMWELTBERATUNG haben wir uns an Mixed Pickles versucht.

Wer kennt das nicht: Bei der Kühlschrankinventur fällt einem auf, dass mal wieder allerhand Gemüse übrig geblieben ist. Hier ein paar Karotten, da eine Zucchini, der halbe Karfiol, Paprika, Gurke und so weiter. Stellt sich die Frage, was man nun mit dem Potpourri machen soll, bevor es am Ende schlecht wird. Die Antwort: Mixed Pickles!

Eingelegtes Gemüse hält lange, schmeckt gut und ist ein guter Weg, um mehr Vitamine zu sich zu nehmen. Außerdem ist es gar nicht so schwer, Mixed Pickles zu machen. Wir sind bei DIE UMWELTBERATUNG auf eine tolle Anleitung gestoßen. Dort finden Sie übrigens eine Vielzahl an kreativen und schmackhaften Rezepten zu jedem Anlass.

Dann legen wir auch gleich los, frei nach dem Motto "Sauer macht lustig".

Zutaten

  • 1 kg Gemüse (Karfiol/Karotten/Schalotten/Zucchini → was auch immer Sie haben)
  • 1 l Wasser
  • 5 Knoblauchzehen
  • 2 EL Salz

Für den Sud:

  • 1/2 l Weißweinessig
  • 1/2 l Wasser
  • 2 Lorbeerblätter
  • 100 g Kren
  • 1 Bund Dille
  • 2 EL Senfkörner
  • 1 EL Pfefferkörner
  • 1 EL Neugewürz

Zubereitung

Was das Gemüse angeht, gibt es keine starren Regeln. Sie können nehmen, worauf Sie Lust haben. Wir haben bei unserer Inventur Karotten, Zucchini, Paprika und Knoblauch aufgetrieben. Perfekt!

Los geht’s, indem wir das Gemüse in bissgerechte Happen schneiden und kurz in gut gesalzenem Wasser vorkochen. Doch Obacht: Wir kochen das Gemüse nur, bis es ein wenig bissfest ist. Das heißt natürlich, dass es sich empfiehlt, gewisse Gemüse getrennt voneinander zu kochen, da etwa Karotten länger bis zur Bissfeste brauchen als Paprika. Vielleicht auch Geschmackssache, aber wir wollen es auf keinen Fall zu lange köcheln. Während das Gemüse am Herd ist, heizen wir auch schon einmal das Backrohr auf 80 Grad vor.

Ist das erledigt, können wir das Gemüse eigentlich schon in die sorgfältig gereinigten Einmachgläser füllen. Entweder Sie schmeißen alles kunterbunt durcheinander oder Sie schichten das Gemüse aufeinander. Toben Sie sich aus! Am Ende wird es so oder so ein farbenfrohes Glas voller wertvoller Nährstoffe, das Lust auf mehr macht.

Jetzt geht’s an den Sud: Zuerst schälen wir den Kren, dann schneiden wir ihn in Scheiben und vermischen ihn mit den Pfeffer- und Senfkörnern, dem Neugewürz und den Lorbeerblättern. Diese Gewürzmischung kochen wir gemeinsam mit dem Weißweinessig und dem Wasser kurz auf und geben dann noch die fein gehackte Dille hinzu. Falls Sie eines der Gewürze nicht mögen, bitte einfach weglassen oder sogar austauschen. Probieren geht über studieren.

Wir gießen den Sud liebevoll über das Gemüse und verschließen dann unsere Einmachgläser, um sie im Backrohr bei 80 Grad 20 Minuten lang zu sterilisieren. Danach müssen wir die Gläser nur noch abkühlen lassen, und dann sind wir auch schon fertig.

Fazit: Also ein viel besserer Verwendungszweck für Gemüsereste würde uns nicht einfallen. Der ganze Prozess dauert nur rund eine Dreiviertelstunde und versorgt uns mit ordentlich Mixed Pickles. Auch geschmacklich gibt’s nix zu meckern. Gerade jetzt zur Grillsaison ein perfektes Rezept.